Archiv für Dezember, 2011

Meine sehr geehrten Damen bis Herren.

Ich hoffe, dass es Ihnen gut geht und Sie Ihr Leben genießen können.

Wie geht es Ihnen? Was machen Sie und vielleicht Ihre Angehörigen?

Vielen Dank für Ihr Interesse an meiner Arbeit.

Kurz nach dem ich meinen Text „Gedanken zur Zeit“ eingestellt hatte, bekam ich schon die ersten positiven Resonanzen.

Ich versuche mir für Sie Zeit zu nehmen und investiere ein bisschen in Sie, weil ich der Überzeugung bin, dass Texte, ihre Verbreitung und die Diskussion über sie einen gewissen Gehalt haben sollten.

Wenn man mal beobachtet, wie viele Menschen ihr ganzes überflüssiges Zeug ins Netz stellen und per Mobiltelefon quer über den Planeten schicken…

Das spricht doch Bände, oder?

Auf Twitter: „Bin grad shoppen.“ Fünf Minuten später geht’s weiter mit: „Bin grad da und da.“ Wieder fünf Minuten später: „Bin grad auf Klo und hab festen, hellen Stuhl.“

Sagen Sie mal…

Mit solchen Menschen wollen Sie die Welt verändern?

So viel überflüssige Scheiße, ohne Sinn, Gehalt und Wichtigkeit.

Wegen solchen Menschen werden weitere Fukoshimas und Tschernobyls gebaut werden.

Das sind absolute Umweltverschmutzer! Das sind Kriminelle!

Die Umwelt wird immer weiter in die Knie gezwungen und wir haben schon längst den Bezug zur Wirklichkeit verloren.

Ich benutze zwar auch Twitter und Facebook, aber nur, um Sie zu erreichen.

Und da ich mit dem allgemeinen Trend nicht mit schwimmen möchte, werde ich versuchen Ihnen etwas zu geben, was ich bei eben erwähnten Menschen vermisse.

Den Bezug zur Wirklichkeit und zu der wundervollen Erhabenheit des Lebens.

Dafür sitze ich hier an meinem Tisch und opfere gerne etwas Zeit, um mit Ihnen zu überlegen, was wir wirklich ändern können an uns selbst.

Ein Schritt dazu wäre die Steigerung der Allgemeinbildung der Menschen. Das würde schon viel helfen und unsere Kinder würden es uns danken.

Das sollten wir uns und unseren Kindern wert sein. Visionen, Perspektiven, Träume, Zuversicht und der Glaube an den Genuss und die Einzigartigkeit des Lebens.

Und wie gesagt, ich möchte Sie einladen einmal darüber nach zu denken.

Vielen Dank.

Mich erreichten kurz nach meiner Blog-Premiere zwei Mails.

In  der Einen wurde ich von einer netten Dame auf einen Fehler in meiner Anrede an Sie aufmerksam gemacht.

„Sehr geehrte Damen bis Herren.“

Es müsste doch statt „bis“ – „von“ heißen.

Weil gefehlt.

Wie ich es schon auf buergerstimme dot com erlebte, für die ich immer wieder als Gast schreibe, darf ich es auch hier kurz erwähnen.

Ich schreibe „bis“ aus folgendem Grund, damit ich so viele Menschen erreiche und keinen vergesse.

So rede ich die körperlichen und genetischen Endpole, also Frau und Mann und auch alle anderen dazwischen an und hab keinen vergessen.

Ganz einfach. Ich bin ein Fuchs! Ich weiß…

 

Ein paar Tage später traf ich mich dann mit einem Mann, der in meinem Alter war.

Er bat mich um ein Treffen per Mail.

Eine interessante Person um die 40 Jahre. So wie ich.

Etwas Patina hat er zwar schon angesetzt aber trotzdem eine coole Type.

Er lud mich auf einen Drink ein und spendierte mir ein Interview mit Ihm.

Seine Story würde hier ganz gut rein passen, meinte er.

Der Name des Herren ist mir bekannt.

Ich werde meine Quellen diesbezüglich nicht öffentlich Preis geben. Ist schließlich mein Broterwerb und ich bin es meinen Leuten schuldig.

Wir gingen in ein Cafe, orderten die Drinks und er fing an zu erzählen.

„Ich hatte eine durchschnittliche, bürgerliche Kindheit. Nein, es war stellenweise die absolute Hölle.

Doch Kinder lieben bedingungslos. Ich kam bis zu ihrem Tod nicht von ihnen weg.

Viele Wunden in meiner Seele trug ich in all den Jahren mit mir rum.

Früh lernte ich damit umgehen zu müssen, dass ich leider nicht über viele Freunde und ein gesundes Netzwerk verfügte.

Die Schule war mir ein Graus. Ich war immer und immer davon gelangweilt, weil ich immer auf alle anderen warten musste. Das ließ mich zum Klassenclown werden.

Da ich in einer Clique der Jüngste und der Kleinste war, musste ich mich profilieren lernen.

Neben der Schule arbeitete ich schon mit 14 auf dem Bau, später als Türsteher, Kellern und was weiß ich noch.

Während sich andere beim Studium auf der Uni den Hintern platt gesessen hatten, hatte ich drei Berufsausbildungen abgeschlossen.

Da ich nicht auf großartige Empfehlungen und Pfründe hoffen konnte, musste ich mir alles selbst hart erarbeiten.

Im Nachhinein keine schlechte Schule, denn es machte mich zu dem, der ich heute bin. Ich bin in meiner Mitte. Endlich. Dafür bin ich dankbar.

Es war ne geile Zeit. Echt geil.

Habe immer gutes Geld verdient, selbst noch unter dem Euro.

Mir hatte der Wechselkurs und die Abzocke im Nachhinein nicht viel ausgemacht.“

„Also warste gut im Geschäft, ja?“ frage ich Ihn.

„Ja, ganz gut. Ich habe nur versucht, den Ansprüchen meiner Umwelt genüge zu tragen.

Also, für mich selbst sorgen können, Steuern zahlen, konsumieren können. Das volle Programm halt.

Ich habe zwar sehr gute Arbeitszeugnisse und weitreichende Kenntnisse in vielen Bereichen und weiß wovon ich rede, aber als ich früher einmal auf dem Arbeitsamt vorstellig werden musste, galt ich als „Überqualifiziert“ und somit als schwer vermittelbar.

Aus dieser Not machte ich eine Tugend und beharrte nicht auf meiner Unflexibilität, ich ließ mich weiter ausbilden und arbeitete auch in diesen Berufen hart und erfolgreich.

Ich wollte nie wieder auf dieses Amt und schon gar nicht mal auf diese ARGE.

Schrecklich, wie man die Menschen behandelt.

Nun gut. Zwanzig Jahre habe ich Vollgas gegeben. Volles Rohr. Ich wollte nie mehr arbeitslos werden.

Nie mehr.

Naja. Heute weiß ich, dass ich wohl ein Stück weit an meinem Leben vorbei gelebt habe.

Ich wurde krank. Burn-out. Meine innere Flamme war nur noch eine kleine, lichte Glut. Sonst nichts mehr.

Das hat mich nun über sechs Jahre meines Lebens gekostet.

Auch weil mir Ärzte nicht halfen. Ich war ja Kasse und auch Hartz vier. Die hätten mich verrecken lassen, wenn ich nicht immer ein wenig an mich selbst geglaubt hätte.

Weißte, willst arbeiten, bist aber krank und dann noch dieser Hartz Wahnsinn obendrauf.

Alles was ich mal hatte. Weg. Vorsorge, Sparbuch, hohe Kante. Alles weg.

Selbst meine persönlichsten Erinnerungen habe ich auf ebay vertickt, damit ich nicht verhungere.

Also erzähl mir nix von wegen Aufschwung. Der Staat, also wir, wir müssen ja sowas von Pleite sein, dass der Staat drauf angewiesen ist selbst seinen kleinen Bürgern das letzte Hemd auszuziehen.

Meine Steuern. Wo sind die hin? Sozialsystem, Bildung, Infrastruktur, Krankheitsvorsorge und Fürsorge. Wo ist es hin, dass es angeblich keiner mehr hat? Sag mir dass, bitte.

Und komm mir bitte nicht mit Weltverbesserungen. Hat doch alles bisher nicht geklappt.

Ein paar hatten richtig Glück, die Profiteure. Die, meine Situation ausgenutzt haben, weil ich so mit Arbeiten und mit folgsamen Streben beschäftigt war und nicht bemerkt habe, was sie mit mir machen.“

„Naja… . Da bist du kein Einzelfall. Das geht vielen so.“ versuche ich es ein wenig tröstend.

„Und nun? Haste eine Idee, wie man diese Problematiken bearbeiten kann?“ Frage ich ihn.

„Ja. Aber die werde ich nicht öffentlich mit dir diskutieren. Das geht nicht.

Wäre doch schön blöd, wenn ich Dir meine Ideen vorstelle.

Du stellst meine Story ins Netz und dann wissen es alle. Und irgendeiner schnappt das auf und macht dann damit wieder auf die gleiche Weise wie bisher die dicke Kohle ohne Rücksicht auf Verluste. Ne, Du. So nicht. Sorry. Ich mache das ganz anders.

Geh doch mal aufs Amt und sag denen, dass Du dich aus Hartz vier raus selbständig machen willst und dann auch Arbeitsplätze schaffen wirst.

Die belächeln Dich nur. Arbeitsplätze! Die können wir doch in diesem Land nicht mehr gebrauchen. Außer den billigen Jobs oder auf dem Hartgeldstrich beim Zeitarbeitszuhälter.

Heute giltst Du beim Amt schon als „Überqualifiziert“ wenn Du fest daran glaubst, es würde irgendwann mal besser werden.

Weißt du, die Masse bewegt sich nicht. Man kann nur an sie appellieren und  muss es jeden Tag wiederholen.

So, wie die tagtäglich ihre Scheiße in den Medien immer und immer wiederholen.

Ideen haben viele Menschen genug. Allerdings nicht aus dem Heer derer, die so völlig in der Masse unter gegangen sind und sich trotzdem für total hipp und angesagt halten.

Deswegen möchte ich Dich bitten unsere Unterhaltung aufzuschreiben und teile es den Menschen mit. Ich kann das nicht. Ich bin gut in anderen Dingen, ich kenne meine Kompetenzen. Wenn ich so was schreiben sollte, ich würde so viel Murks machen. Davon gibt’s schon genug. Da muss ein Profi ran.

Wir können es in eine bessere Zeit schaffen, wenn wir uns alle daran erinnern, dass wir hier nur zu Gast sind auf dem Planeten und das Leben echt zu kurz ist, um aus so banalen Gründen von seinem eigenen Leben abgehalten zu werden und für eine Gesellschaft aufzukommen, die es zurzeit nicht so gibt, wie wir es uns wünschen und Wert sein sollten.

Wir werden gezwungen, auf völlig sinnlose aggressive Art und Weise ums Leben zu kämpfen und eine Elite zu bedienen, die immer mehr für sich fordert.

So ein Denken setzt ein Mindestmaß an Bildung voraus.

Zahlen, Bitte. Ja! Zusammen.“

Meine sehr geehrten Damen bis Herren.

Ich dachte mir erst, dass diese Geschichte nicht spektakulär genug ist und Sie sie nicht vom Hocker reißt.

Doch. Sie ist spektakulär. So wie alle anderen für sich spektakulär sind.

Den Einen sei damit gesagt, dass Sie sich bitte mal wieder Ihrer Verantwortung bewusst werden.

Schließlich haben sie sich auf Kosten von Steuergeldern ausbilden lassen und setzen nun ihre Kenntnisse dafür ein, um sich selbst in ihrer Gier die Lebensgrundlage zu entziehen. Sie bringen Menschen um ihr Leben!

Dafür haben wir sie nicht gewählt, dafür kaufen wir nicht ihre Waren.

Kein Preis rechtfertigt so etwas.

Und den Anderen sei gesagt, dass sie aufmerksamer und auch etwas kritischer durch die Welt mit offenen Augen gehen.

Da hatte er Recht. Das setzt wirklich den Willen zur Bildung voraus.

In diesem Sinne.

Gedanken zur Zeit

Veröffentlicht: Dezember 30, 2011 in aktuelle Themen
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Meine sehr geehrten Damen bis Herren.

Danke, dass es Sie auf meinen Blog gezogen hat.

Seit nun knapp über 4 Jahrzehnten darf ich diesen Planeten in Form und Gestalt eines Menschen für mich erfahren und erobern.

Was soll ich Ihnen sagen. Ich bin begeistert, auch wenn es mir in der heutigen Zeit doch ein wenig schwer fällt das zu behaupten.

Vor einiger Zeit habe ich begriffen, dass der wichtigste Button meiner Fernbedienung der AUS-Knopf ist, was für mich ein großer Schritt in Richtung meiner persönlichen Freiheit und Emanzipation als Mensch gewesen ist.

Aber nicht nur das, sondern auch meine lange Tätigkeit in der Kunst und Kultur, sowie in anderen Bereichen der Ausbildungs- und Berufswelt und mein Drang nach Wissen, Ansichten und die Facetten von Wahrheit haben mich immer begeistert und in ihren Bann gezogen.

Die aktuelle Lage auf diesem Planeten bewegt mich jetzt auch einen eigenen Blog zu starten.

Mir fällt es sehr schwer mit ansehen zu müssen, das man mir als Mensch immer mehr an Perspektiven nimmt und das aus im Grunde genommen niederen Beweggründen.

Es ist ein Unding, dass Menschen scheinbar unfähig sind aus der Vergangenheit zu lernen.

Kein Kind ist so blöd und langt zweimal hinter einander auf eine heiße Herdplatte und lächelt auch noch.

Dieses natürliche Schutzverhalten scheint uns allen wohl ein wenig abhanden gekommen zu sein und wir befinden uns in einer Zeit, in der immer mehr Menschen um ihr Leben und seine Vielfalt gebracht werden.

Sei es durch die Politik, durch die Wirtschaft, durch die Kirche und die Medien.

–       Wovor man vor zwanzig Jahren noch gewarnt hat, ist heute Realität.

–       Was vor zehn Jahren keiner glauben wollte, ist heute Realität.

–       Was gestern noch war, hat heute schon keine Gültigkeit mehr.

Nicht umsonst ist das Vertrauen in unsere PKW Gesellschaft (Politik, Kirche, Wirtschaft) so gering wie zum Beispiel das Wahlinteresse für die FDP.

Amerika ist pleite und lenkt mit der weltweiten Inszenierung von Krisen und Kriegen wieder einmal von den Missständen im eigenen Land ab, Europa ist sich einig uneinig und Politiker, wie Copy Kalle können sich einfach ihre Doktorarbeiten zusammen kopieren, um nur mal ein paar aktuelle Eckdaten zu nennen.

Diesen ganzen Irrsinn nehme ich zum Anlass ein wenig Farbe in die Alltagstristess zu bringen.

Neue Wege und Visionen, sowie Fortschritt und Perspektive entstehen nicht aus Krieg, Korruption, Lobbyismus und Standesdünkel und alltäglicher Prostitution auf dem Arbeitsmarkt.

Eine lebenswerte Zukunft für uns als Mensch entsteht nur dann, wenn man mal seinen Blick von seinem Smartphone abwendet und in die Realität lenkt.

Warum soll ich mir dann einen super tollen Flat Plasma Hifi Dolbysurround Fernseher kaufen, wenn ich das Leben schon in 3 D und in Blue Ray Qualität für umsonst bekomme?

Also! Steigen Sie mit mir ein in das Leben außerhalb Ihres Bildschirms und begleiten Sie mich ein Stück auf meiner Reise durch das Leben.

 

Das Leben an sich.

Ist das Leben nicht schön?

So wundervoll, so abenteuerlich, so einzigartig.

Und Sie und ich sind mittendrin!

Schade nur, dass einem nicht noch mehr Zeit zur Verfügung steht und es immer nur ein Intermezzo, ein Zwischenstopp zwischen der eigenen Geburt und dem eigenen Ableben bleiben wird.

Auch wenn es noch so schön ist, irgendwann ist Schicht im Schacht.

Aus die Maus.

Ende Gelände.

Ist so. Daran lässt sich nichts ändern.

In aller letzter Instanz bezahlen wir immer für unser Leben mit dem Selben dafür.

Dann ist jede Rechnung beglichen und jedes Konto geklärt. Jede Schuld ist beglichen.

Oder glauben Sie etwa, dass auf der feinstofflichen Seite irgend so eine Art Peter Zwegat steht, der Sie zurück ins gewohnte Leben schickt, weil Sie Ihr Dispo, den Kredit oder die Hypothek noch nicht abbezahlt haben?

Glauben Sie etwa, dass vor der Himmelspforte ein paar Schläger vom Russen-Inkasso auf Sie warten und von Ihnen ihr restliches Hab und Gut fordern?

Nix! Feinstofflichkeit heißt Körperlosigkeit.

Wie soll Ihnen dann so ein Kredithai eine aufs Maul hauen, ohne Arme?

Das geht nicht!

Die körperliche Hülle bleibt auf dem Planeten und der Rest verflüchtigt sich in den Weiten des Kosmos.

Also! Scheißen wir auf Finanzkrise, auf Geld und die stete Gier nach immer mehr und immer mehr.

Es bringt nichts. Es lässt sich nicht rechnen. Das ist wirtschaftlich völliger Unsinn.

Es ist völlig egal, ob einer arbeitet oder nicht. Völlig.

Arbeit ist nur eine Aufgabe, die einem die Zeit vertreibt und Erfahrungen bringt, was man als Mensch alles kann.

Ein Zeitvertreib. Egal, ob Sie sich jemanden anschließen, der Arbeit für Sie hat oder ob Sie selbst welche erschaffen.

Der Eine hat halt das Zeug zum Arzt, Anwalt, Maurer, Bäcker oder so und der Andere bleibt halt ein Dummbatz und ist glücklich damit.

Ja und?

Wir alle sind grade Zeitzeuge, dass nach allen anderen Ismen nun auch der Kapital-ismus von uns als Mensch in die Knie gezwungen wurde.

Herzlichen Glückwunsch. Wir haben uns auch von dieser Fistel am Arsch der Evolution befreit!

Es war ein langer Weg, um das endlich zu begreifen.

Sind wir doch einmal ehrlich zu uns selbst.

Was haben wir alle an kostbarer Lebensenergie sinnlos vergeudet, um an einen Stoff zu kommen, mit dem wir Waren, Güter, Dinge und Leistungen bezahlen, die unser aller Leben erleichtern sollten.

Der Aufwand dafür steht doch in keiner Relation zu dem wirklichen Wert der Dinge an sich, oder?

Wir bezahlen doch alle dafür. Wir bezahlen alle mit dem Leben dafür.

Also, warum denn der ganze Stress. Warum das Alles?

Verrückt, nicht wahr?

Nein! Es bringt uns ganz neue Freiheit und wirklich unbegrenzte Möglichkeiten.

Freiheit vor der wir Angst haben. Freiheit, in der wir uns schnell verlieren können, uns aber schon zu Lebzeiten einen kleinen Vorgeschmack auf das gibt, was uns in der Feinstofflichkeit erwarten wird.

Wissen Sie, wir alle sind die Elite. Jeder Mensch, egal woher er kommt.

Schließlich waren wir alle einmal die Ersten und die Schnellsten, sonst hätte uns die Mutter nicht aus ihren Lenden pressen können.

Und da fängt die Absurdität des Daseins überhaupt an.

Man bekommt das Leben geschenkt aber trotzdem müssen wir dafür bezahlen.

Damit meine ich nicht den Tod, sondern den Irrsinn zu Lebzeiten für alles bezahlen zu müssen, worauf man als Mensch sowieso ein natürliches Recht hat.

Jeder Mensch ist von Natur aus produktiv. Jeder!

Ob es nun der ist, der einfach nur seinen Hunger und Durst stillen will oder einer, der unbedingt Brücken, Häuser, Autos oder sonst etwas herstellt.

Und grade wir in unserer „ersten Welt“ sollten doch mittlerweile so schlau und gebildet sein, dass wir den täglichen Mord an Menschen endlich sein lassen können.

Wir sind so produktiv, dass es für viel mehr Menschen ausreichen würde, als unter dem kapitalfaschistischen Diktat, dem wir uns immer und immer wieder unterwerfen.

Mit welchem Recht, werden Jahr für Jahr allein in Deutschland ca. 93 Millionen Tonnen an Lebensmitteln vernichtet, wo doch immer mehr Hunger und Leid auf der Welt entsteht, der jetzt wieder in Kriege und Revolutionen und Mord enden wird.

Das ewige Gejammer des Geldes wegen kann man nicht mehr hören!

So sind Menschen eben.

Wir glauben, dass der, der viel Reichtum hat auch am Meisten Recht hat.

Was ein Quatsch.

Bildung hat nichts mit dem Bankkonto zu tun. Grundsätzlich gesehen.

Das dem nicht so ist, dass sieht man an unserer demographischen Entwicklung und deren Begleiterscheinungen.

Wie viele Menschen sind um Bildung gebracht worden oder haben sich darum bringen lassen?

Wie viele Menschen sind um ihr Leben und dessen Sinn gebracht worden oder haben sich darum bringen lassen?

Ja und?

Es gibt halt solche Vollspacken, die meinen Carpacchio wäre der kleine Bruder von Pinocchio.

Die glauben an solche Dinge wie die T-Aktie, Slogans wie: „wäscht weißer als Weiß!“, Riester-Rente oder das Amerika das Land der Freiheit wäre.

Manchmal denke ich sogar schon, dass solche Leute extra gezüchtet und geboren werden.

Schalten Sie einfach mal RTL (Hollands späte Rache für Arnheim) ein.

Was man dort für Menschen sehen kann, die grade mal über einen IQ wie fünf Meter Waldweg verfügen, spricht Bände.

Aber auch die haben eine Existenzberechtigung und gehören zur Elite, so unvorstellbar das auch sein mag. Und?

Gibt uns das das Recht über solche Menschen zu bestimmen und zu schröpfen?

Menschen auszugrenzen, sie um ihr Leben zu bringen was ihnen geschenkt wurde, genauso wie es Ihnen und mir geschenkt wurde, sie auszubeuten und letztendlich zu ermorden, das ist Faschismus.

Nahrungsmittelspekulationen, Billiglöhne von denen keiner leben kann oder der Plan der Weltherrschaft sowie Monopolisierung sind im Grundgedanken nichts Anderes.

Das ist ein weltweites Problem, kein rein Deutsches.

Und… Amerika ist pleite, Europa ist pleite, wir sind pleite. Und?

Das Leben geht trotzdem weiter.

Was meinen Sie, wenn wir alle es einmal begreifen und dem jetzigen System endlich seine letzte wohlverdiente Ruhe geben.

Was meinen Sie was passiert?

Denken Sie etwa, dann kommt die große Freiheit von der wir alle träumen?

Nein. Business as usual. Es geht immer so weiter. Nach dem einen System kommt ein Neues, ein noch perfideres.

Dieses System bekommen wir dann frei Haus geliefert von Menschen, die dank unserer Steuergelder und unserer Sorglosigkeit in die Politik und Wirtschaft, sowie Medien und Glaubenseinrichtungen gehen und uns alle in noch mehr Abhängigkeiten, Krisen und Kriege stürzen.

Es sei denn, wir sehen die vorherrschende Lage einmal als Chance für einen neuen Weg ohne diese Plagerei der Wertebemessung.

Wo das hinführen kann?

Das werde ich Ihnen nun auch noch verraten.

Das führt sogar in eine natürliche dauerhafte Regulierung der Weltbevölkerung und wir hätten plötzlich einen Überschuss sowie volle Speicher und Perspektive.

Sie halten mich für einen Spinner?

Auch gut. Solche Menschen wie Sie muss es ja auch geben. Ich toleriere Sie.

Nur noch eine Frage diesbezüglich:

„Hätten Sie jemals daran gedacht, dass es einmal so kommt wie es heute ist?“

Vor zwanzig Jahren hat man Menschen genau wegen solcher Thesen, die auf Rationalität, auf Freiheit und wirkliche Demokratie beruhen noch belacht.

Die Zustände sind so gekommen, wie erwartet.

In diesem Sinne, genug für Heute.

Bleiben Sie mir gewogen.