Hurra! Wir haben es fast geschafft! Von wegen Weltuntergang. So ein Quatsch!

Veröffentlicht: Januar 1, 2012 in aktuelle Themen
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Meine sehr geehrten Damen bis Herren.

Ich hoffe, dass Sie gut vom einen ins andere Jahr gekommen sind.

2012 kann kommen nachdem wir alle den großen Resetknopf bei Wünsche, Pläne und Ziele 2011 gedrückt haben.

Alles wieder von vorne.

Alles neu.

Vergessen sind die Sorgen des alten Jahres.

Freuen wir uns auf ein tolles Jahr mit vielen Abenteuern.

An viele haben Sie sich ja schon in den letzten Jahren gewöhnen dürfen und werden auch 2012 diese Altlast mit sich rumschleppen.

Die Bundeskanzlerin schwörte in Ihrer Neujahrsansprache die Bundesbürger auf ein schwieriges Jahr ein.

Schwierig deswegen, weil man in den oberen Etagen zwar mit Hochdruck Tag und Nacht an der Eurorettung arbeitet, sich aber noch nicht ganz sicher ist, mit was man den Bürger noch schröpfen kann im Namen der Demokratie.

Ja, meine Damen bis Herren. Demokratie.

Hätten wir wohl auch da mal aus der Geschichte gelernt, wäre uns vielleicht viel erspart geblieben.

Griechenland gilt als Wiege von Europa, als erste Demokratie.

Aber sind wir mal ehrlich.

Hätte das damals mit der Demokratie im Ursinn geklappt, wäre heute die Akropolis bestimmt keine Ruine sondern ein großes Gebäude in dem die vereinten Nationen sitzen.

Da an dem nicht ist, gehe ich mal stark davon aus, dass sich die alten Griechen schon an der Demokratie die Zähne ausgebissen haben.

So wie damals, so auch heute.

Die Demokratie erkrankt immer wieder daran, dass zwar alle Macht vom Volke ausgeht aber dadurch alles eine gewisse Beliebigkeit bekommt.

Alles ist beliebig geworden und die Wertvorstellung nimmt immer weiter ab.

Aber machen Sie sich bitte darüber keinen Kopp und sehen einfach nur gespannt in die Zukunft.

Böse Zungen unken schon lange in allen Kanälen, dass sich dieses Jahr endgültig die Vorsehung der alten Mayas erfüllt und die Welt untergeht.

Wenn an dem so sein sollte, dann bitte ich an dieser Stelle die Regierungen dieser Welt ihre Untertanen mit so viel Geld und Nahrung auszustatten, spielt ja dann eh keine Rolle mehr.

Gehen Sie morgen zu Ihrer Bank und lassen sich all Ihr Geld auszahlen und natürlich auch das Geld, was Sie sich nicht erarbeiten können.

Wenn wir dem Untergang geweiht sind, dann steht uns allen wie jedem Todeszellenkandidaten eine üppige Henkersmahlzeit zu.

Auf! Auf! Keine Angst. Geben Sie sich in den letzten Monaten bevor es knallt ihrer Wollust hin.

Schwelgen Sie in dem Luxus, von dem Sie bisher immer nur träumen konnten und Sie immer alle anderen abgehalten haben.

Alle Anderen, außer Sie sich selbst natürlich. Versteht sich ja von selbst.

Ihre Arbeit kündigen brauchen Sie nicht.

Gehen Sie einfach nicht mehr hin. Ihr Chef wird das bestimmt verstehen. Vielleicht treffen Sie ihn irgendwo unterwegs.

Wieso soll er sich noch Gedanken um seine Firma machen.

Treffen wir uns alle auf der Straße und feiern ausgelassen.

Feiern wir uns als Mensch und warten gespannt auf das große Feuerwerk.

Auf den letzten großen Knall.

Alles muss raus!

Wäre doch zu schade, wenn auch nur ein Happen, nur ein klitzekleines Krümelchen von der Endzeitfeier-Torte übrig geblieben wäre und Sie nach dem letzten großen Wumms, auf der anderen Seite der Existenz, der Feinstofflichkeit, nicht mitreden können!

Dann sind Sie wieder der Loser und Ihr unendliches Dasein beginnt mit Unkenntnis.

Also so wie bisher. Nur ohne die Bertelsmann und Springer Gazetten und Sender.

Wäre doch schade, nicht wahr?

Also! Schmeißt die Gelddruckmaschinen an!

Halt!

Moment mal.

Wieso eigentlich?

Wieso jetzt noch für irgendetwas bezahlen?

In den letzten Zügen unserer Existenz können wir uns nun ein bedingungsloses Grundeinkommen gönnen und somit erfahren, wie es hätte sein können wenn…

Jetzt, wo wir keine andere Perspektive mehr haben, sollten wir uns grade diese doch gönnen und uns mit uns allen aus aller Welt versöhnen, oder?

Ich war schon mal so schlau, dass ich meine Texte ausgedruckt habe und diese fest verschlossen in einem Tontopf verbuddelt habe.

Falls es irgendwann mal wieder ausgegraben wird, wird man diese Gedanken für eine Rezension der Bibel halten.

So sind wir Menschen.

Wir müssen immer an irgendwas glauben und sei es nur an eine steile Blitzkarriere als Zupfgeigenhansl und lustiger Tanzbär in Bohlens Talentschmiede.

Und! Gesetz dem Fall es gibt ein 2013.

Hey! Dann sind wir stolz drauf.

Wir sind alle mal richtig satt geworden und hatten einfach nur eine geile Zeit.

2013 wird dann weltweit das geburtenreichste Jahr in der Geschichte der Menschheit.

Ich weiß, war nur Spaß!

Es wird natürlich nicht die Welt untergehen.

Wie ich grade im Radio höre, hat der arm-erikanische Volksführer Obamamann grade 500 Milliarden Dollar für den Verteidigungshaushalt bewilligt.

Also, meine sehr geehrten Damen bis Herren, die Welt wird nicht untergehen.

Jedenfalls nicht von selbst.

Weißte!

Der Ami!

Nix auf der Tasche aber auf dicke Hose machen.

500 Milliarden Dollar an Geld fürs Töten von Menschen.

Einfach so.

Wenn man mal bedenkt, dass in Armerika fast 50 Millionen Menschen auf Lebensmittelmarken angewiesen sind, weil sie sonst verhungern würden…

Da sind 500 Milliarden an Militärausgaben eine gute Investition.

Aus dem Heer der hungernden Hillbillys lässt sich eine Menge Kanonenfutter rekrutieren.

Denn das ist wieder ein Job mit Perspektive. Uncle Sam sorgt schon für seine Recken.

Er versorgt Menschen mit hübscher unifarbener Arbeitskleidung, sorgt für Dächer überm stahlhelmbedeckten Haupt, es gibt drei Mal am Tag was zu beißen und man kommt weit in der Welt herum und lernt fremde Kulturen und Länder kennen.

Und!!!

Es gibt auch eine Hand voll Dollar dafür.

Hach. Wenn das nicht eine tolle Perspektive ist.

Da begrüßt man doch gerne das neue Jahr mit Böllerschüssen und Raketen, oder?

Bei dem Gedanken wird es mir echt eiskalt.

Was wir mit lautem Verzünden von Schwarzpulver feiern und böse Geister vertreiben wollen, dass hatten die Kinder im Irak bisher jeden Tag kostenlos.

Die Kinder im Iran und anderswo auf der Welt werden sich auch bald am bunten Explosionszauber am Himmel erfreuen dürfen. Da können Sie nicht mithalten, mit den paar Kröten, die Sie für Ihre Silvesterböller ausgegeben haben. Pah!

Hierzulande sieht es ja auch nicht besser aus.

Was man vor ein paar Monaten noch als Befreiung von der allgemeinen Wehrpflicht feierte, stellt sich heute ganz anders dar.

Den Grünkutten im schmucken, tarnfarbenen Nato-Einheitsdress laufen die Leute davon.

Nebenbei bemerkt: Die Bundeswehr hat im Dezember 11 noch über drei Dutzend Ausschreibungen an diverse Firmen rausgehauen.

In erster Linie bestehen die Angebotsanfragen für Ein-Mann-Ernährungs-Packungen sowie Mull und Verbandsstoff.

Aber auch andere Mittel wurden in großen Posten angefragt.

Mittel wie Seren, die nach biologischen und chemischen Angriffen zum Einsatz kommen…. Nur mal so zum Sagen…

 

War doch klar, oder?

Der bisherige Bundeswehrapparat wird man als völlig ineffizient und zu teuer bezeichnen und nach und nach verprivatisieren. Schließlich verfügen wir über genug Arbeitslose, Ungelernte und anderes leistungsscheue Klientel, dem man mal gehörig Raison beibringen muss.

Danke Copy Kalle für deinen kurzweiligen aber effektiven Job als Verteidigungsminister.

Und auch ein Danke an die Eltern unter Ihnen, die es ihren Sprösslingen bisher ermöglicht haben, ihre Fähigkeiten zu töten jahrelang schon im Kinderzimmer vorm PC zu perfektionieren.

Das ist doch mal eine Perspektive, oder?

„Naja. Wenn Jason Justin Claus Torben Maria nicht Deutschlands nächster Superstar wird, dann kann er ja immer noch zum Barras. Die casten ja auch grade.“

Wirre Thesen sagen Sie?

Nö, sag ich.

Ich male nur ein buntes Bild mit vielen schönen Worten. Das kann ich!

Falls Sie im Text Worte entdecken, die Ihnen unbekannt vorkommen…

Also, falls Sie sie nicht kognitiv verknüpfen können, macht nichts.

Ich weiß warum und stelle jetzt einen Text hier ein, der mir mal zugespielt worden ist und erläutert, warum es so ist, wie es ist.

Also, los geht’s.

„Das Ziel unserer Sendepolitik ist es, die Anzahl und das Bedeutungsspektrum der Wörter zu verringern, um die Kommunikation der Bevölkerung in enge, kontrollierte Bahnen zu lenken. Dadurch soll sogenanntes kritisches Denken unmöglich werden. Durch die neue Sprache, bzw. Sprachregelung, soll der deutschsprachige Fernsehzuschauer so manipuliert werden, dass er nicht einmal an Konsumverzicht denken kann, weil ihm schlicht und einfach die Worte dazu fehlen. Damit erfüllen wir den Auftrag der Konzerne, der Industrie, bzw. der Regierung, was ja dasselbe ist. Dieses Ziel müssen wir in den nächsten 10 Jahren erreichen und manifestieren, und zwar im Zusammenschluss mit den gleichgeschalteten Kollegen der anderen Sendeanstalten und der für uns produzierenden Firmen!“

Dieses Zitat eines Sendeverantwortlichen stammt aus den späten 80er Jahren des letzten Jahrhunderts, nur um Ihnen mal zu verdeutlichen, wie lange man das Eisen zu Ihrer Totalverblödung schmiedet.

Sehen Sie. Sie selbst sind gar nicht so dumm. Man sagt es Ihnen, dass Sie es wären.

Irgendwie muss man den Hirnlosen Herr werden.

Jawoll! Diesmal werdet Ihr beide Arme heben und der Führung zujubeln! Beide Arme werdet ihr heben!

Sehen Sie, mit einem Quäntchen mehr an eigener Bildung wäre das nicht passiert.

Und denken Sie bitte dran. Kein Kind wird doof geboren.

Wie soll es denn die Werkzeuge fürs Leben bekommen, wenn es nicht vorgelebt wurde?

So kommt unsere klasseneingeteilte Gesellschaftsordnung zustande.

Um es mit einem Bild zu verdeutlichen:

Es gibt Porsches.

Es gibt aber auch Ladas.

Beides sind Autos, nur die Qualität….

Ich höre grade die ersten Stimmen aus den hintersten Rängen nachrechnen:

„Hm…. Zehn Ladas sind so wertvoll wie ein Porsche!“

Dann nichts wie los. Sättigen Sie den Neugeborenenmarkt mit Ihren Lenden-Ladas.

So bunt läuft das Leben und man darf sich dann nicht wundern, wenn die Wege auf den Lebensautobahnen mit langsamen Ladas vollgestopft sind.

Aber leider war die Abwrackprämie… sorry…

Aber leider war das Kindergeld zu verlockend.

Bumsen für den Aufschwung! Poppen für den Weltfrieden!

Jeder Althippie aus den 60ern wird sich im feuchten Grab umdrehen.

Wie wir es drehen und auch wenden, jede Demokratie endet in der Beliebigkeit.

Jede Diktatur auch. Und auch alle anderen Versuche sind versandet und werden scheitern.

Einer nicht.

Doch das werde ich hier mit Ihnen nicht öffentlich diskutieren.

Sie wären entsetzt, wie leicht es wäre.

Ich gehe nur soweit, dass ich Ihre Phantasie ein wenig anrege.

Wie Sie ihr Leben in den Griff bekommen und wie Sie aus Ihrem Baby-Lada einen Porsche machen, dass bleibt Ihnen überlassen.

Ich kaue Ihnen doch nicht alles vor. Ein wenig Eigenleistung müssen Sie da schon selbst mitbringen.

Warum ich so lustige Dinge schreibe?

Leicht erklärt.

Bisher habe ich noch keinen von Ihnen weder auf irgendeiner Demo gesehen noch in einer Kultureinrichtung.

Hier im Netz treff ich euch alle! Und den Like-Button werden Sie wohl noch eigenständig ohne großartige Erklärung drücken können. Das traue ich Ihnen in vollem Umfange zu. Selbst RTL Dauerzuschauer in der dritten Generation.

Für mich als Künstler wäre der direkte Kontakt mit seinen Zuschauern und der Applaus natürlich traumhaft.

Es muss sich einfach rechnen lassen. Mir erspart es bislang die Mühe, Texte für die Bühne auswendig zu lernen und Ihnen erspart es die Misere, dass Sie Ihre Frau ins Theater zerrt.

Solange Pläne, wie oben beschrieben (…Durch die neue Sprache, bzw. Sprachregelung, soll der deutschsprachige Fernsehzuschauer so manipuliert werden, dass er nicht einmal an Konsumverzicht denken kann…) vorherrschen und man alles dran setzt, dass man Kultur immer weiter ausdünnt…

Schließlich bin ich nicht nur Künstler sondern auch ein kleines bisschen Kaufmann.

Betrachten Sie Ihr Leben als Firma und überlegen sich für sich Ihre eigene Firmenphilosophie.

Was nutzt es Ihnen einfach nur zu kopieren.

Sie haben genug Zeug für Ihre eigene Träume vom Leben und was Sie mit der Zeit anfangen wollen, in der Sie leben.

Sie haben das Zeug dazu. Ich glaube an Sie.

In diesem Sinne.

Bleiben Sie mir gewogen.

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