Meine sehr geehrten Damen bis Herren.

Schön, dass Sie merken, dass Sie vielleicht doch manipuliert werden. Und das mit Ausmaßen, die man sich selbst kaum erklären kann.

Wir reden über die großen Manipulatoren der Welt und schimpfen aufeinander wie die Rohrspatzen.

Dabei übersehen wir leicht die Manipulatoren im Kleinen.

Ein Beispiel, eine Metapher, fiel mir dieser Tage bei einem Gespräch mit einer Bekannten auf.

Sie habe sich jetzt einen Kristall gekauft, der ihr Trinkwasser reinigen soll.

Einfach den Stein eine Minute in den Händen reiben und mit Energie füllen.

Dann den Stein ins Wasser legen und es wird kosmisch und energetisch rein!

… und das würde helfen….

So, so….

Nun, wenn es hilft.

Ich gab ihr folgenden Gedanken mit auf den Weg.

Liebe XXX. Wenn Du das nächste Mal zur Quelle gehst, um Dein Wasser zu holen, dann versuchst Du mal den Weg. Pass auf: „Wenn Du den Kristall sowieso erst einmal eine Minute mit Deiner eigenen Energie versorgen sollst, damit er für Dich das Wasser reinigen soll! Aha! Soso. Hm…“

Da wurde sie ein wenig ungeduldig.

„Das nächste Mal füllst Du Dir Dein Quellwasser in eine Glasflasche (keine Plastikflasche! Wichtig!), reibst Dir Deine Hände warm, als ob Du den Stein mit Energie füllen wolltest und umfasst ohne Umwege direkt die Flasche und versorgst das Wasser direkt mit Deiner Energie.

Direkt vom Erzeuger. Wozu also noch Umwege gehen? Wozu?

Die Kraft kommt von Dir und die Kraft geht direkt in das Wasser, dass Du trinken willst.

Worauf wartest Du also noch?

Ändere selbstbewusst Dein Verhalten und gehe neue Wege.“

Das leuchtete ihr ein. Bislang hatte auch sie sich manipulieren lassen.

Heute findet sie immer mehr Mut, Ihre Energie direkt für ihr Leben einzusetzen.

Heute gibt sie sich nicht mehr so schnell auf, was ihrem Selbstbewusstsein zuträglich ist und was ihr persönliches Selbstwertempfinden enorm gesteigert hat. Sie kann wieder lachen.

Als Nächstes; so verriet Sie mir; habe sie sich ein größeres Ziel gesetzt.

Sie will lernen zu sich selbst zu stehen und somit auch ihre ersten Fältchen zu akzeptieren.

Wenn das nicht einmal eine Perspektive ist. Eine menschliche Perspektive von jemand für sich selbst.

Und da hat sie Recht.

Wenn ich geschäftlich unterwegs bin lerne ich sehr viele Menschen kennen.

Leider treffe ich immer häufiger auf Menschen, die langsam am eigenen Leib spüren, in was für ein Leben sie sich selbst haben pressen lassen.

Vielen geht’s ganz gut dabei.

Noch viel mehr dabei nicht so sehr, denn leider versprühen diese Menschen genau diesen negativen Charme der Wut und Verzweiflung über sich selbst.

Viele Menschen um die 40 bis 50 Jahre finden sich in einem Leben wieder, dass sie sich in ihren kühnsten Träumen nie für sich selbst erhofft haben.

Mittlerweile haben sie sich einem Spinnennetz der absolut biederen und durchschnittlichen Bürgerlichkeit hingegeben.

Einer Bürgerlichkeit, vor der sie immer geflohen waren.

Dann sind sie plötzlich um die 40 und fangen das Grübeln an und verharren innerlich in einer Schockstarre.

All die Träume und Talente, die Ideale und Ziele.

Sein eigenes Leben geopfert für ein System, was nicht mehr zu retten ist. Punktum.

Da kann man noch so rechnen, sparen und Geld drucken wie man will.

Wenn der Zug im Kopfbahnhof steht, dann ist Ende! Da geht’s nicht mehr weiter!

Verzeihung, ich werde damit bestimmt keine Stellung für ein Pro Stuttgart 21 beziehen.

Ganz bestimmt nicht.

Aber ist dieser Bahnhof nicht signifikant für unsere Zeit?

Wir halten jeden Tag an einem System fest, dass das Leben von immer mehr Menschen aufs Spiel setzt.

Und das strahlen diese Menschen oft aus.

Dieses innerliche Unbehagen und die Traurigkeit darüber, dass sie sich in einer Welt wiederfinden, die sie selbst so nie haben wollten und mit der sie nicht klar kommen.

Sie sind allerdings so sehr in dem Netz versponnen, dass sie sich nur noch sehr schwer aufbäumen können. Lieber Tür zu und Fernsehen an.

Da kann man sich dann an dem Leid Anderer hemmungslos ergötzen.

Da fällt mir die Headline der Bild dieser Tage wieder ein.

Bach und Zietlow im Interview: „ … wir brauchen keine Promis… wir brauchen… gebrochene Persönlichkeiten….. .“

Romantischer hätte es ein Josef Mengele nicht sagen können und diese Aussage ist fast vorschlagsreif für einen Friedens Nobelpreis im Voraus.

Unterhalten sollten sich solche Zuschauer einmal mit einem Flüchtling aus Afrika oder aus Bosnien.

Was das mit denen wohl macht, wenn sie sehen, wie viel Spaß es Menschen im goldenen Westen macht, anderen bei menschenunwürdigen Aktionen zuzusehen.

Wie viele Erinnerungen werden da wohl wach und was macht das mit ihm oder ihr?

So einen Mief verbreiten Menschen mittlerweile.

Und da wäre mal wirklich ein Appell an die Medienverantwortlichen von Nützen.

Schämen Sie sich eigentlich nicht für ihre Arbeit? Oder für Ihr Leben?

Das passiert vielen um die 40.

Denen mit Qualifikation steht ein riesiges Heer von Menschen gegenüber, das sich ohne großartige Ausbildung und Kenntnisse des beruflichen Metiers durchs Leben schlägt.

Aushilfskräfte sind zwar billig, verfügen allerdings oft nicht über die weitreichenden Standards, die für ein Unternehmen langfristig wichtig wären.

Es sei denn das Unternehmen hat sich so einen Crack geangelt, der oder die das tut, was er oder sie sagt und kann.

Und was werden Sie nun tun?

Weiter an Ihrem eigenen Stein reiben und hoffen auf Heilung und positive Energien oder sorgen Sie ab sofort für sich selbst ohne den nötigen Respekt, die Achtung und die soziale Kompetenz im Umgang miteinander und der Welt zu verlieren?

Bleiben Sie mir gewogen.

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