Meine sehr geehrten Damen bis Herren.

Das Einzige, was uns momentan ein wenig von der Eiseskälte ablenkt, ist heiße Diskussion um den ersten europäischen Sozialfall Griechenland.

Uns erreichen mittlerweile unter anderem viele Mails von Bundesbürgern, die sich damit auskennen, was es heißt, auf einmal vor dem nichts zu stehen.

Gestern noch den Kühlschrank voll und eine warme Hütte über dem Kopf, so kann es morgen schon damit vorbei sein.

Hundertfache Geschichten. Einzelfälle, die sich alle addieren lassen und aufzeigen, wie schlecht es wirklich um Europa gestellt ist. Einzelschicksale, die in der Masse erst richtig an Schrecken gewinnen.

Wir von der udoschueller Redaktion arbeiten nun unermüdlich den Posteingang ab und gönnen uns keine Pause mehr.

Deswegen verzeihen Sie uns bitte, dass wir nicht mehr auf jede einzelne Mail direkt antworten können, so wie in den letzten beiden Artikeln zur Griechenland Krise.

Wir sind am Rande unserer Kapazitäten angelangt und beraten darüber, wie wir das beste aus unserer Lage machen können.

Wie gesagt, uns haben viele Betroffene geschrieben.

Erfahrungswerte von Menschen, die man gezwungen hat, all ihre Ressourcen aufzubrauchen, damit sie nach schriftlichem Bettelantrag, in den Genuss von staatlichen Hilfen, sprich SGB II, sprich Hartz vier kommen.

Hartz vier, das staatliche verordnete Armutsausbau Programm.

Alles muss offen gelegt werden, nichts darf im Verborgenen bleiben.

Der administrative Körperscanner durchleuchtet alles und findet wie ein Metalldetektor auch noch den allerletzten verborgenen Eurocent im hintersten Winkel der Hosentasche.

Dieser Tage lief vor mir eine Mutter mit ihrem jungen Jungen durch die Stadt.

„Guck mal Mama! Da liegt ein zwei Eurostück auf dem Boden.“  frohlockte der Bube.

Ihr Sprössling wollte sich grade danach bücken, wurde allerdings von seiner Mutter rabiat am Arm zurück gezogen und von seinem Plan abgebracht.

„Lass ihn bloß liegen! Das gibt nur Ärger, wenn Du ihn anfasst! Das wird uns direkt auf Hartz vier angerechnet und abgezogen. Das bedeutet nur wieder viel Ärger und Schreiberei. Lass ihm bloß liegen! Schnell, komm weiter!“ herrschte ihn die Mutter an.

So reagieren mittlerweile viele Menschen, wenn sie irgendwo Euros finden.

Statistisch gesehen bücken sich mittlerweile mehr Menschen beim Gassi gehen mit ihrem vierbeinigen Liebling nach dem verrichteten Häufchen, um es einzusammeln, als das sich Menschen nach auch nur einem Euro auf der Straße bücken würden.

Feste tierische Ausscheidungsprodukte erhalten somit einen größeren Stellenwert, als die Übergangs- und Abwickelwährung Euro.

Jeder Kleingärtner weiß:

Düngt man die Erde mit biologischen Abfallprodukten, treibt das wenigstens die Rosen in die Höhe.

Stecken Sie mal einen Euro in Ihren Blumentopf und Sie werden sehen, dass nichts passieren wird.

Was hat diese Anekdote nun mit Griechenland zu tun, werden Sie sich sicherlich fragen.

Kein Geld, heißt keine Nahrung. Keine Nahrung heißt keine Verdauung ergo keine Dung.

Was haben unsere finanzwirtschaftlichen Biobauern der Banken und Versicherer nicht alles versucht, damit die Griechen wieder vernünftig scheißen können.

Ganz Europa wartet nervös zitternd auf die erlösende helenische Diarrhöe.

Verstopfung? Da gibt’s doch was von Naziopharm!

Die bittere Pille der als Demokraten getarnten Kapitalfaschisten, die alles wieder in einen harmonischen Fluss bringen soll.

Kurz nach Verabreichung der Rohr-frei Medizin fängt es im Inneren an zu rumoren und sich zu zersetzen, ein wenig später folgt dann der erlösende Stuhlgang.

Verzeihen Sie mir die projizierten Bilder, die nun folgen.

Aber jeder, der einmal Durchfall hatte, weiß wie die Schüssel danach aussieht.

Jeder weiß, wie erlösend es sein kann, wenn unter lautem Getöse der Druck im Darm entweicht.

Genauso ist es auf dem europäischen Boudoir.

Die verordnete Medizin will nicht geschluckt werden und die letzte Rettung bei Darmverschluss ist ein kräftiger Zwangseinlauf.

Es wird gedrückt und gepresst, bis einem das Weiße aus den Augen kommt und die Adern in den Pupillen platzen.

So sitzen die Staaten rund um den Olivenäquator nebeneinander auf der Gemeinschaftstoilette der Intensivstation der Euroklinik und hoffen auf die erlösende Medizin gegen die wirtschaftliche und politische Obstipation.

Sie winden sich in Krämpfen auf der Schüssel und flehen nach Erlösung und Darreichung des Allheilmittels Finanzspritze.

Drogenabhängigen wird immer erklärt, niemals die Spritze zu teilen.

Die Gefahr von weiteren Krankheiten, der Totalverlust der persönlichen Gesundheit und Unversehrtheit seien zu groß und führen nach langer schwerer Krankheit zum Tode.

Beim Euro ist das natürlich etwas ganz anderes. Da wird jedem dieselbe Spritze mit der gleichen Nadel in die pulsierenden Adern der einzelnen Volkswirtschaften gerammt.

Die Nebenwirkungen sind noch nicht ausgiebig erforscht, da die Währung Euro erst seit 2002 existiert und man mit so starken Abwehrreaktionen der Staatskörper noch nicht gerechnet hat.

Wenn man von der Einführung des Euros spricht, wissen Sie nun, wo sie ihn sich hinstecken können.

Anstatt langer Konsumkreisläufe zu durchlaufen ist er direkt für den Arsch gemacht.

Nicht nur dem Euro geht es so.

Die meisten Weltwirtschaften sind mittlerweile so immun gegen die positiven Wirkstoffe des Kapitalismus, das man sogar schon von einer monetären Laktoseintoleranz spricht, der Eurointoleranz oder kurz E-Intoleranz.

Hat man sich diesen üblen Virus eingefangen, geht’s mit Blaulicht auf Vorzugsfahrt ins nächste ESM-Hospital.

Dort wartet auf den Patienten das gemachte Krankenbett.

Wenn wir in Deutschland was haben, dann fähige Ärzte und Finanzmediziner, denn Deutschland gilt immer noch als der Jobmotor und heiliger Samariterboden in Sachen Aufschwung, Investitionen und Konjunkturprogrammen.

Schau, wie es bei den Krauts läuft. Wonderful, really. Da sorgt man für jeden.

Jeder bekommt eine Chance auf persönliche Anerkennung und dazu auch noch ein wenig Geld.

They call it: Haatz fier or something else.

Das funktioniert wirklich, ob Sie es glauben oder nicht.

Leidet in Germany einer an chronischem Finanz-Ileus, dem kann geholfen werden.

Reicht die persönliche Arbeitsleistung nicht mehr aus, um von einem Job allein zu leben unterstützt einen der Staat mit dem Aufstocker Dragee.

Hat einer nix gelernt oder keinen Bock auf richtige Arbeit, sei auch für ihn gesorgt.

Die werden alle Sänger oder Dschungelcamper oder einfacher Statist ohne Text im eigenen Leben.

Damit kennt man sich in Deutschland bestens aus.

Jahrelange Erfahrungswerte in der Manipulation der Masse kann man hierzulande vorweisen.

Wir wissen wie es geht. Deswegen brennt in der Deutschland AG auch immer noch das Licht.

Pünktlich alle halbe Jahre kommt die Stationsschwester Absurdia von der ARGE auf Visite vorbei und schaut nach, ob es dem Patient besser geht und er wieder aus eigener Kraft allein aufs Klo kann.

Weit wird er nicht kommen, solange er die Infusionsnadel noch im Arm stecken hat.

Solange sie dort steckt ist das Krankenbett belegt und das Eurohospiz kann mit einer guten Bettenbelegung und Einnahmen rechnen.

Jaja…. Solange man an der Nadel hängt…

An dieser verkeimten Mehrweg-Nadel hängen nun alle Staaten und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich durch Hygienemängel weitere Entzündungen bilden.

Auch damit kennt man sich in Deutschland aus und weiß die Problematik zu kaschieren.

Infiziert sich ein Bundesbürger mit dem Hartz vier Virus, wird er direkt isoliert.

Will sagen, nach Verlust der Arbeit, dem Verlust der Würde und Respekt, kommt er direkt ins Quarantäneprogramm.

Alles was er persönlich hatte muss zuerst vernichtet werden, bevor die heilende Medizin angewendet werden kann.

Lebt dann so ein Hartz vier Infizierter auch noch immer in Mitten seines gewohnten Umfeldes, ist es ein viel zu großes Risiko, ihn dort wohnen zu lassen.

In der heutigen Zeit ist es eine zu große Gefahr für die nationale Sicherheit, wenn jeder öffentlich mitbekommt, wie sein Nachbar innerhalb kürzester Zeit verwahr- und verhartzlost.

Wer schon mal Fotos von Crack oder Crystal Süchtigen gesehen hat, der weiß wovon ich spreche.

Kein schöner Anblick.

Ein Teil der Eurotherapie sieht dann vor, dass der Patient sein gewohntes Umfeld verlassen muss.

Schließlich ist er hochinfektiös und wie bei HIV und Krebs gibt es kaum ein Mittel auf Heilung.

Letztendlich wird er vor der Öffentlichkeit versteckt.

Ich weiß! Wie langweilig. Einzelschicksale. Pffff. Will doch keiner hören.

Einzelschicksale von über 7 Millionen Menschen in der BRD und das ist eine große Menge.

Hm… Nun sind wir wieder bei den Griechen und den anderen Infizierten.

In Deutschland gilt: Wer keinen Job hat, hat auch kein Recht mehr auf sein gewohntes soziales Umfeld.

Übertragen auf die finanzschwachen Staaten, wohin mit denen, die durch die Allheilmedizin zu abhängigen Junkies geworden sind?

Da stellt sich die Frage nach der Angemessenheit des Wohnraumbedarfs.

So wie Frau von der Leyen nach und nach die Menschen aus ihren Wohnungen schmeißen lässt…

wohin dann mit all den Griechen, den Spaniern, den Portugiesen und all die, die noch folgen werden?

Massenumzüge? Deportationen? Wohin mit ihnen, damit der Virus nicht noch mehr Menschen ansteckt?

Da kam vor ein paar Tagen eine Meldung aus den Reihen der CSU.

Edmund Stoiber ließ in gewohnter Silbenpuzzle Manier verlauten, dass er über neue Erkenntnisse verfüge, was die Behandlung der Menschen der Pleitestaaten angeht. (Anm. der Reaktion: Bazi Edes Rede haben wir nicht gekürzt oder verändert. Sie fand so statt)

Aus diesem Grunde hat er eine Arbeitskommission gründen lassen, die sich nur mit diesem Thema beschäftigt.

Hier ein exklusiver Auszug seiner Rede vom 09.01.2012 vor der IVGL

„Meine sehr geehrten Damen und. Die Probleme in unserem Land haben, die keiner mehr bezahlen.

Aber in nur 10 Minuten. So wird aus einem Problembär, äh… einem Pobrem, äh… Pogrom, … ein bäriger Grieche. Deswegen, fahren Sie mit der U-Bahn in zehn Minuten in den. Und erlegen Sie den Helenen.“

Nach einigem Protest aus den Fraktionen der noch rechteren und der CDU korrigierte er seine Meinung und kam mit einem ganz neuen Plan zurück zur Sitzung.

„Ich, äh… Wir. Also ich und meine Muschi, äh, meine Katze und ich. Nein. Doch. Ja, äh.

Meine sehr geehrten Damen und die Damen die den Männern angehören, also… äh ich habe mir mal ein paar gemacht und bin ganz zum Schluss gekommen!

Ich meine, ich bin zu dem Schluss gekommen. Und habe einen. Wir, äh Liebe Brüder und Brüderinnen. Wir stechen nun in See! Deutschland wird sich bereit erklären, die armen Menschen aus den Pleiteländern aufzunehmen.

Unsere Banken haben es zu verantworten und nun müssen wir die Löffel aussuppen für das Wohlbefinden anderer Nationen und befreundeter Banken, äh Staaten, äh Bankstaaten, äh… Staatsbanken. Genau! So wird ein draus!

Seit der Maueröffnung. Wir sind uns alle im Klaren darüber. Weil den Osten braucht kein Mensch.

Und wo kein Osten. Da brauchts auch keine Ostsee.

Die legen wir nun trocken und sorgen so für mehr bewohnbares Land und wir kommen dann alle in nur zehn Minuten mit dem Transrapid vom Münchner Bahnhof nach Schweden oder zu Ikea! Egal wohin sie auch immer. Auf alle Fälle. Wir alle treffen uns um zehn in Schweden.“

An dieser Stelle brechen wir Edmund Stoibers Rede vor der internationalen Versammlung geldverbrennender Länder (IVGL), wegen zu großer Gedankensprünge ab.

Sie sehen meine Damen und Herren, wie schwierig es ist und wie festgefahren die Verhandlungen sind.

Selbst ein gestandener Weißwurstlobbyist wie das lebende Satzbau Memory Edmund Stoiber hat große Probleme seine Visionen in Worte zu setzen.

Eines dürfte heute schon jedem hinterletzten Almöhi klar sein.

So kann es nicht weiter gehen.

Wir alle sind dazu aufgerufen, uns im Gefüge einer gefühlt globalisierten Welt neu zu orientieren.

Ein Mittel aus der alternativen Heilkunde ist seit langem bekannt, wird allerdings nicht öffentlich angewandt und gemieden wie das Weihwasser vom Teufel. Da es aus der Natur kommt, kann es die Wirtschaft und die Pharmaindustrie nicht patentieren und somit keinen Gewinn erzielen. Das geht nur mit chemischen Giften, die als Arznei verkauft werden.

Das Mittel, von dem ich spreche ist die Prevention.

Vorher denken und es einfach zu solchen Auswüchsen nicht mehr kommen lassen.

Das geht, wenn man vor allen Handlungen wirklich mal sein Gehirn benutzt.

Vielleicht begreifen wir es noch in aller letzter Sekunde, dass ein Leben ohne diesen Kapitalfaschismus und ohne ein monetäres Wertbemessungssystem auf einmal viel mehr Menschen satt würden und in Frieden leben können, als je zuvor.

Das würde sich letztendlich auch sehr positiv auf die weltweite Geburtenrate und das Problem der Überbevölkerung auswirken.

Wenn für alle gesorgt ist und man eine Lebensperspektive hat, plant man sein Leben ganz anders ein und setzt ganz andere Maßstäbe für sein eigenes Leben.

Allein für Frauen würde das die Überhand über das Patriarchat bedeuten, denn das „Versorgerprinzip“ hätte keinerlei Stellenwert mehr und würde mit neuen Reformen endlich gänzlich neu strukturiert umgesetzt.

Allein Frauen hätten die freie Wahl, den wirklichen Vater ihres Kindes zu kennen und zu lieben, fernab vom Versorgungsgedanken.

Das hieße, die Frau würde noch stärkere Maßstäbe ansetzen bei ihrer Wahl des kopulations- und reproduktions- freudigen und willigen Männchens. Frauen könnten frei über ihren Körper verfügen und in der Zeit ihrer Zeugungsfähigkeit nur den Kerl ran lassen, mit dem sie wirklich schlafen wollen.

So verhütet man fernab jeder Chemie, jeder Pille und jedem Gummimützchen für den Schniedelwutz.

Das wäre mal echt Bio.

Im Laufe der Lernprozesse für die Männchen wird man schon in der dritten Generation mit ersten Anwandlungen zur Übernahme neuer Denkmuster feststellen können.

Angenehmer Nebeneffekt ist dabei, dass zukünftig der Schwachsinn, die Gier und Machtstreben langsam aussterben.

Für Männer würde das den Weltuntergang bedeuten, weil sie ihre bequeme Machtposition nur ungern aufgeben.

Aber immerhin noch besser als weiter ungebremst in den Untergang unserer Kultur zu schliddern, wie wir es bisher tun und immer weiter tun werden.

An dieser Stelle schon mal ein „Hurra“ auf alle Mütter, die ihren Kindern nicht mehr den Sprengstoffgürtel umbinden oder sie als Soldat am Hindukusch in den sicheren Tod schicken zu müssen.

Langsam müsste es doch bei jedem Hinterwäldler angekommen sein, dass es nun Zeit wird sich neu zu orientieren.

Krieg ist sowas von 40er! So was von out, outer geht’s gar nicht mehr.

Teilen Sie uns doch gerne Ihre Ideen mit, wie Sie sich eine bessere Welt vorstellen. Für sich, Ihren Nächsten und den Übernächsten. Das sollten wir uns wert sein.

Im Herzen bei den Opfern des jetzigen Systems legen wir für den Rest des Tages eine Schweigeminute ein.

In diesem Sinne.

Bleiben Sie mir gewogen.

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Kommentare
  1. Jannis Perfidis sagt:

    Hallo Udo,
    hallo Norbert,

    vielen Dank für die neue aufrüttelnde Reportage zum Griechenlandkrieg. Gerne würde ich Einzelheiten aufgreifen, die Ihr hier schildert. Insbesondere die Aussagen von Herrn Steuber finde ich sehr erhellend. Die haben mich wirklich weitergebracht. Schön, dass es in Deutschland so viele Menschen mit Sachverstand gibt. Leider muss ich jetzt erst einmal aufs Klo; der geistige Dünnschiss aus Deutschland ist einfach eine treibende Kraft, nicht nur für Europa.

    Hier in Griechenland tut sich eine ganze Menge an Schrecken auf. Nach der großen „Heim-ins-ReichVerlosung“ und der sich anschließenden Ausreisevorbereitungen, werden Familien auseinander gerissen und die Menschen auf Schiffe verladen. Im Zuge meiner Hafenreportage, wurde mir vom Verantwortlichen Hans Führer versichert, dass alles ordungsgemäß ablaufe. Schließlich könne Deutschland beim Thema Menschenselektion, Familientrennung und Vertreibung auf Unterlagen zurückgreifen, die bereits vor sechzig Jahren erfolgreich geeignet waren, die germanische Unmenschlichkeit auf die Spitze zu treiben.

    „Nach so einer langen Zeit der Pause, sei es jetzt endlich so weit, dort wieder anzuknüpfen.“, so ein deutscher Wachhabender, der grade dabei war, ein altes Mütterchen von der Fähre zu stoßen.

    Ihr könnt Euch also vorstellen, dass ich Zweifel hege, ob Deutschland das gelobte Land sein kann. Nun ja – bei uns ist alles kaputt und wir müssen einfach glauben, dass EuroMerkel für uns nur das Beste will und nicht nur unser Bestes.

    So lieber Udo, lieber Norbert, – mein Schiff, die „Costa Bankrottas“, das Schwersternschiff der vor Italien gekenterten „Costa Colossos“, legt gleich ab. Nach einem Abstecher zu den griechischen Inseln, geht es dann auf große Fahrt, mit dem Ziel Helgoland. Jetzt heißt es Abschied nehmen vom schönen Nichtstun und immer mit Ouzo in der Sonne liegen, wie es uns Frau Dr. Merkotzi stets neidvoll vorgehalten hat.

    Daher werden wir auch gleich einmal kräftig in die Hände spucken, sozusagen zum warm werden, und gemeinsam mit der ganzen Schiffsbesatzung die Insel Paros abtragen, um einen ersten kleinen Beitrag für die stets gezeigte aber nicht gelebte deutsche herzliche Großmütigkeit zu leisten. Schließlich wollen wir die Ersten sein, die das deutsch-japanische Helgolandprojekt unterstützen. Zum Dank erhält jeder und jede Mitreisende einen hübschen weis-blauen Aufnäher für die Jacke, sogar mit deutschem Elektronikchip, damit keiner von uns unbemerkt verloren geht oder sich gar versehentlich davonschleichen kann.

    Abschließend noch mein Namensvorschlag für das Helgolandprojekt: „JaFuck“ – einfach weil das ganze Projekt so eine super upgefuckte Idee ist.

    Hoffentlich bis bald

    Euer griechischer (Noch-)Auslandskorrespondent Jannis Perfidis

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