Meine sehr geehrten Damen bis Herren.

Und?

Haben Sie sich auch schon für die EM eingedeckt mit nerv tötenden Vuvuzelas, Rasseln und Gasdruckfanfaren?

Krach schlagen und seinen Verein anfeuern.

Den Verein anfeuern….

Nicht das Stadion… Tz…

Alles muss man auch erklären heutzutage. Mann, mann, mann…

Manche schlagen nicht nur Krach sondern auch den Anhängern anderer Mannschaften auf die Fresse.

Klar. Gewalt verbindet.

Wird doch in der Regel während einer 90 minütigen Spielzeit ein wehrloser und friedlicher Fußball von unzähligen Fußtritten traktiert und malträtiert.

Ein harmloser Fußball aus Leder!

Leder, das einmal eine friedliche und harmlose Kuh zu Lebzeiten als Mantel trug!

Ein Lebewesen!

Das treibt nicht nur Vegetariern die Schamesröte ins Gesicht.

Klar, dass nach den letzten gewalttätigen Übergriffen in und um Stadien, Bahnhöfen und auch auf Autobahnen jetzt wieder die Diskussion über den Umgang mit militanten Fußballanhängern hochkocht.

Ein kleiner Tipp von unserer Seite, wie ganz schnell Ruhe im Busch ist.

Gewaltbereite Fans, Hooligans und deren Sympathisanten und Mitläufern sind in Zukunft direkt aus dem Verkehr zu ziehen, in dem man sie noch vor Ausführung einer strafbaren Handlung einer Sondertruppe der Bundeswehr unterstellt und direkt ab nach Afghanistan schickt.

Da gibt’s genug Gewalt und Action.

Ohne Wenn und Aber und ohne Rücksicht auf den gesellschaftlichen Stand des Aggressors.

Denn wer denkt, bei gewaltbereiten Fans handelt es sich nur um den allgemeinen gesellschaftlichen Bodensatz, die Hefe unserer kulturellen Entwicklung, der irrt.

Viele dieser Irrläufer haben feste Jobs in verantwortungsvollen Positionen, selbst bei großen deutschen Banken und Versicherungen.

Wochentags der liebe Angestellte aus der Personalabteilung und fürsorgliche Familienvater und am Wochenende gibt’s dafür richtig Kasalla!

Wer Gewalt will, der soll sie auch bitteschön bekommen.

Nach der Festnahme, kurze Vorführung vorm Staatsanwalt und Richter, nicht lange fackeln, kurze Einweisung darüber, wo’s gleich hingeht und ab geht die tolle Reise für mindestens 6 Monate nach Kabul zum Talibanklatschen oder ruck zuck an den Khyber Pass, den Amis helfen tonnenweise erbeuteten schwarzen Afghanen eintüten und versandfertig machen für die weltweite Distribution.

Leider scheint der Staat mit guten Ideen im Umgang mit Gewalt schlecht bestückt zu sein.

Wie sonst lässt es sich erklären, dass Staatsschutzorgane versagend wegsehen und wie im Falle der rechtsradikalen NSU, die knapp 15 Jahre mordend durchs Land zog, nicht in der Lage war, Täter Dingfest zu machen.

So ist es nun mal. Während linke Gruppen direkt als staatsfeindlich gelten, lässt man den Rechten eher freie Hand.

(An dieser Stelle distanzieren wir uns von jeglicher Gewalt. Egal, ob nun von rechts, von links, von oben, unten oder von vorn oder hinten.)

Nunja! Gegendemonstrationen bei öffentlichen Versammlungen und Kundgebungen rechter Gruppen bekommen langsam Volksfestcharakter.

Aber auch das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Zeigt man Präsenz und Ablehnung gegenüber faschistisch eingestellten Menschen und fühlt sich demokratisch frei, so vergisst man leider nur allzu oft sein eigenes Dazutun im Kampf gegen den Alltagsfaschismus, der sich in diesem Land genauso stark etabliert hat wie in den USA und in anderen Staaten dieser Erde.

Aber bleiben wir hier in der BRD. (BRD. Für jüngere Menschen ohne großartigen Bildungshintergrund: Da wo Du wohne tust. Okay?)

Gegen den alltäglichen Faschismus, wie Ausgrenzung, Benachteiligung, Körperverletzung, wirtschaftlichen und körperlichen Ruin, über Beihilfe bis hin zum Mord durch politische und wirtschaftliche Instrumentarien (zum Beispiel: Hartz vier bis hin zur banalsten Medienpropaganda der Mainstreammedien, die alle fröhliche ihr Liedlein vom Endsieg des Kapitalismus und der damit gewünschten Verbesserung der allgemeinen Lebensumstände, wie den Kampf gegen Hunger und Not in allen Ländern der Welt singen), tun wir leider nicht sehr viel, schauen weg und ignorieren ihn.

Auch klar, dass es fürs eigene Seelenheil besser ist, ein hoch intelligentes Tier, wie einen orakelnden Kraken zu fragen, ob man Europameister wird oder nicht.  

Viel Spaß nun beim Kauf von Fanartikeln und denken Sie immer dran:

Zuviel Veltins Bier macht Assauer, sorry…. Alzheimer…!

In diesem Sinne.

Bleiben Sie uns gewogen.

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