Meine sehr geehrten Damen bis Herren.

Mittlerweile sind es weit über 2 Billionen Euro, die alleine Deutschland an Schulden hat.

Über 2 Billionen.

Den Euro und auch Europa wird es bald so nicht mehr geben. Finden wir uns einfach damit ab. Punkt.

Wir erleben grade die Stärke der einzelnen europäischen Nationen. Ein Machtspiel sonders gleichen.

Jede Nation für sich bäumt sich auf im Kampf gegen den Normungszwang, den uns unser System auferlegt. Der Kapitalismus, so wie wir ihn leben, fordert noch mehr Tote, als jedes andere politische, kirchliche und wirtschaftliche System, das wir alleine in den letzten 2000 Jahren als für temporär das Beste hielten. 1989 im Rausche der deutschen Widervereinigung übersah man leicht, dass es nicht alleine nur um diese Vereinigung ging. Es war eher die Widervereinigung der politischen Systeme von Ost und West.

Wir in unserem Land kennen das auch. Wir hatten schwarze Regierungen, wir hatten Rote.

Wir hatten auch eine schwarz/rote.

Jeder, der sich ein wenig mit der Farbenlehre auskennt, der weiß was geschieht, wenn man Rot und Schwarz miteinander mischt.

Das individuelle Europa, die einzelnen Staaten bäumen sich gegen dieses Korsett der europäischen Gleichschaltung auf.

Das ist ein wahrer Grund für eine Krise und sollte doch auch dem dümmsten Karrieristen unter den Hinterbänklern in unserer von uns auch noch selbst gewählten Regierungskonstellation klar sein, dass das so nicht funktionieren kann. Die Europäer der einzelnen Nationen wehren sich mit aller Kraft gegen dieses einschnürende Euromieder. Wir alle lassen uns nicht einsperren in ein System nach amerikanischer Gesellschaftsnormierung.

Stellen Sie sich bitte folgendes vor.

Diese Frau im Korsett ist doch sehr nett anzusehen.

Mit freundlicher Genehmigung der Fotoagentur Mangatter, Dresden, 2007

Eine schöne Frau in einem edlen Korsett kann ein wundervoller Anblick sein.

Anmutig, stark und königlich.

Nehmen wir nun als Beispiel an. Diese Frau im Korsett wäre Europa.

Geil anzusehen und vielfältig. Das Korsett verleiht ihrem Äußeren ein gewisses Etwas.

Das ist Europa.

Im Laufe des letzten Jahrhunderts hat sich die Frau von ihrem Korsett befreit.

Sie war zwar damit schön anzusehen aber ihre Organe erlitten dadurch einen großen Schaden.

Organverschiebungen, Kurzatmigkeit und Verdauungsprobleme.

Von diesen Fesseln haben sich die Frauen befreit, denn bei übermäßigem Tragen des Korsett brachten Frauen kranke Kinder auf die Welt.

Das konnte so nicht weiter gehen.

So ist es auch mit Europa. Werden die einzelnen Länder in ein Korsett gezwängt, kommt es zum Konflikt. Organverschiebung = falsche wirtschaftliche Umverteilungen und Abbau der sozialen Bereiche. Kurzatmigkeit = Verhinderung der Kreativität. Verdauungsprobleme = Was am Ende von Europa unter heutiger Führung dabei herauskommt.

Wie blind muss man sein, dass man dieses System in weitere Krisen führen wird?

Unser gesellschaftliches und ökonomisches System ist doch jetzt schon bei 2 Billionen Schulden unglaubwürdig. Wie mag es dann erst bei 4 oder 5 Billionen aussehen?

Führen wir dann nicht nur Krieg am Hindukusch sondern vielleicht sogar am Grand Canyon?

Was muss noch passieren? Wie viele Tote und Verletzte muss es noch geben, bis wir endlich an der Existenzberechtigung unseres Strebens zweifeln und uns wirkliche sinnvolle Möglichkeiten im Umgang miteinander einfallen lassen.

Es ist doch verrückt, auf der einen Seite alles daran zu setzen, Arbeit so weit zu rationalisieren, dass es logischer Weise immer weniger davon gibt. So sagt man.

Und auf der anderen Seite erdreisten wir es uns, auf Menschen einzuschlagen, die man in die Arbeitslosigkeit und in die Abhängigkeit von sozialen Geldern treibt, um sie dann durch Maßnahmen noch mehr auszubeuten. Verrückt, was?

Europa im Korsett. Europa ist stark, allerdings nur mit seiner Individualität und mit seiner Vielfalt der Kulturen und Denkweisen. Europa ist geil. Jedes Land für sich. Durch dieses wirtschaftliche Korsett allerdings verliert es an seiner Ästetik und wird ohne seine auferlegte Rückgradstütze, dem Fäkalpakt, nie wieder frei leben können.

In diesem Sinne.

Bleiben Sie uns gewogen.

Ihr Norbert Schuhmann

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