Meine sehr geehrten Friedensnobelpreisträger bis Friedensnobelpreisträgerinnen.

Gratulation an uns alle. Toll, dass wir so ein friedlicher Landstrich sind. Es ist toll, mit ansehen zu können, wie sich die Menschen in unseren Ländern auf den Straßen treffen und fröhlich miteinander dieses Stelldichein feiern. Von Griechenland bis Spanien, überall tanzen die Menschen auf den Straßen und feiern. Jeder bringt etwas mit zu den angesagten öffentlichen Molotow Bottle parties und freut sich einfach nur an seinem Dasein. Nur den Deutschen scheint es im wahrsten Sinne des Wortes am Arsch vorbei zu gehen. Der Deutsche hat auch keine Zeit zum Feiern und zum Demonstrieren. Ihm reicht es, wenn er auf „Daumen hoch“ bei Facebook drückt. Damit ist seine Pflicht und Schuldigkeit getan, denn er muss sich mit ganz anderen Herausforderungen wie Dumpinglöhnen, sozialer Ausgrenzung durch Hartz vier, Nepp und Betrug am Volk, Volksverblödung durch unzureichende Bildung und permanenter Endsiegpropaganda der Medien in Absprache mit Vertretern aus Politik, Kirche, Wirtschaft und Militär, schlechter Gesundheitsversorgung, Auflösung des Mittelstandes und des Handwerks, weiterem Stellenabbau, fehlender Möglichkeiten zur persönlichen und beruflichen Entfaltung und Konsum von chinesischer Billigscheiße herum schlagen. (Diese Aufzählung ist natürlich unvollständig und könnte noch viel länger sein, aber ich will mich bei meinen Ausführungen so kurz wie möglich halten, denn das Internet ist nicht kostenlos, es kostet bares Geld für die Strom- und Energielüge der Anbieter. (Viele unserer Leser treffen für sich schon jeden Tag privat die Entscheidung, ob sie einen Blick ins Netz wagen oder doch mal lieber etwas kochen oder heiß duschen sollen.) Die Intelektuellen in unserem Land sind mundtot, vom System gekauft worden oder einfach nur zu satt, um die Missstände anzuprangern.

Deutschland hatte schon mal eine richtige Scheiß Zeit durchleben müssen, als man in diesem Land einen politischen Führer, einen Diktator, Berufsfaschist und überideologisches Sprachrohr der Prediger, Anhänger, Jünger und Pharisäer der Kirche des Mammons installierte, der selbst Ausländer, sprich Österreicher war.

Dieser Österreicher, der von denselben internationalen Politik- Kirchen- und Wirtschaftskreisen gesponsert wurde, die heute noch für die Krisen weltweit verantwortlich sind. (Schon allein diese Tatsache sollten sich alle die einmal vor Augen führen, die gerne „Ausländer raus!“ unreflektiert nachgrölen.) Noch heute vereinen die Ideologien des Geldes und der Wirtschaft alle anderen Glaubensrichtung in sich. Denn ohne Moos nix los. Weder im römischen Reich, nicht später in der Monarchie, im Sozialismus, nicht im Kommunismus, nicht im Faschismus und schon gar in dem System, dass man uns heute als Demokratie verkauft. Egal welchem System man nacheifert und danach das staatliche Konstrukt aufbaut, es hat immer mit einem Bewertungssystem zu tun, das mit Geld als internationales Tauschmittel die Staaten koordiniert und untereinander Handel treibt. Das nur mal so als kleine anregende Gedankenstütze. Geld regiert die Welt! Eine alte Weisheit, die noch aus der Zeit stammt, in dem Geld noch einen Wert hatte. Geld regiert die Welt, nicht Politiker, nicht Glaubensmänner und auch nicht die, die sich diesen Personenkreisen mit Wort und Tat verschrieben haben. Geld regiert nicht die Welt, Geld diktiert sie. Geld ist eine Diktatur und da bin ich dann wieder beim Faschismus. Diktaturen haben den bitteren Beigeschmack, dass sie Menschen ausgrenzen, sie unterdrücken und in ihrem urmenschlichen Drang nach freier Selbstverwirklichung soweit einschränken, dass sich Menschen sogar selbst und ihre Familien oder gegenseitig dafür umbringen. Für Geld tun Menschen alles, was man sich nur vorstellen kann. Alles. Wirklich alles, außer rational und sozial miteinander handeln. Geld sorgt für Wettbewerb und Neid, Gier und Hass und vielerlei Persönlichkeitsstörungen und Krankheiten. Wettbewerb steht im völligen Gegensatz zu einem Miteinander. Ein Miteinander, das wir heute Globalisierung nennen. Globalisierung ist nichts anderes als der Traum, die kranke Vision einer Diktatur und der Wunsch nach ökonomischer Rationalisierung der freien Selbstbestimmung. Rationalisierung und Ökonomisierung hat auf der einen Seite den Vorteil, dass auf der Welt viele wirklich gute Sachen erfunden wurden, wie das Rad und das Mobilklo zum Beispiel. Rationalisierung hat dazu geführt, dass Arbeitsprozesse vereinfacht wurden, die das Leben erleichtern sollen. Führt aber auch dazu, dass immer mehr Arbeit von immer weniger Menschen gemacht werden braucht und endet in einer Monopolisierung. Dass es dabei Menschen gibt, die Menschen verurteilen, dass sie keine Arbeit haben, also sich nicht an der Geld-Sucht beteiligen; aus welchen Gründen nun auch immer; ist eine unverfrorene Frechheit, die nur aus Mündern kommen kann, denen man ein Manko an sozialer Integrität, Verantwortungsbewusstsein, schwerer Systemabhängigkeit und reiner Menschlichkeit vorwerfen kann. Diese Menschen sollte man enteignen und aus dem Land schmeißen! Es sind Handlanger eines faschistischen Systems, der Gelddiktatur. Merke! Diktatur gleich Monopolisierung. Monopolisierung heißt Vormachtstellung und Alleinstellung von einigen Wenigen sowie von nur einem.

Jetzt höre ich schon einige sagen: „Was für eine linke Schwätzerin!“ An dem ist nicht so. Denn würde ich das tun, dann wäre ich in der Abhängigkeit einer Anhängerschaft eines fiktiven Wertesystems und müsste glauben, dass einer dieser Wege der richtige wäre. So glaube ich weder der Kirche, der Politik und schon gar nicht der Wirtschaft und der Medien. Vielleicht erinnert man sich an die Werbebotschaften seines Bankers, seines Gelddealers, der einen auf dem Weg durch die Abhängigkeit begleitet: „Lassen Sie doch Ihr Geld für sich arbeiten!“  Hat schließlich auch wieder etwas mit Rationalisierung zu tun, also mit der Erleichterung der eigenen Lebensumstände. „Wenn ein anderer meine Arbeit macht, brauche ich sie selbst nicht zu tun“. Das verspricht mehr Freiheit und Freizeit. Freie Zeit, in der man nicht arbeiten braucht. Sie macht ja ein anderer für einen. An dieser Stelle frage ich Sie: „Wer ist hier die faule Sau, die nicht selbst arbeiten will?“ Der Arbeitslose, den man aus dem Suchtprogramm geschmissen hat, mit Füßen nach ihm tritt und mit Ersatzdrogen vollpumpt, also Programme wie Entwicklungshilfe oder hier Hartz vier? Oder der, der verantwortungslos und verblendet vom schönen Schein der geldlichen Errungenschaften, damit umgeht und dafür sorgt, dass er und alle anderen auch immer weniger zu tun haben werden, vereint in der Gelddiktatur? Was ja nicht stimmt. Geld macht Arbeit oder besser gesagt, Mühe. Man muss wie bei einem Tamagotchi zusehen, dass es einem nicht ausgeht. Man muss es füttern und bedienen, es liebhaben und umsorgen, dann bleibt es einem scheinbar erhalten. Das raubt einem die kostbare Lebenszeit. Lebenszeit, die einem fehlt, etwas Sinnvolles mit sich selbst und seinem Dasein anzufangen. Der eigene Arsch ist einem immer am Nächsten, dazu sind wir erzogen worden. Werfen wir einen Blick auf die heutige Zeit, die kapitalistischer, nicht diktatorischer, nicht faschistischer sein kann. Ja, faschistischer! Denn Menschen, die dafür sorgen, dass andere bewusst ausgegrenzt, unterdrückt und getötet werden, die schere ich an der Stelle nochmal alle über einen Kamm. Das tun andere schließlich auch. Wieso auch nicht? So hat es mir das Geldsystem vorgemacht. Ich bediene mich nur der Werkzeuge, die mir diese Diktatur auf meinen Weg mitgegeben hat. Der „Staat“ allerdings, faul wie er ist, hat sich rationalisiert. Der Staat, der mit Steuern finanziert wird und der Allgemeinheit zu dienen hat, hat sich aus seinen hoheitlichen Aufgaben zurück gezogen und seine Arbeit der Privatwirtschaft abgegeben. Die Privatwirtschaft basiert auf Geld, also auf dem Diktat des Geldes, ist also eine Diktatur. Wirtschaft muss Gewinne erwirtschaften, sonst wäre sie keine Wirtschaft. Man grenzt dadurch Menschen aus, man sanktioniert ihn und raubt ihm damit seine Lebenszeit. Damit verdient man Geld für einen Diktator, dass sollte sich jeder Sachbearbeiter einmal durch den Kopf gehen lassen, wenn er wieder seine Quote erfüllen muss, damit sein Diktator ihn nicht selbst ausgrenzt und sanktioniert. Mit der Schaffung immer neuer Abhängigkeiten schafft man einfach nur immer mehr Möglichkeiten Menschen in die Armutsfalle zu treiben, denn das schafft Milliardenbeträge, die in der Gelddiktatur letztendlich vernichtet werden und keine wahren Erträge schaffen. Diese Diktatur ist auf Schulden aufgebaut, denn immer einer geht dabei leer aus, damit andere mit dem, was ihm eigentlich zustehen würde, wirtschaften können. Um nun diese Schulden loszuwerden und sich selbst zu bereinigen gibt’s für die Gelddiktatur nur eine Möglichkeit.

Krieg. Mit inszenierten Kriegen bereinigt man die internationalen Konten und dezimiert damit auch nebenbei die Bevölkerungszahlen, was oberflächlich betrachtet den Vorteil für die Wirtschaft hat, dass es nun wieder weniger Menschen gibt, die nach der Gelddiktatur schreien und ihre Staatsysteme wieder neu nach demselben Schema F aufbauen. Der ewige Turmbau zu Babel, verstehen Sie? Schieben wir nun nicht schon wieder den Amis die internationale Kriegstreiberei der letzten hundert Jahre in die Schuhe und machen sie hauptverantwortlich für das Desaster auf dem Planeten, das Thema wird langsam langweilig. Egal welchen Krieg wir nehmen, den die USA und ihre Bündnispartner zu verantworten haben, es steckt immer nur ein Diktator dahinter. Das ist das Geld und das auf Tauschmitteln aufgebaute Werte und Bewertungssystem. Der „Kapitalismus“ hat in seiner Geschichte mehr Menschen auf dem Gewissen, als damals die unter dem Ausländer Hitler und dessen internationale Geldgebern, Sponsoren, Befürworter, Mitläufer und Profiteure installierte Diktatur. Befreien wir uns nun endlich aus dieser internationalen faschistischen Diktatur, befreien wir uns aus der Sklaverei und von der Schuld, die auf unser aller Schulter lastet. Es wird Zeit, denn mit einfachen Demonstrationen hört dieses System nicht auf. Der Diktator lässt sich nicht das nehmen, was er von jedem tagtäglich fordert. Er hat Hunger, unstillbaren gierigen Hunger und Durst nach Geld. Er braucht Geld, so wie wir Nährstoffe in der Nahrung. Dafür fordert er von jedem die bedingungslose Abhängigkeit und die tagtägliche Huldigung seiner Produkte und Dienstleistungen. Sieht man das tägliche Sterben in Afrika, die Wut und Verzweiflung der Menschen hier in Europa oder wirft man einen Blick auf unser Land, in dem sich dieses Fehlverhalten soweit potenziert hat, das heute vor unserer Haustür und sogar beim Nachbarn nebenan der Hunger und die Verzweiflung herrschen, bekommt unser tägliches Handeln eine völlig andere Bedeutung. Das Diktat rechnet damit, es ist dafür ausgelegt und braucht diese Opfer, damit ein anderer der Gewinner sein kann. Ein Spiel auf Zeit und auf Leben und Tod. Wenn wir schon alle zum Sparen aufgefordert werden, dann sparen wir uns doch in Zukunft einfach die Diktatur des Geldes. Schaffen wir sie endlich ab und wir werden sehen wie wundervoll das Leben sein kann. Machen wir uns frei von dem Glauben, wir würden je etwas erreichen und wir wären besser als Andere und die Krone der Schöpfung. Wir sind alle menschlich gleich, nur mit dem Unterschied, dass es Menschen gibt, die ihren Kopf verantwortungsvoll einsetzen und mit dem Finger auf die Systemsklaven und Schwerstabhängigen zeigen. Wir leben in einer intermedial-mobilen Fabelwelt. Es ist nichts mehr davon da, wovon wir früher geredet und geträumt haben. Liebe, Leben, Freiheit. Weg! Alles futsch! Es mag da noch ein paar kleine Inselchen der Freiheit geben. Aber auch die sind nur noch mit einer Menge Geld, Connections und der richtigen Gesinnung oder Parteibuch zu erreichen. Heute soll ein jeder einen Bückling machen, sich wie eine drogenabhängige Nutte vom Hartgeldstrich an jeden Zeitarbeitsmarktfreier ohne Sinn und Verstand verkaufen. Man muss sich verleugnen und darf nur noch mit dem Strom schwimmen, wenn man an einer Gesellschaft teilhaben will, die nur auf Lügen, Ausgrenzung, Unterdrückung, Kriminalität und Mord basiert.

Wir gedenken heute an diesem Tag der Opfer, die wir alle durch die Untätigkeit und Verblendung und dem Glauben an das Geld zu verantworten haben. Das wäre ein Friedensnobelpreis wirklich wert. Bleiben Sie mir gewogen.

Babette Kirsch

 

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Kommentare
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