Archiv für Dezember, 2012

Meine sehr geehrten Damen bis Herren an den Empfängnisgeräten.

Die internationale Waffenherstellerbranche zeigt nach dem Schulmassaker in Conneticut, USA, bei dem ein auf Psychopharmaka verwirrter Jugendlicher harmlose Kinder, wie Phantasiegestalten aus einem Ballerspiel hinrichtete, erste Anflüge von Scham und Reue. Wer hätte das gedacht, dass Geschäftsleute und Mitarbeiter, die sich sonst nur mit dem Vernichten von Leben beschäftigen, menschliche Züge an sich entdecken. Es ist eben Weihnachtszeit, da wird selbst der Teufel ein wenig sentimental. Nach noch unbestätigten Mitteilungen aus der amerikanischen Presse zu Folge haben nun Waffen- und Pharmaindustrie gemeinsam ein marktreifes Präparat zum Schutz von Kindern entwickelt, das über zwei Jahre bei zweimal täglich rektal verabreicht, dem Kind optimalen Schutz gewähren soll. Man hat in kürzester Zeit in Kinderzäpfchen entwickelt, dass dem Kind im Rahmen der zulässigen Höchstgrenzen, eine Extraportion Vitamin E, also Eisen, verabreicht. Eisen soll, so die Pharmazeuten, ein potentielles Opferkind von innen heraus stählen, das bei akuten Beschuss des Kinderleibes, die Eindringtiefe von Projektilen um bis zu 63% verkürzt und so schlimmere innere Verletzungen gemindert werden sollen. Zu den Nebenwirkungen und Wechselwirkungen ist bisher noch nicht viel bekannt, außer das bei Überdosierung und zu viel Flüssigkeitsaufnahmen sowie schwitzen, baden oder duschen, die Kinder anfangen können zu rosten oder sie bekommen rote Haare. Allerdings ist das Präparat noch nicht so weit ausgereift, dass bei direkten Kopfschüssen, die Kugel nicht im Kopf stecken bleibt, da man bei einigen Menschen davon ausgeht, dass dort nichts drin ist, was die Kugel aufhalten könnte. Pharmaindustrie  sowie Waffenindustrie versprechen sich davon einen aktiven Beitrag zum Opferschutz und einen neuen Meilenstein in der Gewaltprävention.

Bleiben Sie uns gewogen.

Norbert Schuhmann

Eisenzäpfchen für Kinder. Neue Form des Schutzes?

Eisenzäpfchen für Kinder. Neue Form des Schutzes?

 

Meine sehr geehrten Damen bis Herren an den Empfängnisgeräten.

Jahresendzeit, dunkle, kalte, eisige Zeit, in der sich kaum einer gerne lange freiwillig draußen aufhält. Da rottet man sich gerne in gemütlichen, warmen Stuben zusammen, wenn man von der Tafel kommt oder vom ausgedehnten X-mas Extreme Shopping. Shopping auch nur noch dann, wenn man muss.

Heute kann man sich schließlich seine Waren und Geschenke zum Christenfest vom DHL oder Hermes Sklaven bringen lassen, die sich für einen selbst an den Päckchen im Ausbeuterbilliglohnjob um den Verstand schleppen. Wir finden, es ist an der Zeit, mit diesen Missverständnissen aufzuräumen. Es ist nicht das Christkind, das die Geschenke bringt. Diese wurden auch nicht von einem Herrn Sankt Klaus (besser bekannt unter dem verkaufspsychologisch gut gewählten Namen Santa Claus) am Nordpol von körperlich benachteiligten Menschen ( was anderes sind Wichtel und Zwerge nicht ) in liebevoller Kleinarbeit hergestellt.

Hier in Deutschland arbeiten körperlich, sowie auch geistig benachteiligte Menschen entweder in Behindertenwerkstätten oder in der Politik und in Führungspositionen der Wirtschaft, Kirche und Medien.

Sankt Klaus musste schon vor Jahren seine Produktionsstätte am Nordpol aus geoklimatischen Gründen (Erderwärmung und Polkappenschmelze) nach China verlagern. China hat da ganz tolle Möglichkeiten und ganz tolle Werksverträge. China stellt sogar eigenes Personal dafür ab. Natürlich keine Facharbeiter mit berufsrelevanten Kenntnissen sondern arme Wanderarbeiter, die aus ihren Heimatregionen vertrieben oder unter Zwang deportiert worden sind. Leider sind durch die Zerstörung der Weihnachtsmann Produktionsstätten am Nordpol die Originalpläne und Schnittmuster der Weihnachtswaren verloren gegangen. Das macht den Chinesen nichts aus, denn sie sind neben Guttenberg und Kujau Meister im Kopieren und Nachbauen. Natürlich können heute in Zeiten des Ausbeuterkapitalismus, der modernen Sklaverei und Prostitution sowie der Schwarmgier aus Gründen der Kostenminimierung nicht mehr die normalen und gesundheitlich unbedenklichen Werksstoffe verwendet werden. Man mischt dort gerne zum Beispiel Viren unter Tiefkühlerdbeeren, Gifte in Textilien, Spielzeug und Babybreis, die hier den Beschenkten und Nächsten krank machen können und sogar umbringen. Viele der Gifte, die Sie Ihren Kindern in Ihren ach so schönen billigen Chinaprodukten zumuten verändern die DNA des Kindes. Deswegen wundern Sie sich bitte nicht allzu sehr, wenn Ihr Kind beispielsweise an ADHS erkrankt oder vielleicht sogar mal ein Amokläufer wird, der munter seine Klassenkameraden ums Eck bringt.

Wenn er in der Schule auch nix anderes kann, das kann er ja gut, denn Sie haben ihm vor Jahren vielleicht mal ein Ballerspiel für die Playstation oder den PC gekauft. Vielleicht sogar noch eine CD mit seiner Lieblingsmusik von gewaltverherrlichenden Gangsterrappern. Ihr Kind weiß mittlerweile genauso gut übers Töten Bescheid, wie ein Soldat am Hindukusch, wenn nicht sogar besser. Natürlich darf man heute auch keinen Wert mehr auf Qualität der Waren legen und muss froh sein, wenn man für seine Lieben überhaupt noch das Richtige und Unbedenkliches zum Fest bekommt. Schenken Sie sich zum Fest doch kugelsichere Westen, Splitterschutzdecken und Stahlhelme. Wäre doch eine Idee, oder? Viele von Ihnen fahren über die Festtage zur Bescherung mit der Bahn zur Verwandtschaft. Wie man weiß, explodieren bei der Bahn nicht nur die Fahrpreise und die Kosten für Stuttgart-21. Ohauerha werden Sie vielleicht grade denken und Sie sind entsetzt. Dann gönnen Sie sich doch schnell einen gepanschten und überteuerten Glühwein auf einem Ihrer Lieblingsweihnachtsmärkte Ihrer Wahl. Lassen Sie sich aber nicht Ihren sauer verdienten Niedriglohn von den Glühweinstand Verkäufern aus der Tasche ziehen. Vertrauen Sie da eher auf das Fingerspitzengefühl von Facharbeitern aus Rumänien und anderen ehemaligen Ostblockstaaten. Auch hier sind wieder fleißige Kinderhände am Werk und Sie werden echt überrascht sein, was man Ihnen alles aus der Handtasche, dem leger offenen Rucksack oder der Gesäßtasche fingert. Freuen Sie sich, wenn Ihnen nur Ihr Geldsäckel fehlt und Ihnen nicht während eines Weihnachtsmarktbesuches die eigene Bude leer geräumt wird. So macht Weihnachten Spaß und man kann sich getrost an ungefährlichen Lichterketten und Schneeimitatspray aus der Dose erfreuen. Vielleicht wäre dieses Desaster nicht passiert, wenn Sie Ihre Brut von klein auf nicht so einen Mist erzählt hätten, dass das Christkind die Geschenke bringt. Stehen Sie dazu und verleugnen Sie sich nicht. Sie sind der Mildtäter, der Beschenker und Spender. Stehen Sie dazu und erzählen Sie Ihren Kindern keine Lügen mehr. Vielleicht ist das einer der grundlegenden ersten Schritte, wie Sie Ihre Kinder zu mündigen und urteilsfähigen Bürgern eines selbstbewussten Landes erziehen. Keine Lügen mehr über falsch verstandene Sozialromantik und verkehrte Interpretation biblischer, christlicher und westlicher Traditionen.  

Gönnen Sie sich dann nach so vielen Festvorbereitungsstrapazen eine Weihnachtsgans, die nicht unter gesundheitlich und ethisch bedenklichen Umständen gemästet oder lebend gerupft wurde. Mittlerweile kann man das Gefühl selbst nachvollziehen, was es heißt, wenn einen jemand bis aufs letzte Hemd auszieht und Preise verlangt, als wäre man im Stammgast im Edelpuff. Vielleicht gönnen Sie sich dieses Jahr auch einfach nur mal ein gutes Stück Rindfleisch. Japanisches Kobe Rind ist dieses Jahr nach Fukushima vom teuersten Fleisch der Welt zum Billigrestposten verkommen, sodass Ihr Cäsium 23 Steak nicht nur lecker auf dem Festtagsteller was her macht sondern hängen Sie es doch als strahlenden Christbaumschmuck dekorativ in die saure Billigtanne, die von ostblöckischen Wanderarbeitern in heimischen Wäldern geschlagen wurden. Der Appetit ist mir sowieso schon vergangen. Da muss ich nur an diese unsägliche Beschneidungsdebatte denken, der schwanzeingezogene Ko Tao vor rückständigen Ansichten, dass ein Schöpfer an sich es nötig hätte seine Kinder nach dem Durchleben der Presswehen noch mit Beschneidungsschmerzen versehen zu müssen. Seit dem ist mir die Lust auf Calamares total vergangen. Und ich denke auch, Beschneidung in Hinsicht auf die Qualität deutscher Kassenärzte, das geht nicht lange gut und so sehe ich schon die erste große Headline in der Bild Zeitung: „ELTERN KLAGEN AN! BESCHNEIDUNG MISSGLÜCKT! FALSCHES ENDE WEGGEWORFEN!“ Jawoll! Verschließen Sie zum Jahresende Ihre Augen vor der Realität und narkotisieren Sie sich mit dem Allerheils und sozialromantischen Lügenmist, es sei alles Gut und die Welt so friedlich und toll. Quatsch! Sie ist voller Massenmörder und anderen grausamen Psychopaten, wie wir grade tränenschwanger aus den USA erfahren haben.

Aus diesem Grunde gedenken wir heute und in der nächsten Zeit an die toten Kinder des Schulmassakers in Conneticut. Wir gedenken auch der Kinder, die von amerikanischen und anderen Soldaten und Auftragsmördern in Afghanistan und anderen Krisenherden auf dieser Welt jeden Tag ums Leben gebracht werden. Wir gedenken auch der Kinder, die für die adipösen Wohlstandskids westlicher Länder unter faschistischen und ausbeuterischen Umständen Spielzeug herstellen müssen, mit dem sie selbst niemals spielen werden und natürlich den Japanischen Fukushima Kids, die einer strahlenden Zukunft entgegen sehen können. Welches Kind hat heute noch so ein großes Glück?

Ja! Bei so viel realer Grausamkeit in der Welt muss man sich belügen und am Billigfusel berauschen, denn so viel niedere Grausamkeit hält keine gesunde Menschenseele aus ohne sich nicht irgendwann selbst gegen zu wehren. In diesem Sinne. Bleiben Sie uns gewogen.

Ihr Weihnachtsengel Babette Kirsch   

Babett Kirsch als Weihnachtsengel mit freundlicher Genehmigung von Fotostudio Mangatter

Babett Kirsch als Weihnachtsengel mit freundlicher Genehmigung von Fotostudio Mangatter

 

 

 

Meine sehr geehrten Damen bis Herren an den Empfängnisgeräten.

Nachdem die Bundesregierung ihre Zustimmung zu doch sehr archaischen und überholten Glaubenstraditionen anderer Kulturen gegeben hat, in dem man Menschen ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit abspricht müssen wir leider erkennen, dass es mit der eigenen Religion nicht mehr weit her sein kann.

Die neuen zehn Unisex-Gebote, als reformierbarer Vorschlag angepasst auf die Gegenwart:

Erstes Gebot:

Ich bin Dein Gewissen, das Dich in Deiner Zeit als Mensch zwischen Deiner Geburt und Deinem Tod begleitet, lehrt, schützt und führt. Ich bin Dein Gefühl, Dein Licht, Deine Führung, Deine Liebe, Deine Toleranz, Deine Barmherzigkeit, Dein Gewissen, Deine Gnade, Deine Weitsicht, Dein Herz, Deine Güte und Dein Sozialsinn. Ich bin Deine Allgemeingültigkeit während deiner Zeit auf Erden. Ich bin Du, sowie auch ich Dein Vater und Deine Mutter bin und auch Dein Nächster. Ich bin alles was Du in dieser Zeit brauchst und hast. Falls Du an Dir zweifelst, wirst Du die Antwort in Dir selbst finden. Ein Bild brauchst Du Dir von mir nicht zu machen, da ich Dein Gesicht, deine Seele und Deine Gestalt bin, sowie auch alles andere um Dich herum Dein Gesicht, Deine Seele und Deine Gestalt hat. Gehe also sorgsam mit Dir um, dann wird es auch Dir wiederfahren in Deiner Erdenzeit. Alle Menschen, ob männlich oder weiblich im Geiste wie im Körper sind desselben Ursprungs und gleich.

Zweites Gebot:

Dränge anderen nicht Deinen Glauben an Politik, Kirche und Wirtschaft auf, denn er ist sowieso für jeden gleich gültig und in und für jeden und jeder zu jeder Zeit allgemeingültig. Achte sein/ihr Leben mit Respekt und Verantwortung.

Drittes Gebot: 

Begehe jeden Tag wie einen Feiertag und überlege gut, denn Deine Zeit ist kostbar und begrenzt.

Viertes Gebot:

Ehre und sorge für Deine Erzeuger sowie Du auch Sorge trägst für Deine Nachkommen und Deine Nächsten.

Fünftes Gebot:

Trachte nicht einem/er anderen nach dem Leben und seiner/ihrer Lebenszeit, grenze ihn/sie nicht aus, beute ihn/sie nicht aus und lasse ihn/sie nicht Dinge tun, die nicht im Sinne Deines und oder seines/ihres Gewissens sind. Du sollst nicht sanktionieren noch strafen, denn Dein eigenes Ende wird Strafe genug sein. Zwinge ihm/ihr nicht Deine Lust und Gier auf. Sorge für seine körperliche, seelische und geistige Unversehrtheit und Vollkommenheit. Führe nicht Gewalt oder Deine Überzeugung gegen Deines Nächsten aus. Behandele Deine Lebensgrundlage mit Respekt und sorge dafür, dass auch Deine Nächsten in den Genuss einer intakten Umwelt kommen.

Sechstes Gebot:

Wenn Du die Liebe zu einem/er Anderen verspürst, so sorge für ihn/sie und teile mit ihm/ihr Deine Lebenszeit. Sollte Dich dieses Gefühl erneut überkommen so sorge auch für den/die für die Dein Gefühl erloschen ist.

Siebtes Gebot:

Begehre nicht eines/er Anderen Dinge, Tiere, Angehörige, denn das Leben stellt Dir alles zur Verfügung. Du hast ein Recht auf einen unversehrten und gesunden Aufenthalt auf Erden.

Achtes Gebot:

Trete für die Wahrheit ein in Wort und Schrift und halte sie hoch, denn sie ist einer Deiner Grundpfeiler Deines Daseins. Keine Lüge ist es wert, dass sie gelebt wird auch wenn andere Dich dazu zwingen um einen Vorteil für sich heraus zu schlagen. Nenne sie beim Namen und mache sie öffentlich.

Neuntes Gebot:

Greife nicht nach Deines/r Nächsten Besitz und Haus. Weder aus eigenem Interesse noch im Interesse Deines Arbeitgebers, der Allgemeinheit oder Anderen, denn besitzen wirst Du auf Erden nie etwas, Dir wird es nur für Deine Erdenzeit geliehen. Du nimmst nach Deiner Lebenszeit nichts mit.

Zehntes Gebot:

Glaube und urteile nach Deinem Gewissen. Teile, so wird Dir gegeben. Gehe achtsam, respektvoll und ehrfürchtig mit den Leihgaben in Deiner Lebenszeit um, damit sie auch Deinem nächsten noch dienlich sein können. Glaube nicht an das Geld, an Banken und die seelenlosen Verkäufer, die sich von ihrem Gewissen abgewendet haben. Glaube nicht den Worten der Pharisäer. Wenn Du auf einen gewissenlosen Menschen triffst, erinnere ihn an seine Menschlichkeit und hilf ihm wieder auf den Pfad des Lebens, damit auch er wieder einen rechten Sinn in seinem Leben sieht, damit auch er wieder anderen helfen und dienen kann.

Bleiben Sie uns gewogen.