Meine sehr geehrten Damen bis Herren an den Empfängnisgeräten.

Schon allein die Überschrift „Titten, Titten, Titten.“ treibt mir die Klickzahlen in die Höhe. Meine Damen, was haben Sie denn auch anders in einem Patriachat erwartet, in dem Sie immer noch als zweite Wahl in der Genese angesehen werden? Die Frau, als Verführerin, als Ehefrau und Hure. Die Frau, die Ur-Eva, die einst Adam zum Apfel verführte und sie dann gemeinsam aus dem Paradies getrieben worden sind von ihrem Schöpfer. Wobei der „Schöpfer“ auch nur der Phantasie alter Herren entspringt, die niemals wenigstens mit einem ihrer Körperteile in die extatischen Tiefen eingedrungen sind um als Praktizierender von Höhepunkten in ihrem Leben sprechen zu können. Viele dieser „alten Herren“ in wallenden Gewändern haben es eh nur mit Jungs, so wie man in der letzten Zeit immer häufiger in den Medien und aus Erfahrungsberichten Betroffener entnehmen kann. Was haben Sie denn auch anders von unserer Gesellschaft erwartet, die Sie bisher nie auf gleicher Augenhöhe anerkannt hat und es zum Teufel auch niemals tun wird? Was erwarten Sie von dieser Gesellschaft, in der in den Medien für auch die letzte vom Original zu billigster Chinascheiße kopierten Produkten mit jungen, heißen Bräuten geworben wird, damit sich der Kram besser verkauft lässt, wenn man Titten mit ins Spiel bringt, sie sich lasziv und fordernd, nett lächelnd und sich als williges und billiges Gutzle zum Produkt obendrauf prostituieren? Was erwarten Sie von einer Gesellschaft, die sie aus anderen Ländern unter falschen Versprechungen auf eine Modellkarriere oder sonst einem lukrativen Job an Männer verkauft, die sie dann hier zur Prostitution zwingen und sie ausbeuten? Was erwarten Sie von einer Gesellschaft, die sexistischer, pornographischer und ausbeuterischer nicht sein kann? Was erwarten Sie von einer Gesellschaft, die Ihnen in Ihren frauenspezifischen Trivialliteraturen und andere Schmonzetten, Geschlechtsgenossinnen als Societyladies vorsetzt, die sich auf irgendeiner Party einen Sportler, Künstler oder sonst irgendeinen „wichtigen“ Mann an den Hals schmeißt und Ihnen vormacht, dass der Viehmarkt der Eitelkeiten Ihnen den Eintritt in eine unabhängige Zukunft in Glanz und Glamour, Luxus und Champagnerlaune, zu Ehre und Aufsehen verhilft? Da brauchts nur einen Loddar Mathäus, der alle paar Monate mit Hilfe der Presse ihrem dank Makeup netten Äußeren, die Steigbügel in die Szene reicht und aus einer nichtssagenden und untalentierten jungen Frau über Nacht zur Designerin, DJane oder sonst etwas Exotischem macht. Was erwarten Sie von einer Gesellschaft, an der Sie nur als „schönes Objekt“ dazu gehören dürfen, wenn Sie ihre Nahrung auskotzen müssen, damit Sie in die Klamotten von irgend einem schillernden Designer passen, weil er Ihnen verspricht, dass Sie mit seinem Fummel und nur mit seinem Fummel zur Prinzessin werden, damit Sie alle zur Prinzessin werden? Was erwarten Sie von einer Gesellschaft, die sie daran misst, wieviel Silikon Sie sich unter Schmerzen über die keiner zu wagen spricht unter die Haut haben schieben lassen, damit man sie überhaupt wahr nimmt. Was erwarten Sie von einer Gesellschaft, die Sie dazu zwingt, sich ihr Gesicht mit Botox zu einer regungslosen Fratze spritzen zu lassen und was erwarten Sie von einer Gesellschaft, in der Frauen körperlich beschnitten werden und Sie ihr Antlitz hinter einer Burka oder einem Schleier verstecken müssen, nur weil es traditionsbewusste Männer und Religionswächter von Ihnen verlangen?

Was erwarten Sie von einer Gesellschaft, in der Sie nach einer Vergewaltigung in katholischen Krankenhäusern nicht behandelt werden und gezwungen werden, die Brut ihres Peinigers auszutragen, sie aufwachsen sehen und ihm eine Zukunft geben müssen? Das soll ein Kind der Liebe sein?

Was erwarten Sie von einer Gesellschaft, in der Männer alles sein dürfen, sogar Frauen aber Frauen selbst nicht als Mensch oder nur als Mensch zweiter Klasse anerkannt werden im Job und im Allgemeinen?

Und nun kommen Sie daher mit einem Aufschrei und mit einer Sexismusdebatte, weil sich ein geriatrischer Don Juan einer unwichtigen Partei einer Vertreterin der Presse anzüglich genähert haben soll. Jetzt starten Sie auf einmal einen Weg zurück in die Prüderie ganz nach dem infantilen Vorbild amerikanischer Gesellschaftsideologien. Jetzt, nach einer Zeit, in der jeder Idiot und jede Idiotin vor die Kamera gezerrt wurden, damit er/sie fleißig ausplaudern, wie toll die letzte Gangbang Party im Swingerclub war und wie schön es doch ist, wenn man sich beim Sex den Arsch versohlen lässt und die ganz devote Stute gibt, weil man dann wieder die Erdung zum Frau sein so richtig spüren kann. Mädels…. Wir müssen mal über die Themen Selbstwertgefühl, Stolz und Selbstbewusstsein reden! Denn wer im Dschungelcamp Schwänze frisst sollte in der Sexismusdebatte noch mal nach neuen Ansätzen suchen….

Bleiben Sie mir gewogen. Ihre Babette Kirsch

 

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Kommentare
  1. Nonnen sagt:

    Die Gender-Mainstream-Ideologie hat uns doch permanent eingeredet, es gäbe nicht „typisch Weibliches“; was wundert, dass Mann glaubt, Frauen denken und empfinden genauso wie er. Wenn dazu noch durch das Gender „social engineering“ die eigentlichen weiblichen Vorteile und Überlegenheiten ausgeredet oder gar negativ bewertet werden, ist die innere Identität von Frauen zerstört und es bleiben nur noch Äußerlichkeiten, die dann kultmäßig in den Mittelpunkt rücken (Diäten, Schönheitsoperationen, Castingshows usw.) Die Kommunikationswissenschaftlerin Petra Grimm hat bereits 2010 erkannt: Mädchen ziehen zunehmend Selbstbewusstsein daraus, Jungen als Sexobjekte zu dienen. [Siehe Buch „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie“, 3. Auflage, Logos-Verlag, Ansbach, 2013]

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