Meine sehr geehrten Damen bis Herren an den Empfängnisgeräten.

Bald werden wir auf dem Trockenen sitzen, wenn die Privatisierung des Trinkwassers europaweit auf politische und wirtschaftliche Zustimmung trifft. Dann wird Wasser wie der Spritpreis gehandelt. Was das für den Privatmann heißt, das können Sie sich ausmalen. Die Kirche sträubt sich bei der Zustimmung noch ein wenig, da sich der Vatikan dazu gezwungen fühlt, zukünftig die Kosten für den rituellen Wasserverbrauch auf die Kindstaufen umzulegen und jeden zeremoniell bedingten Wasserbedarf unter marktwirtschaftlichen Aspekten an die Gläubigen zu verkaufen. Selbst das simple Eintauchen der Finger ins Weihwasserbecken wird dann um die 50 Cent kosten. Die Kirche denkt schon über die Verwendung von einer Art „Weihwasser-Erfrischungstücher“ nach, um die Kosten für ihre gläubigen Schäfchen so gering wie möglich zu halten.

Wie wir heute Morgen von unserem Informanten aus dem Bundeskanzleramt erfahren haben, wird das persönliche und soziale Leben für die Bürger nicht einfacher und für viele unmöglich. Vor zwanzig Jahren hat man sich sowas noch nicht vorstellen können, dass Menschen überhaupt zu so einer Idee fähig sind. Da fragen wir uns doch, was kommt nach der Trinkwassersteuer, die das für jedermann menschenrechtlich zugesicherte Trinkwasser grade für niedere Einkommen so gut wie lebensbedrohlich unerschwinglich macht?

Ein Expertenstab aus Vertretern der Ministerien und der Wirtschaft arbeitet schon an den entsprechenden Gesetzesentwürfen für die Jahre ab 2014.

Auf die Trinkwassersteuer folgt nach der Bundestagswahl 2013 die Kindersteuer.

Laut Frau Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) soll sich nur noch der fortpflanzen, der auch dafür bereit ist zu zahlen und es kann. Potentiellen Eltern mit einem Monatseinkommen über 2500 Euro brutto und mindestens 10 Jahre permanentes Einzahlen in die Sozialversicherung wird bei der Familienplanung finanziell unter die Arme gegriffen. Ehepaare mit eigenem Kinderwunsch wird die Chance geboten, auf ihr zukünftiges Kind nach dem Bausparvertragsprinzip anzusparen. Die Zuteilungszeit bemisst sich an den Erfahrungswerten ehemaliger DDR Bürger, die damals im Schnitt 16 Jahre auf ihren Trabbi haben warten müssen.

„Dieses Verfahren wird der Institution der treuen christlichen Ehe in der Gesellschaft wieder einen ganz neuen Stellenwert geben und sie fundamental festigen.“ so die zustimmende Presseerklärung von Abgesandten des Heiligen Stuhls in Rom.

Das Expertengremium um Frau Ministerin von der Leyen (CDU) arbeitet seit geraumer Zeit an ersten Gesetzesentwürfen, der „Ab-Sackprämie“, die grade ärmeren Bevölkerungsschichten einen finanziellen Anreiz für ihre Enthaltsamkeit beim Fortpflanzungstrieb zusichern soll.

Hartz vier Empfänger werden auch davon ausgeschlossen bleiben, da sie zu ihrem Armenpfennig nichts dazu verdienen dürfen. Frau von der Leyen (CDU) schlägt daher milde gestimmt vor, potenten, heterosexuellen, nicht blonden und männlichen Kunden im Leistungsbezug eine Aufwandsendschädigung für ihre kontinuierliche sexuelle Enthaltsamkeit zukommen zu lassen. Diese Aufwandsentschädigung für sexuell nicht aktive Hartz vier Empfänger wird in Form einer Kiste Sprudelwasser im Monat pro Kunde ausgezahlt und kann vom Kunden im zuständigen Jobcenter abgeholt werden. Sie wissen ja, Wasser kostet ein Schweinegeld.

Stößchen. Bleiben Sie mir gewogen. Ihr Udo Schüller

 

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