Meine sehr geehrten Damen bis Herren an den Empfängnisgeräten.

Hurra! Endlich kommt auf uns ein Licht am Ende des Tunnels der Wirtschaftskrise entgegen. Endlich Land in Sicht! Hurra! Endlich steht den Fragen zur Sicherung von Erspartem, Investitionen und Besitz die Antwort bevor. Machen Sie sich also keine Sorgen um ihre Zukunft und die Zukunft ihrer Kinder. Für alle wird gesorgt sein. Wenn auch nicht mehr in diesem Leben, im Leben danach auf alle Fälle. Endlich hat der hochgerüstete und hochverschuldete Pleitestaat USA eine neue Möglichkeit gefunden, sein marodes und korruptes Staatssystem außer mit Drogen und weltweitem Terror zu refinanzieren. Nachdem man den Nahen Osten und weite Teile von Afrika in Brand gesetzt hat, Europa in die Schuldenfalle gedrängt und es wieder geschafft hat, Deutschland als Buhmann für die Geldkrise dastehen zu lassen (…weil wir seit 45 dazu gezwungen werden keine eigene, souveräne und freie Identität haben zu dürfen und schon gar keinen gesunden Patriotismus), wird man sich wohl wieder für einen „Polizeieinsatz“ in Korea entschließen. Sich jetzt noch lange mit geschichtlichen, wirtschaftlichen und politischen Fakten herumzuschlagen, halte ich für sinnlos, informieren Sie sich bitte selbst im Netz. Uns jedenfalls reicht es nun wirklich! Es kann doch nicht zur alles bestimmenden Lebensaufgabe werden, sich sein ganzes Leben lang gegen Arschlöcher zu wehren und sich jeden Tag aufs Neue mit neuen Horrormeldungen herumzuschlagen.

Krise hier, Krise da, Krise überall. Doch machen Sie sich keinen Kopf mehr über Ihre Zukunft und Ihren Job oder Ihre Familie. Auch dafür ist gesorgt. Liebesgrüße aus USA, Korea, China und Russland.

Während unsere Eliten aus Politik, Kirche und Wirtschaft gerne bei Trauerfeiern bezüglich den letzten Weltkriegen gemeinsam mit den Opfern und deren Nachfahren über die Toten klagen, für die sie verantwortlich sind und Worte wie: „So etwas darf nie wieder passieren!“ kleinlaut und gut gespielt skandieren, so richten die heutigen Eliten mehr Menschen durch unser System hin, als es sich deren Vorgänger hätten je erträumen können. Der Faschismus hat sich überall etabliert und ist schon lange kein reines deutsches Thema mehr.

Tja. Und jeder, der dieses faschistische Terrorsystem, dem wir den Tarnnamen „Marktwirtschaft“ gegeben haben mit seiner Arbeitskraft, seiner Konsumkraft, seiner Wahlstimme und seinem Glauben unterstützt, der macht sich mitschuldig. Ja auch Sie, wenn Sie sich wieder einen modischen Pulli oder ein paar Schuhe von Ausbeuterfirmen wie ZARA, Kik oder H&M kaufen oder über Sklaventreiber wie Amazon und ähnliche Plattformen bestellen. Sie tragen auch eine Mitschuld an der Krise, wenn sie ihr billiges Labberbrötchen aus Industrieteig beim ach so günstigen Backshop um die Ecke erwerben.

Aber… egal. Ist ja eh bald vorbei! Dafür wird dann der junge Asia Adolf, Kim Jong Un schon sorgen, denn das Geld wird er dafür haben. Das besorgt er sich bei internationalen Banken, denn die machen den Weg frei. Jeden Weg. Oder haben Sie gedacht, dass ein kommunistischer Staat nix mit Geld zu tun hat? An Korea und den USA sieht man ganz klar, wohin das gierige Streben nach Macht und Geld führen kann. Aber auch das ist egal, wenn einer von den Mördern aus Ost oder West bald auf die Idee kommt und auf den roten Knopf drückt.

Hm… da lebten wir im kalten Krieg irgendwie friedlicher als heute, oder?

Wir haben uns auf alle Fälle dazu entschlossen, dieses System nicht mehr zu unterstützen und uns am Konsumterror nicht mehr zu beteiligen, wir glauben der Medienpropaganda nicht mehr und wir fressen auch nicht mehr die Scheiße, die sie uns unter die Nahrung mischen. Und so weiter und so weiter.

Nachdem man uns seit Kohl um unsere beruflichen Perspektiven gebracht hat, uns seit Jahrzehnten unser zustehendes Arbeitsentgelt nicht in angemessener Höhe auszahlt, die Rentenvorsorge geplündert hat, die Gesundheitsvorsorge und den Bildungsapparat ruiniert hat, Menschen mit Hartz vier quält und sie bis aufs letzte Hemd ausraubt und uns nun auch noch die letzten Spargroschen nimmt und damit verbunden, den kompletten Spaß am Leben nimmt, so sollen wir nun tatenlos mit ansehen, wie sie vorhaben uns ganz zu vernichten? Und das nur wegen einer Fiktion, dem Geld? Sacht mal: „Haben die sie eigentlich noch alle?“ Da wird gejammert, wie schlecht die Banken sind und wie sie uns abzocken. Sie geben es auch noch offen zu, dass Spareinlagen nicht mehr sicher vor dem staatlichen Zugriff sind und trotzdem tragen wir alle unser Geld zu den Institutionen hin, die neben der Politik und den abendländischen Glaubensrichtungen verantwortlich sind für das Elend auf unserem Planeten. Wir unterstützen mit jedem Tag unseren eigenen Untergang, obwohl wir alle wissen müssten, dass das Leben eine einmalige Sache ist, die nicht wiederholt werden kann. Wir sind nur für eine kurze Zeit zu Gast auf dieser Erde und tun nichts anderes als uns immer verrücktere Dinge einfallen zu lassen, wie wir uns vor Erreichen des natürlichen Todes gegenseitig umbringen können. Da muss man sich doch schon mal ab und zu fragen, wer hier der wahre Nazi auf diesem Rotationsellipsoid ist und wann die Grenze zum Erträglichen endgültig überschritten ist.

Aber machen wir uns wirklich keinen Kopf um unsere Zukunft. So wie es heute läuft haben wir keine mehr und es ist uns auch egal, wer auf den Knopf drückt. Egal ob es einer aus dem Westen oder aus dem Osten ist, sie sind alle gleich und dienen nur ihrem einen Gott, dem Geld.

Ich ertappe mich grade bei einem Anflug von einer Hoffnung, dass es bloß kein „Leben danach“ gibt, denn das würde heißen, dass man diese wiederlichen Typen aus Lebzeiten auch noch nach seinem Leben ertragen muss, das sie einem von Grund auf verhagelt haben.

Es gibt keinen ausreichenden Zivilschutz für die Bevölkerung.

Es gibt keinen ausreichenden Zivilschutz für die Bevölkerung.

So schließen wir für heute mit einem unserer Gedichte:

Auf dieser Welt, da darfst Du alles sein.

Egal, ob rechtes oder linkes Schwein.

Egal was Du auch bist,

sei bloß kein Humanist.

Sei bloß kein Humanist.

Sei bloß kein Humanist.

(U. Schüller 2012)

 

Bleiben Sie mir gewogen und setzen sich endlich in Bewegung, bevor aus dem Frühlingsspaziergang bei den ersten Sonnenstrahlen ein Todeslauf vor radioaktiver Strahlung wird.

Ihr Norbert Schuhmann

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