Archiv für Mai, 2013

Meine sehr geehrten Damen bis Herren an den Empfängnisgeräten!

Hurra! Endlich gibt es einmal wieder ein hoffnungsvolles Leuchtfeuer am nachtschwarzen Umsatzhimmel. Positive Nachrichten aus der Wirtschaft! Hieg Seil! Endlich geht’s; wenn auch nur in einer Branche und in kleinen Babyschritten; wieder aufwärts mit dem Umsatz und dem Gewinn! Endlich trägt das dollarkorsettierte Zwangssystem, was wir EU nennen, mit seiner finanzinquisitorischen Knechtschaft und Ausbeutung der Menschen neue Früchte! Hurra! Hurra! Hurra! Daumen hoch und liken, liken, liken watt datt Zeuch hält.

Na, sorry… war ein wenig geprotzt! Tschuldigung!

ABER!!! Trotzdem kommt man in den obersten Etagen endlich mal wieder in Champagnerlaune, ordert einen großen Tisch im Lieblingspuff zum „Bummsibummsi Bungabunga Ballaballa“ und haut noch für eine Extraportion Koks ein paar große Scheine auf den Tisch. Naja, macht man nicht, Jungs. Könnt ihr nicht wissen, habt ja nie selbst für Geld arbeiten müssen. Dummerle…  

Die deutsche Rüstungsindustrie verbucht eine enorme Exportsteigerung, wie zuletzt vor über 15 Jahren in Höhe von über 80 Millionen Euro. Wenn das nicht mal ein Anlass zur Freude ist. Endlich tragen die Bemühungen, die Menschheit zu reduzieren wieder Früchte und man träumt sich schon, schön bedröhnt, an den satten Busen seiner blutjungen osteuropäischen Stammprostituierten ohne Pass. Das hat man sich dann aber sowas von verdient! Hach!  

„Nimm Ihnen die Jobs! Mach Sie zu dienstbaren Abhängigen! Nimm Ihnen ihr Leben und setz Ihnen nur noch Fraß vor! Lass Sie doof und einzig geistig monoformbar!“

„Nimm Ihnen ihr Geld und später ihr Heim,

größer kann dann der Gewinn

für die Waffenlobby nicht sein.“

Hartz-vier-Satire-Kueche-Ohauerha-Bombe

Sponsored by CDU, dem Club Der Unmenschen, der Sozialplünderungspartei SPD, der FDP (die Freunde der Plünderer), den omnifrustrierten Ökofans von der auch Kinder ganz doll liebhabenden Partei der Grünen und all den anderen Geschwüren unserer Demordkratie aus den rechten und linken Lagern.

Wie? Sie empfinden diese Zeilen als pubertär und geschmacklos?

„Hömma Kollege! Watt bis Du denn für‘n Vogel? Du verspielst grade unser aller Zukunft mit Deiner dir anmanipulierten Gier. Da musst Du dich schon mal fragen lassen, wer bei so einem Verhalten auf diesem Planeten der wirkliche ASOZIALE ist. Der, den ihr als euer Humankapital bezeichnet und sich unter eurer Geißel unfreiwillig beugen muss? Vielleicht der, der scheuklappenblind und bildungsresistent dieses System jeden Tag freiwillig durch seine Arbeits- und Konsumkraft, seiner Wahlstimme oder seiner religiösen Überzeugung am Leben hält und somit auch große Schuld am Versagen unserer Gesellschaft hat? Oder etwa der, der auf Kosten unserer gesamten Existenz lebt, so wie Ihr?“

Diese Frage ist berechtigt, denn alleine die Wirtschaftszahlen, die nach der Zensur offengelegt werden dürfen verheißen nichts Gutes, wenn wir mit unseren mitgegebenen Talenten und Werkzeugen weiter agieren wie bisher.

Wovor habt Ihr eigentlich Angst? Das Menschen euch euren Besitz neiden und euch zum Teufel wünschen? Wenn Ihr das denkt, dann wird euch jeder forensische Analytiker per Attest bestätigen, das Eure Angst darauf basiert, dass Ihr euch euren Reichtum nicht rechtmäßig angeeignet habt, er euch nicht zusteht und gehört. Ihr Kriminellen! Das ist dann also Eure Triebfeder. Aha. Wie billig!

„Gib Ihnen nun nichts mehr zu fressen und misch sie alle gegen sich auf! Dann drück einem jedem eine Waffe in die Hand. Diesmal gibt es keinen offenen Krieg! Diesmal dürfen sie sich freiwillig gegenseitig umbringen. Hach! Das wird ein Schlachtefest! Schön!

Bleiben Sie Ohauerha gewogen und Danke für Ihr mittlerweile weltweites Interesse.   

Und hier noch ein wenig Werbung der

Antikapitalfaschistischen Allgemeinen Arbeitslosen Arbeiter Angestellten und Akademiker Partei Deutschland, kurz AAAAAAPD.

Für den Inhalt dieses Werbespots sind wir nicht ver und fairantwortlich. Aber das nächste Mal nehmen wir für jede Werbung die wir hier für Ihr Unternehmen posten dürfen, wenigstens nen Kasten Bier, eine Kühlschrankbefüllung oder andere Zuwendungen. Wisst schon….. Bummsibummsi Bungabunga Ballaballa aber fair traded und nur in ökologisch nachhaltigen Dessous….

Werbung:

AAAAAAPD-Plakat

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Meine sehr geehrten Damen bis Herren an den Empfängnisgeräten, liebe Schwestern bis Schwesterinnen.

Angelina Jolie hat sich die Brüste amputieren lassen. Tja, Jungs. Vorbei der feuchte Traum von Lara Croft und ein Hoch auf die Jeanne d‘ Arc der Mammographie, ein Hoch auf den angeblichen Mut dieser Frau. Mut? Ich denke wohl eher, dass der amerikanischen Durchschnittsschauspielerin einfach die reine Panik in den Augen stand und sie im Brustton der Überzeugung einfach nur ein armes Opfer ideologischen Ökonomiewahns von gewissenlosen männlichen Geschäftemachern geworden ist.

Oder doch Berechnung? Man munkelt ja schon in der amerikanischen Schauspielerszene, dass Angelina Jolie für ihren medialen Auftritt fürstlich von der totbringenden US-Pharmalobby entlohnt wird, weil sie der Lobby durch ihre ausgelöste Krebshysterie zusätzlich Dollars einbringen wird. In den USA erzielt der Krebsvorsorgemarkt jedes Jahr weit über 200 Milliarden Dollar!

Denn, sind wir mal ehrlich Mädels, wer reagiert wohl eher auf so eine Schlagzeile, als verunsicherte und panische Hühner, deren Körperbewusstsein mittlerweile sowas von PR und Marketingstrategen vorgeschrieben wird, wie sonst noch was? Das zumal in einer übersexualisierten Dauerkonsumwelt, in der wir Frauen sowieso nur das schmückende Beiwerk, der Zierrat des lebensverachtenden Patriachats sind, zwar hübsch aussehen dürfen aber dafür unsere aufgespritzten Schlauchbootlippen geschlossen halten müssen. Was soll dann bloß aus all den asiatischen Billigprodukten werden, die sich ohne ein paar Titten mit im Bild schlechter verkaufen lassen? Oder ist es nur eine neue Kampagne homosexueller Designer, die uns damit sagen wollen: „Habt keinen Busen mehr, denn dann passt ihr noch besser in unsere Klamotten und müsst nicht mehr so viel nach dem Essen kotzen gehen.“

Seit Jahrzehnten schmieren wir uns giftiges Zeugs in die Haare, um diese zu färben (Gift, das über die Kopfhaut aufgenommen wird), lackieren uns die Finger und Fußnägel mit Chemielack, lassen uns Botox Gift in den Körper spritzen, pumpen uns voll mit Silikon, weil man Männern bisher noch keine kleinen Hände hat anzüchten können und reiben uns unsere Deoroller unter die Achseln. Deo, das meist Anteile vom giftigen Aluminium enthält. Was meint ihr, was da noch für Gift in unseren Kosmetik Tiegeln und Töpfchen schlummert, die wir tagein, tagaus gedankenlos nehmen, angefangen von der Fluor Zahnpasta bis hin zu den ganz tollen Klamotten und Schuhen aus dem billigsten Material, das schon bei seiner Produktion mit Giften versorgt wird, das ganz schwere Allergien auslöst und im schlimmsten Fall zum Tod führt. Da können wir uns noch so eincremen und denken, dass uns die Anti aging Creme auch vor dem Eindringen der Gifte in unsere Körper schützt. Anti aging Produkte heißen deswegen Anti aging, weil sie per se das Leben verkürzen und nicht das Altern in Würde und Menschlichkeit verlangsamen. Diese Gifte setzen sich im Körper ab, sie verändern die DNA, sie verändern die Biochemie im Körper, sie verändern die Wahrnehmung und auch die Persönlichkeit bis hin zur Fremdbestimmung und der willenlosen Akzeptanz, dass wir Frauen alles zu tun haben, damit es dem Mann gefällt. Seid ihr denn alle doof geworden, Mädels? Habt ihr eure natürliche Persönlichkeit aufgegeben für etwas Belangloseres wie billige Modeerscheinungen und Trends, die uns aufgedrängt werden?

DNA Veränderung ist und bleibt schwere Körperverletzung. Nicht nur für uns selbst, sondern auch für unsere Kinder, die wir in dieses Moloch gebären!

Nur die Pharmalobby gewinnt immer

Nur die Pharmalobby gewinnt immer

Die DNA Veränderungen tragen wir dann an unsere Kinder weiter und sind selbst schuld dran, wenn wir und unser Gelege krank werden. Wenn wir selbst keinen Krebs oder andere Krankheiten durch unsere Alltagsprodukte bekommen, dann bekommt es halt unser Nachwuchs. So ist die Schuld dafür bei unseren Müttern, bei unseren Großmüttern zu suchen, die sich durch unser von Kirche, Politik und Wirtschaft vorgeschriebenen Rollenklischee haben manipulieren lassen. Das ist schiere Resignation, das ist Kapitulation, weil wir Frauen immer noch nicht in der Gesellschaft den Kerlen gleichgestellt sind. (Wenn ich mir die Frauenquotendebatte ansehe, um welche Damen es da geht, dann ist es auch wohl besser so. Blicke ich auf Frau Merkel, Frau Thatcher, Claudia Roth, Frau Künast oder Uschi von der Leyen, sieht man ja ganz deutlich, dass Frauen die gleichen Rechte haben, dieselben Fehler machen zu dürfen wie die Männer. Aber… müssen wir das wirklich?)  

Frauenquote. Nur ein Slogan?

Frauenquote. Nur ein Slogan?

Nicht außer Acht lassen sollten wir bei der Krebsdebatte ein Mittel, dass wir gerne nehmen, damit wir einigermaßen gefahrenlos mit Männern pimpern können um nicht schwanger zu werden. Denn Männer sind schließlich nicht alle zum permanenten Zusammenleben mit Frauen geeignet und nur für’n Spaß da. Genau! Die Pille.

Die Anti Baby Pille hat uns zwar allen die sexuelle Revolution gebracht, doch den Preis, den wir Frauen dafür bezahlen müssen, ist sehr hoch und wird natürlich von den Medien, Ärzten und Pharmakonzernen verschwiegen aus reiner Sucht nach Geld. Da sind die Opfer scheißegal. Es geht mal wieder nur um die Kohle und die staatliche Kontrolle des eigenen Uterus.

Allein in den USA sind durch die Pille seit den 60er Jahren hunderttausende von uns elendig krepiert und hat den amerikanischen Pharmakonzernen Milliarden an Dollars eingebracht. Auf so ein Geschäft können die Pillendreher, Giftmischer und Ärzte natürlich nicht verzichten und werden alles an Manipulation tun, damit wir den Lügen der Wirtschaft, der Industrie, der Medizin und der Werbung glauben.

Was schert es da, wenn tausende Frauen elendig an Krebs und anderen Krankheiten verrecken.

Die in der Pille vorhandenen weiblichen Hormonderivate landen über den ausgeschiedenen Urin im Trinkwasser und anschließend in der Nahrungskette und sind für die Welt, für Flora und Fauna genauso gefährlich wie radioaktiv verseuchtes Wasser aus Fukushima, das nun nach und nach auf unserem Planeten die Runde macht und uns alle verseucht. Da bekommen Männer schon keine Biertitten mehr vom Saufen allein! Die Östrogene mutieren in den Jungs und verändern die Natürlichkeit des Mannes in Psyche und Physis. Was ein Glück für die Jungs, dass es da nun offiziell die Verpartnerung gibt und wir Frauen nun leider nicht mehr die inthronale Alleinherrschaft auf dem Heiratsmarkt haben.

Die wahren Ursachen liegen allerdings meist am Menschen selber und wer einmal die Veranlagung dazu in sich trägt, die er durch die Alltagsprodukte aufgenommen hat, der muss sie ja auch irgendwo her haben, oder? Bedanken wir uns also bei unseren Müttern, die jeden Scheiß konsumierten, um nach außen hin eine ewig frische, jugendliche, emanzipierte und allzeit bereite Frau zu sein, die unabhängig und selbstbewusst ist. Bedanken wir uns auch bei unseren Vätern, die wie die Mädels unter uns sich meist schlecht ernähren. Gifte in Männerkosmetik, Gifte in der Kleidung, Schuhen und Nahrung, die in den Körper eindringen und nicht zu vergessen Junk Food und in Plastik gehüllte Nahrung und Getränke. Das alles führt zu Krebs und anderen Krankheiten. Das alles haben wir unserem Streben nach grenzenloser Wirtschaft und Konsum, Fortschritt und fadenscheiniger Lebenserleichterungen zu verdanken.

Die Mikropartikel der Plastikverpackungen dringen in die Lebensmittel ein und vergiften sie. Dieses Gift bleibt in unseren Körpern hängen und verändert unsere DNA. Das löst Krankheiten aus, wenn nicht bei uns selbst, dann bei unserem Nachwuchs. Wundern wir uns also nicht, wenn unsere Brut kurze Ärmchen oder Beinchen, zwei Köppe hat oder blöd geboren oder einfach nur ein Junge wird.

Unsere Kinder werden es uns ihr restliches Leben lang danken. Und das ist es doch, was man als Elternteil will. Für die eigenen Kinder unvergessen bleiben, weil wir aus dem Leben gehen und sie noch hinein.

Doch weil es leichter ist, sich die Brüste vorsorglich amputieren zu lassen, als dem Druck einer verlogenen Gesellschaft, die mörderischer nicht sein kann zu wiederstehen, wird nun wieder ein Geschäft draus gemacht, ihr Opfer! Aber was rede ich mich in Rage, wenn es durch die Gifte bedingt sowieso nicht mehr begriffen wird, da das Hirn schon dermaßen im Eimer ist.

Doch gibt es da eine Lösung, die zur Linderung von Krankheiten beiträgt, die allerdings vielen Damen nicht gefallen wird, denn es ist noch nicht in der Natur des Weibes angekommen eigenständig ohne den sicheren Hafen der Ehe und der lukrativen Scheidungapanage frei bestimmt zu leben. Da besteht noch Handlungsbedarf bei den traditionell erzogenen Heimchen für Herd und Bett.

Das bedingungslose Grundeinkommen und die weltweite Versorgung von Menschen mit den alltäglichen Dingen, die Öffnung der Märkte und das Abwickeln der auf Schulden aufgebauten Finanzwirtschaft auf allen Sektoren. Gäbe es ein bedingungsloses Grundeinkommen von dem es sich leben lässt, dann sind wir Frauen nicht mehr dazu gezwungen, sich mit einem Mann einzulassen, der uns „versorgt“. Wenn Frauen endlich frei davon sind, dann stärken wir alle die Selbstverantwortung des Einzelnen und Frauen können selbst entscheiden, mit wem sie Nachwuchs zeugen wollen oder nicht. Dann werden Kinder wieder aus echter Liebe gezeugt. Das wirkt sich innerhalb von nur zwei bis drei Generationen sogar positiv auf den Abbau der Überbevölkerung aus und es bleibt wieder mehr für uns alle übrig.

In diesem Sinne. Schließen möchte ich heute mit einem Satz von Johann Wolfgang von Goethe, der sagte: „Männer wissen wie man tötet. Frauen hingegen, wie man überlebt.“

Bleibt mir gewogen. Eure Babette.

Meine sehr geehrten Damen bis Herren an den Empfängnisgeräten.

Nachdem sich die Schauspielkollegin und Kabarettistin Cordula Stratmann in den Mainstreammedien kritisch und zu Recht zu den Castingformaten a la Heidi Klums Supermodel geäußert hat, will ich dem in keinster Weise nachstehen.

Ich frage mich schon lange, wieso man gut ausgebildete Schauspieler bis Schauspielerinnen immer weiter aus ihren Jobs drängt, sie regelrecht für das schnelle Geld mit Dummen opfert und das kulturell schaffende Kollegium und seine Lebensplanungen völlig überflüssig werden lässt. Dafür zerrt man immer mehr einfache Leute von der Straße ohne Sinn und Zweck und nur für die Quote vor die Kamera und verseucht die Medien und Kulturlandschaft mit geistigem Dünnschiss. Ich hoffe, dass es Ihnen gut geht und Sie Ihrer Lebensplanung wieder etwas mehr an gezielter Perspektive geben können. Wenn nicht, dann kann man sich immer noch bei einem der unzähligen Castings, wie „Deutschland sucht den Superstar (DSDS)“, das „Supertalent“ oder bei ähnlichen Formaten bewerben. Dort wartet man nur auf Schicksalsschläge und musikalische Apnoetaucher ohne irgendein Talent. Für diese Klientel habe ich mal folgende Ansage:

Liebe Kinder und Jugendliche, sehr geehrte Selbstdarsteller und Zielgruppenbespieler! Wenn ihr meint, dass eure Eltern oder die Gesellschaft euch nicht verstehen und euch zu wenig Aufmerksamkeit schenken…

Glaubt mir liebe Heranwachsende, dass liegt an euren Hormonen und ist irgendwann vorbei.

Meine Damen bis Herren mit Hang zum niedrigen Selbstwertgefühl.

Wenn Sie meinen, dass Ihnen keiner zuhört und Sie möchten sich wenigstens einmal in Ihrem Leben Menschen mitteilen, dann nix wie auf zum Niveaulimbo und ab zu Superstarcasting oder zu einer der unzähligen Billigproduktionen. Stellen Sie sich zur Schau und präsentieren Sie sich einmal mit all Ihrer aus der Selbstüberschätzung resultierenden Kraft vor einem Millionenpublikum. Unter denen hat jeder für Sie Verständnis, die sind alle genauso wie Sie. Schnell ein lustiges Liedlein auswendig lernen, vor dem Badezimmerspiegel die richtigen Moves einstudieren und nichts steht Ihnen mehr im Wege, um anderen Menschen mal mit Ihrer Talentfreiheit so richtig auf den Sack zu gehen. Grade Sie haben das Zeug zum Superstar!

Castingshows. Gefährliches Spiel mit der Würde der Menschen.

Castingshows. Gefährliches Spiel mit der Würde der Menschen.

Superstars….

oralphonetische Finalrettungsschüsse, die man nach einem halben Jahr – Gott sei Dank- wieder vergessen hat. Gut, die eine oder andere Stilblüte will ja dabei sein. Doch Kunst kommt immer noch von Können. Es gibt schon genügend hohle Hupen, die sich grenzüberschreitend im Kunst-, Kultur- und Unterhaltungssektor breitmachen. Von anderen Berufssparten mal ganz abgesehen. Künstler, die ihren Job von der Pike auf gelernt haben, handeln allerdings mit einem Bildungsauftrag. Wir haben unseren Beruf gelernt! Mit Ausbildung und Studium! Achja, dank Pisa-Studie und Dummgedaddele vorm Egoshooter braucht’s ja keine Bildung mehr, wenn man sich seinen Sonderschulabschluss auf ebay ersteigern kann oder sich vielleicht sogar das Abi zusammengegoogled hat.

1914 waren viele junge Menschen, damals vor allem Männer, hochmotiviert zum Barras gepilgert, um sich dann fürs Vaterland erschießen zu lassen. Denn jeder wollte nach der Monarchie endlich ein Held, ein Star sein. Wie mögen die damals in den Schützengräben an den Fronten geschrien haben: „Ich bin ein Star, holt mich hier raus…!“ Heute will jeder Depp zu „Deutschland sucht den Superspasst“ um dann, nach der jahrelangen Vergessenheitsperiode und atonalen Hitnullingern, Drogen und Alkoholexzessen und Gesprächstherapien, nach Hartz zwölf Periode fünf, ein Anrecht drauf zu haben, sich beim „Dschungelcamp KZ“ von dem Rest der Schlangesteher, B und C Sternchen a la Daniela Katzenkloberger, Gina Lisa Granulohfink oder Loddar Mathäus seine Ex, den H&M-uniformen Möchtegernsangesdiven ohne Brustansatz noch mal gesehen zu werden und sich ein paar Cent für die Frührente oder Sozialhilfe dazuzuverdienen. Es hat sich außer ein paar sozialpolitischen Parametern nichts zu 14-18 verändert. Heute liegen solche Menschen im gesangstechnischen Schützengraben einem Ausschuss von zielgruppenmusterungsorientierten Chefcastern gegenüber und lassen sich garbenweise zum Kanonenfutter auf den Bohlenbrettern, die die Welt bedeuten, zum hirnlosen Medientroll verarbeiten und mit Knebelverträgen ausbeuten. Dieses Verdun der Hitcontests, die letzte Hoffnungsschmiede auch ohne Hirn, Ausbildung, Talent, Durchhaltevermögen und die Eier für das Buiz, noch einen Job in diesem Billigramschland zu bekommen, das sowieso zum Ausverkauf steht. „Alles muss raus“ – Hurra, der Almauftrieb zum notierten Circus Maximus ist wieder eröffnet.

Es ist wieder soweit. Bald ist er/sie/es gekürt.

Der menowinsche, kübelböcksche Lorenzomutant, der mal einen Traum im Leben hatte. Und er war grad so kurz davor sein Ziel, seine Bestimmung, in seiner eigenen Lebensgeschichte zu erreichen, da war er wieder im Knast oder sonst wo. Ob nun Minnesängeräffchen fürs Pressluftschuppendurchschnittspublikum, schon morgen vergessenes Onehit Wonder oder einfach nur Gurkenlastererwischer.

Bleiben Sie außerhalb Ihres Freundeskreises lieber gänzlich unbekannt bevor Sie niemand mehr sehen will und das ganze Land über sowas wie Sie schallend lacht. Bei so vielen Deppen im Fernsehen muss man wirklich daran glauben, dass wir in Deutschland einen Fachkräftemangel haben, denn über so was wie Sie wurde in den 80er nur Sonntags Nachmittag bei Aktion Sorgenkind, live aus der Behindertenwerkstatt berichtet.

Wie soll uns das Ausland glauben, dass wir eine führende Wirtschaftnation sind, wenn da nur Spinner und Persönlichkeitsgestörte durch die Flimmerkiste turnen und auf „Alles ist ja so toll“ tun? Es wird langsam wieder Zeit für A-Stars, für echte Diven, für echte Dramen im Showbuiz, sowie Formate mit Anspruch und Inhalt. Aber Inhalte scheinen völlig egal zu sein, denn nur eines ist wichtig! Die Botschaft, die Ihnen in den Werbepausen ins Hirn gehämmert wird. „Kauf mich! Spiel mit mir! Friss mich! Trink mich! Und erstick endlich an mir!“ Sonst zählt nichts mehr außer Ihrer Konsumsucht nach wenigstens irgendeinem fadenscheinigen Sinn in Ihrem Leben, den Ihnen auch noch ein Anderer diktiert. Wenn Sie sich wirklich jemandem mitteilen wollen, da gibt’s auch in Ihrer Stadt Hilfe. Beratungsstellen, Krankenkassen, Therapeuten, Geistliche und Kliniken. Da können Sie geholfen werden!

In diesem Sinne.

Bleiben Sie mir gewogen.

Udo Schüller