Meine sehr geehrten Damen bis Herren an den Empfängnisgeräten.

Unser spritzig, frivoler und unverschämter Ohauerha Satireblog erfreut sich immer mehr Fans. Danke dafür. Aus diesem Grund möchten wir Ihnen gerne zeigen: „Wir können auch ganz anders!“

Zu den Geschehnissen in Europa, besonders den Aktuellen in der Türkei und in Frankfurt am Main, bei denen es wieder Tote und Schwerverletzte auf beiden Seiten gegeben hat, wollen wir nicht auf einen Kommentar unsererseits verzichten. Wieder kamen dabei Menschen sinnlos zu Schaden.

Leider stirbt der Mensch eh. Ob er nun FÜR das System ist oder DAGEGEN. Egal. Sterben tun wir alle. Also, wieso sich für etwas einsetzen, was allen nichts bringt außer Hass, Gier, Neid, Ausgrenzung, Versklavung und Mord? Für so einen Mist ist das Leben einfach viel zu geil, zu lebendig, zu einmalig und zu kurz. Oder?

Dazu nun folgende lyrische Zeilen, die versuchen ein Bild unserer Zeit darzustellen und zu zeigen, dass die vorherigen Generationen dieselben Probleme hatten, wie wir sie heute haben, nur mit anderen Parametern. Viel Spaß mit den folgenden Zeilen:

Für sie bau’n wir sie. Die Häuser und Paläste.

Die Tempel und Ikonen. In denen heute nur noch Ratten wohnen.

Sie feiern mit Champagner und mit Kaviar.

Koksen, lachen, tanzen

in Ballsaalkerzenlichterschar.
Im schwarzen Cut, die Herren der Macht
tragen edle Damen auf Händen durch die Nacht.

Berauschen sich an heitren Musen.

Ersticken fast am blanken Busen.

Ihre Lieder klingen weit bis hin zur Stadt.

In der nur noch jeder Siebte Arbeit hat.

Abgeschirmt vom Volk, das hungert und auch friert.

Hat’s keine Chance, wenn’s nur vom Tod und Teufel wird regiert.

Verpulvern so unsere Kohle für Ihren Fassadenglanz.

Auf ihrem Jahresendzeittanz.

Hinter dem oft nur eine Bretterbude steckt

und meinen Kampfgeist weckt.

Einst mutger Arbeitstiger.

Heute müder Überlebenskrieger.

Der Kampf um Arbeit, Brot und Lohn.

War’s mal Vaters Angst,

heut trifft’s den Sohn.

So sitzen sie.

Vater, Mutter, Kind.

In eisgen Zimmern.

Nichts zu fressen, frieren, wimmern.

Die Firmen sind gegangen, egal

Ob klein ob groß.

Alle trifft das Erweiterungslos.

Das Abendland, so heißt’s zu Recht, oh Graus.

In grauer Dunkelheit, gehen nach und nach die Lichter aus.

Stand im hellen Glanz. Das Europa, das Alte.

Der Wessi heult, dafür lachen Jugo, Serbe und der Balte.

Heim ins Reich, so war’s mal angedacht.

Der Rest der Welt über

uns Amisklaven lacht.

Der Teufel tanzt mit dem Wirtschaftsmann,

weil er mit Ihm so schön handeln kann.

Tausend tote Seelen jede Stunde, jeden Tag.

Von guten Menschen, die ich nicht mehr zählen mag.

Die Gruben überfüllt mit fetten Leibern.

Von Einheitsmännern, Kindern, Plastikweibern.

Im Erdenschlund werden alle gleich.

Vom Totensaft, der Boden modrig weich.

Der Tod hat viele Teufel.

Einzig er noch expandiert.

Produziert und transportiert.

Wo man vor Jahren nur Bestimmte verschleppt und umgebracht,

so richtet heute jeden diese braune Macht.

Das Kind schon hirntot kam zur Welt.

Damit’s dem Wirtschaftsmanne leichter fällt,

zu lenken wie eine Marionette.

So, wie er’s gern hätte.

Dreht sich dieser Erdenball nicht mehr nur um seine Achse,

damit er Liebe und Verstand erlerne und erwachse.

So dreht sich’s nur noch um das Geld.

Jeder weiß, doch keiner will es glauben,

wie die Welt zerfällt.

Das Millennium alles hat gedreht.

Ein starker Wind nun von Ost her weht.

Was als laues Lüftchen einst entstand,

schlägt uns nun das Ruder aus der Hand.

Als ob sie’s wüssten, welche Gefahr daraus entsteht.

Planen sie längst die Flucht auf neuen Planet.

Um dort im selben Stil und auch nur zum gleichen Ziel.

Wie einst gilt ‘s eine neue Welt

zu erobern und entdecken.

Denken nur an Ihren Beutel.

Fallen ein, wie Millionen Heuschrecken.

Den Falschen heut wie gestern gehört die Macht.

Weil sie mit Hinterlist und Tücke

suchten, fanden

die Gesetzeslücke.

Halten sich für wahre Meister.

Unverfroren, immer dreister.

Raffen, greifen mit stetger Gier.

Halten sich für elitäre Zier.

Sie kaufen sich das wahre Gut.

Verbrennens dann in heißer Glut.

Wahrheit wird zur Asche.

Lüge füllt umso mehr

des Reichen Tasche.

So steht’s da, unser Land. Mit dem Rücken an der Wand.

Die Unwahrheit ist das wahre Opium. Bringt nur dem Teufel Optimum.

Die Lüge steht im Gesetz und in Glaubensbüchern.

Der, der sie kennt kann gut schlafen,

wälzt sich in trocknen, seidgen Tüchern.

Der Mensch, der nur glaubt wird stets belogen.

Und um sich selbst betrogen.

So pflanzt sich Dummheit fort.

Auf dieser Erde, diesem sonst so schönen Ort.“

Auszug aus der Romanvorlage: „Der Tragödie letzter Teil. Faust IV von Udo Schüller.

Für Sehbehinderte und Menschen mit einer Lese-Schreib-Schwäche und auch die, die sich’s einfach dabei anhören wollen, bieten wir unter folgendem Link das Video dazu an:

http://wp.me/p2KG6k-M

Bleiben Sie uns gewogen.

Ihr Ohauerha Team

P.S. Anfragen bezüglich eines Exposes zu „Der Tragödie letzter Teil“ richten Sie bitte an:

E-Mail: info@bookstarter.de

Agentur Kok

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