Meine sehr geehrten Damen bis Herren an den Empfängnisgeräten.
In ein paar Tagen ist es soweit, dann starten die Olympischen Spiele in Sochi. Diesmal werden es Spiele der absoluten Superlative, das verspricht Vladimir Putin, großer Humanist und Heiler, homophobe und selbstverliebte Dauererektion im Mono Bungabunga. Die Spiele brechen jetzt schon sämtliche Rekorde was Investitionssummen, Sicherheit, Architektur und Technik angeht. Von Korruption, Ausbeutung, Vertreibung, Enteignung und Mord ganz zu schweigen.
Putin, unter dem Arschkriechen, Speichellecken und Schleimscheißerei zur olympischen Disziplin ernannt wird. Putin, der Herr der Ringe aus dem Reich des Bösen und des methylgestreckten Wässerchens. Putin, der Russen Adolf und seine Vision der Ostvariante vom olympischen Groß-Germania an der Schwarzmeer Riviera. Putin, Herbergsvater für sämtliches kriminelles und korruptes Gesindel, was sich im Westen immer mehr Halt und Legalität sucht.
Der Russe macht es dem Westen wieder einmal vor. Klar, die Ex Kommis haben ein ganz anderes Verhältnis zur aufopferungsvollen Vaterlandsliebe, zum hingebungsvollen Patriotismus. Da heißt es anpacken, machen und mit vollem Herz dabei sein. Egal, ob es für die harte Knochenarbeit Lohn gibt oder nicht. Putin und sein Pilotprojekt in Sachen kostenloser Bürgerarbeit, die hier auch schon lange diskutiert wird.
Kostenlose Bürgerarbeit. Arschlecken, drei fuffzig liebe Unternehmer und Politiker. Grade eine Vielzahl von Bloggern kennt sich mit kostenloser Bürgerarbeit sehr gut aus. Zuerst schmeißt man uns aus unseren Jobs und unserem regulären Leben, zwingt uns alles aufzugeben und ins existenzielle Aus, nimmt uns unsere Würde und Menschlichkeit und hetzt dann auch noch die Kollegen Wetterfähnchen in den Redaktionen gegen uns auf, damit sie jeden Tag die Hartz vier Hetze und das Gerücht aufrecht halten, wir wären alle Schmarotzer und Verschwörungstheoretiker. Doch weil unsere Profession nun mal das Schreiben ist, schreiben wir weiter und stellen unser Wissen kostenlos und meist selbstlos der Gesellschaft zur Verfügung. Es ist egal, ob wir als systemrelevant gelten oder nicht, egal auf welcher Seite wir stehen, wir sind auch ein Teil des Systems und leisten unseren Beitrag. So oder so. Sollen wir euch unsere Arbeit mal in Rechnung stellen und euch zeigen, was ihr uns noch schuldet? Das verstehen wir unter Bürgerarbeit und nicht den auferlegten Frondienst an einem System, dass sich so oder so nicht rechnen lässt und in vielen Formen mehr als bedenklich ist.
Zu tausenden stehen bei uns die Fachkräfte auf der Straße, weil asoziale Unternehmer einfach keinen Bock haben vernünftige Löhne zu zahlen. Fachkräfte, die auch weiterhin auf der Straße stehen werden, weil externer Bedarf an ausbeutbarem Humankapital hier für knapp 73% von dem eingestellt wird, als das, für das es auf einmal angeblich keine Anschlussverwendung mehr gibt. Das schürt dann wieder den Hass gegen alles Fremde, sind doch Politik, Wirtschaft und Schleuser an der Misere schuld. Fachkräfte sind zu teuer, zu alt und haben zu viel Wissen, was den modernen Chefs und ihren Ausbeutergeschäftsmodellen vom Reißbrett nicht in den Kram passt.
Wer will auch schon gern für solche Arschlöcher arbeiten gehen, hm? Angesichts solcher vorherrschenden Verhältnisse kann man es immer häufiger nachvollziehen, wenn die Menschen keinen Sinn mehr darin sehen, sich diesem System auszuliefern und dafür auch nur einen Handschlag tun. Wieso soll man sich und seine kostbare Lebenszeit für etwas opfern, was einem mehr schadet, als das es einen durchs Leben bringt. Für was? Das widerspricht jeder kaufmännischen Logik und jeder ethischen Ideologie. Außerdem, was ist das für eine unverschämte Art, Menschen ihr Recht auf Lebensfreude nur erlauben zu wollen, wenn sie über ausreichende finanzielle Möglichkeiten verfügen, egal woher sie sie und womit sie sie verdient haben. Mit ehrlicher Arbeit ist noch nie einer reich geworden. Doch geht es nur darum? Reich sein? Reich, auf Kosten anderer? Bislang sind wir von Generation zu Generation genau darauf konditioniert worden.
„Sei immer fleißig, strebsam, buckel und halte das Maul, sonst kommst Du nach dem Leben in die Hölle“. Die Hölle kann gar nicht mehr so schlimm sein, wenn man mal mit offenen Augen durch die Welt geht und sieht, was wir tagtäglich anrichten und mit wem wir uns diesen Planeten teilen müssen. Menschen, die sich durch kriminelle Handlungen erlauben, andere Menschen auszubeuten und zu töten. Menschen, die meinen, sie würden der Menschheit einen großen Dienst erweisen, wenn sie in ihren kleinen Büros und Amtsstuben über das Leben anderer entscheiden und sie um ihre Lebensperspektiven bringen. Sind so manche Sachbearbeiter nichts weiter als verachtenswerte Mauerschützen der Moderne, die selbst ein vor Unzufriedenheit zerfressenes, kleines und unbedeutendes Leben führen.
Mensch! Hauptsache Du bleibst ungebildet und erpressbar, dann ist alles gut. Dann machen auch solche römisch dekadenten Brot und Spiele Spiele wieder Spaß, wenn man alles hinnimmt und mit sich machen lässt. Doch leider ist auch der olympische Gedanke zur Hure des Kapitals geworden und weiter als jemals zuvor von dem entfernt, wozu diese Spiele eigentlich dienen sollten. Zur Völkerverständigung und friedlichem Kräftemessen der Besten, Stärksten und Schnellsten der Länder. Damit diese sich messen können, muss zuerst ein neuer Zirkus Maximus her und dafür braucht man Sklaven.
Zu Tausenden pilgerten hungernde Menschen aus der tiefsten Taiga und Tundra nach Sochi um dort in selbstaufreibender und ehrenamtlicher Schwerstarbeit protzige Prunkbauten für die meist gedopten und mit bis zum Hals mit Präparaten abgefüllten Athleten zu errichten.

Kein Geld für Arbeiter. Kein Geld für Athleten?

Kein Geld für Arbeiter. Keine Medaillen für Athleten?

Lasst es euch gesagt sein, werte Olympioniken! An euren Scheiß Medaillen klebt das Blut unschuldiger Menschen, die ihr Leben auf den Baustellen gelassen haben, damit ihr die Tanzbären für ein kriminelles Ausbeutersystem und deren Oligarchen spielen dürft. Da fragt man sich doch: „Sacht mal, ihr Freunde der professionellen Leibesertüchtigung. Kommt es euch dabei nicht selbst hoch? Fühlt ihr keine Selbstachtung mehr, eure Talente an solche Typen zu verschwenden? Meint ihr etwa, ihr habt eure Auszeichnungen ehrlich verdient? Oder geht’s euch auch nur ums Geld? Ekelt ihr euch nicht vor euch selbst?“
Da bleibt nur zu hoffen, dass auch ihr keine Medaillen für eure Höchstleistungen bekommt, wenn schon die Arbeiter nicht bezahlt und wie Vieh behandelt werden. An dieser Stelle, liebe Grüne, wäre mal ein Veggie Day angebracht, Arbeitssklaven nicht wie Vieh zu behandeln.
Ihr Sportler habt nicht das Schwarze unter dem Fingernagel verdient, wenn ihr euch an so was beteiligt. Ihr repräsentiert uns nicht und wir werden auch nicht stolz auf eure Auszeichnungen sein! Handlanger seid ihr, sonst nichts. Weder bei dieser Olympiade noch bei den anstehenden Fußball Weltmeisterschaften.
Und außerdem… Jetzt mal die Finger bitte heben, wer von euch Athleten nicht dopen muss. Ahh, doch so viele…. Das haben wir erwartet. Kaum einer von euch ist in der Position Dopingmittel abzulehnen, wenn das internationale Kollegium sie nimmt. Und wenn nicht… euer Trainer wird sie euch schon unbemerkt aufs Nutella Brot schmieren. Euer Erfolg kommt aus dem Präparatelabor von Chemieköchen.
Aber wem erzähle ich das. Bestimmt nicht dem aufgeschlossenen und intelligenten Ohauerha Leser, der weiß das.

Demmächst Sachpreise und Kulis anstatt Medaillen?

Demmächst Sachpreise und Kulis anstatt Medaillen?

Ohne Doping läuft schließlich nichts im Profisport. Da geht es um Milliarden für Anleger, Investoren und andere kriminelle Vereinigungen, die sich durch ihre Investitionen in derartige Projekte ihr Geld aus den illegalen Geschäften reinwaschen. Denn schließlich kann man den Erlös aus Waffen und Drogengeschäften, Menschenhandel und Prostitution nicht direkt wieder in den normalen Geldfluss zurückfließen lassen. Man muss es von schwarz auf weiß waschen. Dafür geben sich Sportler her.
Es ist schon eine verrückte Zeit in der wir leben und denken, die Sklaverei wäre abgeschafft. Doch immerhin ist es besser, die Abzocklohn Touristen geben sich im fernen Osten die Klinkersteine in die Hand bevor sie zu uns als Sozial- oder Klautouristen kommen, gell? Hier würden sie sowieso nur die schon seit dem kohlschen Kahlschlag leeren Renten- und Sozialkassen plündern. Nein! Das geht nicht. Besucher sind hier nur willkommen, wenn sie Geld in Nippes- und Souvenirläden spülen, in Rudeln durch die Sehenswürdigkeiten marodieren, alsbald wieder abhauen und Merkel für die Königin von Deutschland halten. Alles andere hat, auch im Rahmen der Freizügigkeit nichts hier zu suchen, oder? So ist doch die Meinung des DDD, des deutschen Durchschnitts Depp. Geld fürs Nichtstun bekommen? Niemals! Dann doch lieber wie in Sochi. Kein Geld fürs Tun bekommen. Das freut den Unternehmer, den Banker, den Investor und den Polithansel.
Das sind Parolen, mit denen dieses Pack etwas anfangen kann.
„Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“. Ein Satz mit der Wichte eines verbalen 11. September. So ist die Auffassung in großen Teilen der Bevölkerung. Wer nichts schafft, hat auch nichts verdient, weil wir allem einen Preis geben, jedoch nichts mehr einen Wert.
Trotzdem fragen wir uns grade, wieso nur der das Recht auf den Genuss seiner Lebenszeit haben darf, der über einen Haufen Kohle verfügt und der Rest, der fürs Imperium hemmungslos geopfert wird behandelt wird wie der letzte Scheißdreck. Doch der Bürger gibt sich ja schon mit einem Mindestlohn von 8,50 Euro zufrieden, asketisch wie er ist. Gelächter. Als ob sie euch den vorbehaltlos zahlen würden. Rente mit 63? Brüller! Beste medizinische Versorgung für alle? Oder Bildung, oder Vorsorge? Ich lach mich tot. Bei den Entwicklungen in unserem Land sollte man als aller erstes einmal über eine Opferrente für die Menschen nachdenken, die wir durch unser Tun aus der Mitte der Gesellschaft gekickt haben. Eine Widergutmachung für all das Leid und Schadensersatz für all das, was man sich aufgebaut hat und dann verhökern musste.
Bezahlen? Wer soll das denn bezahlen? Das fragen Sie noch? Sie fragen wirklich nach der Effizienz und nach der Wirtschaftlichkeit bei einer Staatsverschuldung von über 3 Billionen Euro, die dieses System verursacht hat. Also, wenn wir schon alle am Krebsgeschwür Kapitalismus erkrankt sind, dann gestehen wir doch auch allen dieselbe Grundlage und Absicherung zu, denn Geld spielt keine Rolle. Das sollten wir uns als Menschen wert sein. Das schafft Frieden und olympische Spiele, die ihren Namen wieder zu Recht tragen.
Bleiben Sie uns gewogen.
Ohauerha. Afk
Unser Dank für das ausgezeichnete Bildmaterial geht an:
EGON
Karikaturist und Pressezeichner
http://www.toonsup.com/egon

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s