Meine sehr geehrten Damen bis Herren an den Empfängnisgeräten.

Da trifft man sich nun nach der Sommerpause wieder zum ersten Redaktionsmeeting und freut sich auf die Kollegen Schreiberlinge, man ist gespannt, wie die anderen den Urlaub und die freie Zeit verbracht haben und anstatt in fröhliche, gut gelaunte und entspannte Gesichter zu blicken, schaut man in Augen der Fassungslosigkeit, der Ratlosigkeit und der tiefen Trauer.

Da sitzen wir nun alle um unseren Redaktionstisch herum, jeder hat seine Notizen dabei, in der Hoffnung diese in satirische Texte mit einfließen zu lassen.
Lustig wollten wir den Start in die neue Saison beginnen und in gewohnter Ohauerha Manier über die Unebenheiten in unserer Gesellschaft herziehen. Doch als wir die Rechner hochfuhren, den Fernseher anschalteten, das Radio aufdrehten und durch die Propagandablättchen unserer Nation blätterten, verging selbst uns schnell die Lust am lustig- und satirisch- sein.

„Lebe jeden Tag, als wäre es Dein letzter“. Diese Ableitung von Horaz („Carpe diem“) oder Mark Twain („Gib jedem Tag die Chance, der beste Deines Lebens zu werden“) hat jeder von uns für sich bestmöglich im Urlaub umgesetzt. Das Leben genießen, es als das wunderbarste Geschenk annehmen, das wir alle jemals erhalten haben und sich der Verantwortung bewusst werden, was es wirklich ist und was wir alle daraus machen stellt mittlerweile eine schier unlösbare Aufgabe dar.
Sich zu besinnen, auf die positiven Seiten des lebendigen Lebens, was es heißt Mensch zu sein und sich unterscheiden vom Tier, die Liebe, das Miteinander und die Gegenseitigkeit, das Vertrauen und die Freude auf den nächsten Tag verdorrt unter der Geißel unserer eigenen Gier und Dekadenz, unter Resignation und gelernter Oberflächlichkeit.

Reicht es nicht langsam wirklich? Wird einem nicht schlecht bei der ewig gespielten kurzen Betroffenheit, wenn wieder und wieder die Meldungen aus den Krisengebieten dieser Erde kommen und man…. Verzeihen Sie uns bitte…. Arschlöchern beim Töten zusehen muss? Sie richten Menschen für Fiktionen, die sie Glaube, Gott und Geld nennen und legalisieren so ihr verdammtes Handeln.
Töten im Namen von Gott! Wenn es eine/n „Gott“ geben sollte, wird es diese Typen als erste richten und straft sie für das, was sie der Schöpfung, der Kreation antun.

Es wird auch die richten, die dahinter stecken, die Finanziers, die Profiteure und deren Handlanger. Und nicht zu vergessen die unbedarften Menschen, die dieses lebensverachtende System durch Konsum und Arbeitsleistung unterstützen.
Wir Menschen werden sie nie strafen, die Förderer der Kriege und der Ausbeutung, denn sie tun es für Geld, für Macht, blinde Gier und dem widerwärtigen Erhalt des Patriarchats, die hormonlastige Bankrotterklärung unserer Gesellschaft.

Geld rechtfertigt wohl jede Scheiße auf diesem Planeten.
Doch sei die Frage erlaubt, wieso sanktioniert man nicht solche Staaten wie Arabien und Katar, die den Terror auf dieser Welt neben den üblichen Verdächtigen aus Ost und West finanzieren und Mörder ausbilden, anstatt diesen Mordsgesellen endgültig den Saft abzudrehen.
Ach ja…. Die Araber und Katarer haben ja das Öl. Der angeblich begrenzte Saft unseres Lebens und die Wüstensöhne richten die nächste Fußball WM aus. Viel Spaß schon mal denen, die sich für diesen Mist Karten reserviert haben. Wieso gibt es keine harten Wirtschaftssanktionen gegen Arabien und Katar? Wieso keine Luftangriffe und gezieltes Töten mit Drohen? Das können se doch mittlerweile ganz gut, haben es schließlich lange genug an Afghanen und Iraker geübt und unschuldige Hochzeitsgäste grundlos getötet.

 

In God we trust

Wie niederträchtig ist es solche vor Geld stinkenden Schlächter mit Waffen zu versorgen, um sie dann mit denselben Waffen zu bekämpfen?

Da jammert die Tötungsindustrie über Arbeitsplätze und Tarifverträge, doch ist da nicht schon der einfache Büroangestellte in so einer Firma mitbeteiligt am Mord? Sind nicht schon solche Menschen zu ächten und auszugrenzen?
Wo fangen wir an, wo hören wir auf? Sind wir alle verrückt geworden? Blind vor lauter Konsum und lahm und fett geworden an der eigenen Faulheit, Ignoranz und Lebensferne?

Aber Hauptsache: „Mir henn a kloins Geschäftle gemacht!“
Kotzt es Sie nicht auch langsam an?
Dem normalen Bürger wird immer mehr die Lebensperspektive genommen, in dem man ihm die Möglichkeit nach Ausbildung und Studium nimmt, ihm seine ihm zustehenden Guthabenszinsen verweigert und ihm Scheiße verkauft, bei der er/sie weniger raus bekommt, als das er/sie eingezahlt hat. Lohn und Gehalt werden überall zusammen gestrichen und dem Bürger immer mehr von seinem Verdienst vorenthalten, der ihm zusteht. Und da jubelt der Hirni noch über 8 Euro fuffzich Mindeslohn. 8 Euro fuffzisch….. BRUTTO versteht sich….

Tja….
Im Beutel klamm,
im Geiste schwach,
so schreibt der Mensch nun
Jahrhundertalmanach.

Wo bleibt die Wertschätzung? Gibt’s das Wort noch im Duden oder haben es die „Geschäftlemacher“ schon aus den Wörterbüchern streichen lassen, weil es ihnen nicht mehr in den Kram passt und sie die totale Kontrolle über das Leben haben wollen?
Sind wir denn noch zu retten? Wo wir auf der einen Seite ausländische Geldsäcke mit offenen Armen empfangen und ihnen dabei zusehen dürfen, wie sie nicht nur unser Land plündern, reagieren viele geistige Irrlichter mit faschistischen Tendenzen, wenn dann die Menschen zu uns kommen, die Schutz vor Krieg und Tod bei uns suchen, die die selben Geldsäcke aus ihrem Land vertrieben haben.
Fremdenhass ist eine Erfindung der Wirtschaft und eine ihrer Hauptantriebsmotoren.

Wir verteilen Preise an Unternehmen, die mit fragwürdiger Unternehmenspolitik und zu Lasten der Zu- und Mitarbeiter Geld generieren, nehmen jedoch mit dem gleichen Atemzug den Menschen das Recht auf Existenz, die dieses Mörderspiel ums Geld und Macht ausgrenzt und sie wie bei uns in dem offenen Hartz vier Vollzug zu Sträflingen macht.

Was haben sich da die Berufsnörgler in unserem Land wieder mal aufgeregt, als der erste vernünftige Vorschlag seit langem von politischer Seite kam, Hartz vier Empfänger auf Urlaub zu schicken. Diese Jammerlappen aus der ach so angesehenen Bürgerschicht haben wieder nur Neid im Kopp und die Angst vor den angeblichen Kosten, die das verursachen würde. Ihr habt es nicht anders gewollt, also bezahlt ihr auch dafür! Schließlich müssen die Opfer eurer kruden Wertegemeinschaft tagtäglich den Kopf dafür herhalten und sich zum Schuldigen abstempeln lassen, obwohl ihr selbst die Schuldigen seid.

Deswegen! Ein weltweites bedingungsloses Einkommen ist die Antwort und die Lösung für Krieg und Mord!

Schaut man da mal auf die Postings zu diesem Thema und wann diese von den Jammerlappen ins Netz gestellt werden….. Komisch…. Passiert alles während deren Arbeitszeit. Dass das die Arbeitgeber mitmachen, wenn sich solche Vögel mit privatem Kram auf ihrer Arbeit beschäftigen. Solche würde ich abmahnen und dann rausschmeißen. Schließlich ist man auf Arbeit und nicht zum Spaß da.

Menschen töten sich nach wie vor für Geld und Glauben, Menschen töten andere aus demselben Grund. Menschen sitzen in ihren Büros und verwalten das Töten und Ausgrenzen, das Sanktionieren und Kontrollieren.
Wer nicht im Ausbeutungskonzept der so genannten Demokratie, die immer mehr zum wild um sich schlagenden Faschismus wird, spurt, der wird bedingungslos ausgemerzt. War es bislang nur die Vorhaut, so schneiden nun verirrte religiöse Metzger am anderen Körperende rum und lassen Köpfe rollen. Menschen müssen aus ihrer Heimat fliehen, weil man sie dort umbringt und man munkelt schon seit geraumer Zeit, dass wohl auch die UNO sehr viel Geld mit Geschäften verdient soll… ohauerha… Mit Pornos von afrikanischen Flüchtlingsfrauen und mit Waffen.

Da ist es nicht verwunderlich, das auch dieser Papst ans Aufhören denkt.
Wir hatten schon fast gesagt: „Franziskus! Endlich mal ein Mann auf Augenhöhe!“, so ätherisch, wie er gegen das Kapital spricht und selbst im Juni nun die Mafia exkommuniziert hat. Da tat er auch gut dran. Aber vielleicht merkt er nun selbst, wie mörderisch sein Weg ist und auch er nichts weiter ist als ein kleiner David der sich gegen den unbarmherzigen, niederträchtigen und menschenverachtenden Goliath stemmt. Vielleicht hat er es begriffen, dass er keine Chance hat. So wie sein deutscher Vorgänger, der den Geldgeschäften deutschen und internationalen Gelddealern seinen Segen geben musste. Nirgends wird so viel Geld gewaschen, der Kapitalwirtschaft der Ablass erteilt wie durch die Banken der Glaubensrichtungen in Ost und West, in Nord und Süd. Das ist Blasphemie!

Jawoll! Scheißt auf das Soziale. Tretet das, was uns Menschen wirklich ausmacht mit euren Füßen. Opfert euch fürs Geld und die Gier. Scheißt auf die guten Sitten und den Anstand. Vernichtet alles, was auf dem Prozessionsweg zum Geldtempel stört und ihm nicht in den Kram passt. Schmeißt die schon nach Erde riechenden Rentner aus ihren Behausungen und modernisiert den Wohnraum, damit die Hütten endlich wieder Ertrag abwerfen! Verkauft weiter deutsches Eigentum an ausländische Investoren bis sich kein deutscher Bürger mehr eine Wohnung leisten kann.

Streicht endlich komplett die Guthabenszinsen auf dem Sparbuch und anderen Vorsorgemöglichkeiten. Nehmt den Menschen noch mehr Möglichkeiten, um Geld zu verdienen. Streicht noch mehr Ausbildungs- und Studienplätze. Nehmt dem Geschmeiß endlich auch noch die letzten Möglichkeiten einer Perspektive und schmeißt euch an den Hals der Großkonzerne! Biedert euch wie kleine Nutten billigst an! Verkauft eure Körper und eure Seelen! Verkauft, verkauft, verkauft! Und jammert, jammert, jammert.
Und wenn dann die Sozialsysteme versagt haben und noch mehr Menschen jammern, dann ist immer noch genug Zeit für einen großen Krieg anstelle der kleinen lokalen Mörderspielereien. Wir brauchen den Krieg und den Mord, damit sich die Welt endlich wieder erholen kann von all dieser Idiotie, der Amoral, der Dekadenz und dem Asozialen. Die Erde braucht nun endlich eine Pause, einen Urlaub von dem, was vorherrscht, damit aus der Asche der Verdammnis vielleicht dann eine Spezies erwächst, die es endlich versteht, das Leben als Geschenk und als wertvoll anzuerkennen.
Wären wir bloß nicht wieder aus dem Urlaub zurückgekehrt! Hätten wir bloß unsere Augen verschlossen gelassen.
Urlaub! Pahh. Die Lust daran vergeht, wenn man von Urlaubsangeboten aus der Ukraine hört, wo man für 300 Dollar einen Tag lang seinen Joystick zu Hause mit echtem Kriegsfeeling im echten Leben tauschen darf und Menschen töten.
Hauptsache mir henn a kloins Geschäftle gemacht.

Bleiben Sie uns gewogen.
Lesen Sie nächste Woche, wenn wir noch nicht atomisiert worden sind etwas anderes aus Politik, Kirche, Wirtschaft und Gesellschaft.
Bleibt uns nur die Hoffnung, die bekanntlich zuletzt stirbt.

Und hier noch etwas in eigener Sache.
Wenn Sie uns unterstützen möchten, dann tun Sie sich bitte keinen Zwang an.
Wir würden uns sehr freuen und bedanken uns jetzt schon mal bei Ihnen.
Vielen Dank.

Hier der Link zu unserem Support: http://wp.me/p2KG6k-eA

Unser Dank für das ausgezeichnete Bildmaterial geht an:
EGON
Karikaturist und Pressezeichner
http://www.toonsup.com/egon
Ohauerha
AfK

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Kommentare
  1. Thinkcool sagt:

    Na, da ist’s dann wohl übergelaufen. Danke für diese umfassende, zielsichere, offene und schonungslose Analyse menschlicher Niedertracht und Armse(e)ligkeit. Meinen Respekt Ihnen gegenüber! Möge es Ihnen so gut wie möglich ergehen in diesen finsteren Zeiten, die wohl nie wirklich anders waren. Der „Mensch“ ist im allgemeinen nun mal was er ist, ob vor Jahrtausenden oder heute. Wenige Psychopathen, mehere Mitläufer und gaaanz viel rückradlose Angsthasen und … noch ein paar, die in keine dieser Kategorien passen. Von denen es leider viel zu wenige zu geben scheint, um eine positive Änderung gegenüber der im allgemeinen anzutreffenden Ignoranz bewirken zu können. So nimmt das Unheil, wie seit Menschenangedenken, immer wieder seinen Lauf.


    Mit äußerst freundlichen Grüßen
    Thinkcool

    P.S.:
    So nah die „Utopie“ und anscheinend doch unerreichbar. Wären wir doch mehr, wir könnten es ändern. Erkenntnis und Desillusionierung können ein wahrlich bitterer Trank sein.

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