Mit ‘2014’ getaggte Beiträge

Meine sehr geehrten Damen bis Herren an den Empfängnisgeräten.
In ein paar Tagen ist es soweit, dann starten die Olympischen Spiele in Sochi. Diesmal werden es Spiele der absoluten Superlative, das verspricht Vladimir Putin, großer Humanist und Heiler, homophobe und selbstverliebte Dauererektion im Mono Bungabunga. Die Spiele brechen jetzt schon sämtliche Rekorde was Investitionssummen, Sicherheit, Architektur und Technik angeht. Von Korruption, Ausbeutung, Vertreibung, Enteignung und Mord ganz zu schweigen.
Putin, unter dem Arschkriechen, Speichellecken und Schleimscheißerei zur olympischen Disziplin ernannt wird. Putin, der Herr der Ringe aus dem Reich des Bösen und des methylgestreckten Wässerchens. Putin, der Russen Adolf und seine Vision der Ostvariante vom olympischen Groß-Germania an der Schwarzmeer Riviera. Putin, Herbergsvater für sämtliches kriminelles und korruptes Gesindel, was sich im Westen immer mehr Halt und Legalität sucht.
Der Russe macht es dem Westen wieder einmal vor. Klar, die Ex Kommis haben ein ganz anderes Verhältnis zur aufopferungsvollen Vaterlandsliebe, zum hingebungsvollen Patriotismus. Da heißt es anpacken, machen und mit vollem Herz dabei sein. Egal, ob es für die harte Knochenarbeit Lohn gibt oder nicht. Putin und sein Pilotprojekt in Sachen kostenloser Bürgerarbeit, die hier auch schon lange diskutiert wird.
Kostenlose Bürgerarbeit. Arschlecken, drei fuffzig liebe Unternehmer und Politiker. Grade eine Vielzahl von Bloggern kennt sich mit kostenloser Bürgerarbeit sehr gut aus. Zuerst schmeißt man uns aus unseren Jobs und unserem regulären Leben, zwingt uns alles aufzugeben und ins existenzielle Aus, nimmt uns unsere Würde und Menschlichkeit und hetzt dann auch noch die Kollegen Wetterfähnchen in den Redaktionen gegen uns auf, damit sie jeden Tag die Hartz vier Hetze und das Gerücht aufrecht halten, wir wären alle Schmarotzer und Verschwörungstheoretiker. Doch weil unsere Profession nun mal das Schreiben ist, schreiben wir weiter und stellen unser Wissen kostenlos und meist selbstlos der Gesellschaft zur Verfügung. Es ist egal, ob wir als systemrelevant gelten oder nicht, egal auf welcher Seite wir stehen, wir sind auch ein Teil des Systems und leisten unseren Beitrag. So oder so. Sollen wir euch unsere Arbeit mal in Rechnung stellen und euch zeigen, was ihr uns noch schuldet? Das verstehen wir unter Bürgerarbeit und nicht den auferlegten Frondienst an einem System, dass sich so oder so nicht rechnen lässt und in vielen Formen mehr als bedenklich ist.
Zu tausenden stehen bei uns die Fachkräfte auf der Straße, weil asoziale Unternehmer einfach keinen Bock haben vernünftige Löhne zu zahlen. Fachkräfte, die auch weiterhin auf der Straße stehen werden, weil externer Bedarf an ausbeutbarem Humankapital hier für knapp 73% von dem eingestellt wird, als das, für das es auf einmal angeblich keine Anschlussverwendung mehr gibt. Das schürt dann wieder den Hass gegen alles Fremde, sind doch Politik, Wirtschaft und Schleuser an der Misere schuld. Fachkräfte sind zu teuer, zu alt und haben zu viel Wissen, was den modernen Chefs und ihren Ausbeutergeschäftsmodellen vom Reißbrett nicht in den Kram passt.
Wer will auch schon gern für solche Arschlöcher arbeiten gehen, hm? Angesichts solcher vorherrschenden Verhältnisse kann man es immer häufiger nachvollziehen, wenn die Menschen keinen Sinn mehr darin sehen, sich diesem System auszuliefern und dafür auch nur einen Handschlag tun. Wieso soll man sich und seine kostbare Lebenszeit für etwas opfern, was einem mehr schadet, als das es einen durchs Leben bringt. Für was? Das widerspricht jeder kaufmännischen Logik und jeder ethischen Ideologie. Außerdem, was ist das für eine unverschämte Art, Menschen ihr Recht auf Lebensfreude nur erlauben zu wollen, wenn sie über ausreichende finanzielle Möglichkeiten verfügen, egal woher sie sie und womit sie sie verdient haben. Mit ehrlicher Arbeit ist noch nie einer reich geworden. Doch geht es nur darum? Reich sein? Reich, auf Kosten anderer? Bislang sind wir von Generation zu Generation genau darauf konditioniert worden.
„Sei immer fleißig, strebsam, buckel und halte das Maul, sonst kommst Du nach dem Leben in die Hölle“. Die Hölle kann gar nicht mehr so schlimm sein, wenn man mal mit offenen Augen durch die Welt geht und sieht, was wir tagtäglich anrichten und mit wem wir uns diesen Planeten teilen müssen. Menschen, die sich durch kriminelle Handlungen erlauben, andere Menschen auszubeuten und zu töten. Menschen, die meinen, sie würden der Menschheit einen großen Dienst erweisen, wenn sie in ihren kleinen Büros und Amtsstuben über das Leben anderer entscheiden und sie um ihre Lebensperspektiven bringen. Sind so manche Sachbearbeiter nichts weiter als verachtenswerte Mauerschützen der Moderne, die selbst ein vor Unzufriedenheit zerfressenes, kleines und unbedeutendes Leben führen.
Mensch! Hauptsache Du bleibst ungebildet und erpressbar, dann ist alles gut. Dann machen auch solche römisch dekadenten Brot und Spiele Spiele wieder Spaß, wenn man alles hinnimmt und mit sich machen lässt. Doch leider ist auch der olympische Gedanke zur Hure des Kapitals geworden und weiter als jemals zuvor von dem entfernt, wozu diese Spiele eigentlich dienen sollten. Zur Völkerverständigung und friedlichem Kräftemessen der Besten, Stärksten und Schnellsten der Länder. Damit diese sich messen können, muss zuerst ein neuer Zirkus Maximus her und dafür braucht man Sklaven.
Zu Tausenden pilgerten hungernde Menschen aus der tiefsten Taiga und Tundra nach Sochi um dort in selbstaufreibender und ehrenamtlicher Schwerstarbeit protzige Prunkbauten für die meist gedopten und mit bis zum Hals mit Präparaten abgefüllten Athleten zu errichten.

Kein Geld für Arbeiter. Kein Geld für Athleten?

Kein Geld für Arbeiter. Keine Medaillen für Athleten?

Lasst es euch gesagt sein, werte Olympioniken! An euren Scheiß Medaillen klebt das Blut unschuldiger Menschen, die ihr Leben auf den Baustellen gelassen haben, damit ihr die Tanzbären für ein kriminelles Ausbeutersystem und deren Oligarchen spielen dürft. Da fragt man sich doch: „Sacht mal, ihr Freunde der professionellen Leibesertüchtigung. Kommt es euch dabei nicht selbst hoch? Fühlt ihr keine Selbstachtung mehr, eure Talente an solche Typen zu verschwenden? Meint ihr etwa, ihr habt eure Auszeichnungen ehrlich verdient? Oder geht’s euch auch nur ums Geld? Ekelt ihr euch nicht vor euch selbst?“
Da bleibt nur zu hoffen, dass auch ihr keine Medaillen für eure Höchstleistungen bekommt, wenn schon die Arbeiter nicht bezahlt und wie Vieh behandelt werden. An dieser Stelle, liebe Grüne, wäre mal ein Veggie Day angebracht, Arbeitssklaven nicht wie Vieh zu behandeln.
Ihr Sportler habt nicht das Schwarze unter dem Fingernagel verdient, wenn ihr euch an so was beteiligt. Ihr repräsentiert uns nicht und wir werden auch nicht stolz auf eure Auszeichnungen sein! Handlanger seid ihr, sonst nichts. Weder bei dieser Olympiade noch bei den anstehenden Fußball Weltmeisterschaften.
Und außerdem… Jetzt mal die Finger bitte heben, wer von euch Athleten nicht dopen muss. Ahh, doch so viele…. Das haben wir erwartet. Kaum einer von euch ist in der Position Dopingmittel abzulehnen, wenn das internationale Kollegium sie nimmt. Und wenn nicht… euer Trainer wird sie euch schon unbemerkt aufs Nutella Brot schmieren. Euer Erfolg kommt aus dem Präparatelabor von Chemieköchen.
Aber wem erzähle ich das. Bestimmt nicht dem aufgeschlossenen und intelligenten Ohauerha Leser, der weiß das.

Demmächst Sachpreise und Kulis anstatt Medaillen?

Demmächst Sachpreise und Kulis anstatt Medaillen?

Ohne Doping läuft schließlich nichts im Profisport. Da geht es um Milliarden für Anleger, Investoren und andere kriminelle Vereinigungen, die sich durch ihre Investitionen in derartige Projekte ihr Geld aus den illegalen Geschäften reinwaschen. Denn schließlich kann man den Erlös aus Waffen und Drogengeschäften, Menschenhandel und Prostitution nicht direkt wieder in den normalen Geldfluss zurückfließen lassen. Man muss es von schwarz auf weiß waschen. Dafür geben sich Sportler her.
Es ist schon eine verrückte Zeit in der wir leben und denken, die Sklaverei wäre abgeschafft. Doch immerhin ist es besser, die Abzocklohn Touristen geben sich im fernen Osten die Klinkersteine in die Hand bevor sie zu uns als Sozial- oder Klautouristen kommen, gell? Hier würden sie sowieso nur die schon seit dem kohlschen Kahlschlag leeren Renten- und Sozialkassen plündern. Nein! Das geht nicht. Besucher sind hier nur willkommen, wenn sie Geld in Nippes- und Souvenirläden spülen, in Rudeln durch die Sehenswürdigkeiten marodieren, alsbald wieder abhauen und Merkel für die Königin von Deutschland halten. Alles andere hat, auch im Rahmen der Freizügigkeit nichts hier zu suchen, oder? So ist doch die Meinung des DDD, des deutschen Durchschnitts Depp. Geld fürs Nichtstun bekommen? Niemals! Dann doch lieber wie in Sochi. Kein Geld fürs Tun bekommen. Das freut den Unternehmer, den Banker, den Investor und den Polithansel.
Das sind Parolen, mit denen dieses Pack etwas anfangen kann.
„Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“. Ein Satz mit der Wichte eines verbalen 11. September. So ist die Auffassung in großen Teilen der Bevölkerung. Wer nichts schafft, hat auch nichts verdient, weil wir allem einen Preis geben, jedoch nichts mehr einen Wert.
Trotzdem fragen wir uns grade, wieso nur der das Recht auf den Genuss seiner Lebenszeit haben darf, der über einen Haufen Kohle verfügt und der Rest, der fürs Imperium hemmungslos geopfert wird behandelt wird wie der letzte Scheißdreck. Doch der Bürger gibt sich ja schon mit einem Mindestlohn von 8,50 Euro zufrieden, asketisch wie er ist. Gelächter. Als ob sie euch den vorbehaltlos zahlen würden. Rente mit 63? Brüller! Beste medizinische Versorgung für alle? Oder Bildung, oder Vorsorge? Ich lach mich tot. Bei den Entwicklungen in unserem Land sollte man als aller erstes einmal über eine Opferrente für die Menschen nachdenken, die wir durch unser Tun aus der Mitte der Gesellschaft gekickt haben. Eine Widergutmachung für all das Leid und Schadensersatz für all das, was man sich aufgebaut hat und dann verhökern musste.
Bezahlen? Wer soll das denn bezahlen? Das fragen Sie noch? Sie fragen wirklich nach der Effizienz und nach der Wirtschaftlichkeit bei einer Staatsverschuldung von über 3 Billionen Euro, die dieses System verursacht hat. Also, wenn wir schon alle am Krebsgeschwür Kapitalismus erkrankt sind, dann gestehen wir doch auch allen dieselbe Grundlage und Absicherung zu, denn Geld spielt keine Rolle. Das sollten wir uns als Menschen wert sein. Das schafft Frieden und olympische Spiele, die ihren Namen wieder zu Recht tragen.
Bleiben Sie uns gewogen.
Ohauerha. Afk
Unser Dank für das ausgezeichnete Bildmaterial geht an:
EGON
Karikaturist und Pressezeichner
http://www.toonsup.com/egon

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Meine sehr geehrten Damen bis Herren an den Empfängnisgeräten, liebe Sklaven bis Sklavinnen.
Rosige Aussichten für 2014! Die Kanzlerin setzt sich beim ach so trendigen hochalpinen Seniorensport auf ihren Allerwertesten, ein klassischer Low speed Po falla….
Wenn das nicht ein Omen für die gesamte Eurozone und auch für unsere Region ist. Wagen wir nun einmal mit kindlicher Neugier einen Blick in die nahe Zukunft. Was wird sich 2014, einhundert Jahre nach dem Ausbruchsjahr des ersten Weltkrieges; der ja, wie wir alle wissen, bis heute eigentlich immer noch vorherrscht; tun.
2014, das Jahr des Wachstums. Negativwachstum ist halt auch ein Wachstum. Hauptsache, es wächst was. Egal wohin. Selbst in der verdörrten parteipolitischen Wüstenblume FDP keimt zärtlich ein kleiner Trieb gen 0,5% Hürde und die Hoffnung darauf, wieder mit den großen Jungs mitspielen zu dürfen.
Auch bei den Grünen regt sich neuer Mut zu neuen humanistischen Ideen, die die Welt verbessern sollen. Jawoll. Grade die Partei, die immer für den Frieden und die gleiche Berechtigung Aller war, in einer fair getradeten, nachhaltig produzierten bioveganen Vollkornmüsligesellschaft. Machten sie jedoch nichts anderes, als die Natur zum Flittchen für die Wirtschaft dienbar zu machen. Klasse. Haben se geschafft. Da kann man mal gespannt sein, was nun nach so einem klasse Wahlkampf mit „Veggie Day“ kommen mag? Vielleicht ein weltweites Flaschenpfand auf Landminen? Das wäre doch mal wieder etwas ganz tolles, wo man direkt auch in Brüssel ein Ressort für freiräumt. Und nun kann das Geld erst richtig fließen, denn wer kontrolliert schon die Brüsseler Geldverschieber und Berufsschnorrer?
Die SPD…
Ach ja, die SPD. Die große rote Volkspartei, die sich grade in der CDU wie eine Kopfschmerztablette im Wasser leicht perlend auflöst. Die SPD, die mit ihrer Agenda 2010 Millionen Menschen um Hab und Gut gebracht hat und letztendlich auch um die persönlichen und privaten Perspektiven im Leben. Volkspartei, wie gesagt! Die SPD, die durch die Fusion mit der CDU öffentlich klar gemacht hat, das Rechts nun schon links beginnt.
Die Linken. Ja!!! Die letzte Bastion, das letzte Bollwerk, die Wacht am Rhein und an der Spree. Die muss es halt geben, schließlich spielen wir noch Demokratie und da dürfen auch Stiefkinder mal was sagen. Der Linken sagt man ja immer noch nach, dass sie die Nachfolgepartei der DDR Einheitspartei SED wären. Welche Nachfolge hat die CDU denn angetreten, hm? Muss man einfach mal so fragen, 75 Jahre nach Beginn des zweiten Weltkrieges.
CDU, die Bankenfreundliche. Dazu muss man eigentlich nichts mehr schreiben, denn wenn man Dinge keinen öffentlichen Raum mehr bietet, dann gehen sie nach und nach ein. Denk ich an die CDU, denk ich an Banken. Denk ich an Banken, denk ich an den Adel und die Befreiung von einer Schicht, die eigentlich immer nur die Hand aufgehalten hat.
Und zum traurigen 100 jährigen Jubiläum des Beginn des globalen Horrors, möchte man sich gar nicht ausmalen, was die Eliten sich dem zu Ehren ausgedacht haben. Wird’s wieder Sarajevo sein? Wird wieder brauner Scheiß über München/Bayern nach Deutschland kommen? Wird Deutschland wieder geteilt? Diesmal zum Spaß halber in Süd und Nord statt Ost und West? Und… wird RTL endlich zu einem Qualitätsmedium? Wir können gespannt sein.

Merkels PoFalla. Ein Omen für Europa?

Merkels PoFalla. Ein Omen für Europa?


Grade jetzt, in einer Zeit in der selbst die besten Kabarettisten des Landes nach 20 – 25 Jahren Bühnenkarriere vor den Trümmern ihrer Lebenswerke stehen. Was haben sie gespielt und gesungen, gejammert und geklagt über den Beschiss, die Korruption und den Ausverkauf der menschlichen Seele. Was hat es gebracht? Nichts. Es hat sich nichts geändert. Nichts. Es ist immer noch Krieg überall. Und der wird solange weiter gehen, wie man die sogenannten Eliten und die kriminellen Bereiche in unserer Politik, Kirche und Wirtschaft mit Geld für ihr ausschweifendes Leben und unsere Knechtschaft versorgt. Mit Geld, dass sie nicht selbst verdient haben. Nun, den Adel haben wir schließlich auch klein bekommen, da wird der Geldadel ein leichtes werden.
2014 wird es wirklich mehr für alle geben. Für die einen mehr Diäten, Spenden, Schwarzgeld und Bezüge und für die anderen eben nur mehr Arbeitslose und soziale Ausgrenzung, mehr Armut, mehr Verzweiflung, mehr Hass, mehr Neid, mehr Mord und Ausbeutung. Denn das ist auch in diesem Jahr der Bestseller, das Wow des Jahres.
2014, fünfundzwanzig Jahre nach dem Mauerfall beißen sich die Ossis immer noch in den Arsch, weil sie heute sehen, wie Überwachung und Stalking im großen Stil wirklich geht. Gib jedem Idiot ein Smartphone in die Hand und lass ihn für seine eigene persönliche DDR in handlichem Format auch noch teuer Geld bezahlen. So überwacht man alle und zwar ohne sie an der Grenze zu töten. Das hätte sie damals viel Beton und Munition an der Grenze sparen lassen. Man war halt leider zu der Zeit noch nicht so weit. Was für ein Schlag ins Gesicht jedes ehemaligen DDR Bürgers, wenn sie merken, dass durch die Reisefreiheit der Knast nur ein wenig größer geworden ist. Welche Grenze wollen wir in Zukunft einreißen? Und… werden wir dann auch wieder mit nem Kilo Bananen und 100 Euro Begrüßungsgeld billig eingekauft?
2014 wird auch das Jahr der Depression sein. Nein. Nicht der ganz großen, sondern der persönlichen, der eigenen. Dabei sind Depressionen nichts anderes als nur nicht gelebtes Leben. Und anstatt sein Leben in die Hand zu nehmen, es in Richtung Schmerzlosigkeit zu wenden, lassen wir uns lieber von Therapeuten beschwatzen, nehmen Pillen und vergiften uns eher selbst, als nicht mehr zu dieser Gesellschaft voller Lügner und Selbstbetrüger zu gehören.
Bleiben Sie uns gewogen.
Ohauerha
AfK (Away from Keyboard)

Meine sehr geehrten Damen bis Herren an den Empfängnisgeräten.
Der Countdown läuft, die Tage sind gezählt und in großen Schritten bewegen wir uns auf das Jahr 2014 zu.
Da haben wir uns gefragt, ob wir wirklich einen Jahresrückblick schreiben wollen. Wollen wir die Pleiten, Pech und Pannen der letzten 12 Monate noch einmal revue passieren lassen? Wollen wir uns daran wirklich noch einmal erinnern? An die Opfer, die unser Konsum auch in diesem Jahr wieder angerichtet hat? Kriege, Verfolgung, Ausgrenzung, Unterdrückung, Prostitution und Sanktionierung?
Und… dürfen wir überhaupt noch anstandslos Weihnachten feiern, ohne dass sich daran irgendeiner gestört fühlt? Wie weit ist der Verlust von traditionellen Wertvorstellungen fortgeschritten, wenn schon Überlegungen zum Brauchtumsfest wie „Sankt Martin“ geäußert werden, um es in „Sonne-Mond-und-Sterne-Fest“ umzubenennen, damit sich kein Mensch mehr daran gestört fühlen muss.
Geht es dabei wohl eher nicht um die Berührung zu anderen Glaubensrichtungen, sondern darum, dass dieser besagte Sankt Martin seinen wärmenden Wintermantel im seinem Schwert teilte und die eine Hälfte einem frierenden Bettler gab.
In einer eher wirtschaftlich orientierten Gesellschaft darf es das auch nicht mehr geben, denn wo kommen wir dahin, wenn man an Abtrünnige des Imperiums, die sich um die vom System ausgegrenzten Menschen kümmern, gedenkt. Pfui. Das passt doch nicht mehr in die moderne Leidkultur, wo wir die Menschen mit Füßen treten, denen man ihre Lebensperspektiven nimmt, sie ausbeutet und anschließend auch noch sanktioniert oder im schlimmsten Fall umbringt. Es ist doch nicht mehr politisch korrekt, Wohltätern zu gedenken und für sie auch noch einen Arbeitstag zu opfern.
Arbeitstage opfern? In einer Welt, die nur noch der krümelige Kitt des Konsums zusammenhält? In einer Welt, in der man manchmal noch von sogenannten Arbeitgebern ausreichend Geld für geleistete Arbeit bekommt, dass man dann wieder für den Konsum deren Produkte und Waren wieder aus dem Fenster werfen soll. Da sind doch politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Krisen schnell vergessen, wenn man mit der Angst leben muss, dass die billige Chinascheiße mit der man seine Liebsten zum Fest überraschen will, nicht rechtzeitig von Amazon geliefert werden könnte. Herrje. Amazon. Großer Humanist und Heiler.
Wir sind eine Wirtschaftsnation, da haben Gefühlsduseleien keine Bedeutung mehr, geht es schließlich nur noch darum, ob man etwas und wenn ja, von wem und wie teuer, geschenkt bekommt. Und wehe…. Wehe die Mutter gibt sich bei der Zubereitung des Festtagsbratens nicht dieselbe Mühe, die sie sich in einer der unzähligen TV Kochshows geben würde. Wehe! Und wehe! Wehe, die Mami steht nach den Kochbemühungen nicht wie aus dem Ei gepellt in ihren von flinken Kinderfingern zusammen genähten Zalando oder Kik Klamotten, die Sie sich schon Wochen vorher im Netz bestellt hat.
Und wehe! Wehe, es macht einer bei diesem kollektiven Wahnsinn nicht mit.
Der ist entweder einer von diesen arbeitsfaulen, asozialen Hartz vierer, Kommunist oder rumänisches Weihnachtsmarkt Taschendieb-Klaukid.
Arme Säue halt, mit denen man eh nichts zu tun haben will.
Bloß nicht die Augen öffnen und stur in seiner eigenen Blase bleiben, denn wenn man es einmal tut, kann man seine Augen vor diesem Desaster nicht mehr verschließen und die ganze gespielte und aufgesetzte Glückseligkeit ist für’n Arsch. Verdammt noch mal, reißen Sie sich zusammen. Es sind doch nur drei Tage, an denen man so tun muss als ob. Nach dem Fest kann man dann wieder zum Tagesgeschäft übergehen. Das wird einem doch auch in diesem Jahr wieder gelingen, oder? Glühweinmorphiert und zuckergepuscht kann man es doch so grade noch aushalten.
Hauptsache der Handel freut sich über die angeblich gute Stimmung des Konsumviehs!
Heute, 2013 Jahre und 32 Millionen Limburger Euros später würde der, dem diese Festtage eigentlich gelten, bestimmt nicht mehr nur die Peitsche nehmen und die Händler und Pharisäer aus den Tempeln treiben, er würde einen Pilotenschein machen!
Also! Halten Sie durch, es sind schließlich nur drei Tage der Nächstenliebe, des sozialen Miteinanders, der Güte und der Besinnung.
Drei Tage nur! Nicht auszudenken, wenn es andersrum wäre. Wenn man 362 Tage lang sozusagen Weihnachten feiern würde und nur einmal im Jahr drei Tage Zeit hätte, sich gegenseitig das Leben zur Hölle zu machen.
Halten Sie durch, es ist bald geschafft. Aus diesem Grund wünschen wir auch nur unseren Familien, Freunden, Fans und Leser eine friedliche, besinnliche Zeit. Möge denen, die für diese Zustände auf diesem Planeten verantwortlich sind, die genmanipulierte und zwangsgemästete Festtagsgans im Halse stecken bleiben. Dem Rest wünschen wir nur das Beste in aller Liebe und sozialer Verantwortung.
Bleiben Sie uns gewogen.