Mit ‘Doch’ getaggte Beiträge

Meine sehr geehrten Damen bis Herren an den Empfangsgeräten.

Was wäre unser Land ohne seine political correctness, ohne seine aufrichtige Bemühtheit um ein sauberes Bild nach außen und ohne seine scheuklappenblinde Starrheit. Vielleicht haben Sie es aus Ihren Lieblingspropagandamedien dieser Tage entnommen.

Alte Kinderbücher sollen nun neu aufgearbeitet werden und Wörter, die man vor Jahrzehnten noch benutzte, müssen nun durch an unsere Zeit angepasste Ausdrücke ersetzt werden.

Darunter ganz oben das Wort „Neger“. Mit „Neger“ bezeichnete man früher „Farbige“…. Also „Bunte“, äh… „Ausländer mit schwarzer Hautfarbe“, äh… „Menschen mit afrikanischem Immigrationshintergrund“, äh… Exoten. Es ist aber auch schwierig für einen Weißen, der seine Hautfarbe je nach Gefühlslage und äußeren Temperaturen von weiß über blau nach rot wechseln kann.

Doch jetzt kurz vor den karnevalistischen tollen Tagen erreichte die Bundesregierung eine Petition, die fordert im Karneval gewaltverherrlichende Kostüme zu verbieten.

Wer in dieser Session vor hatte, sich wieder als Cowboy zu verkleiden, der wird an den tollen Tagen von städtischen Kontrolleuren nach Hause geschickt zum Umziehen. Wie gerne hat man schon als Kind Cowboy und Indianer gespielt, sich im Wald versteckt und mit Replikaten von historischen Schusswaffen aufeinander gezielt und „Peng! Du bist tot!“ geschrien. Dies soll laut einem Expresserlass nun vorbei sein, da die Cowboys gar nicht so nett waren, wie man sie aus amerikanischen Filmen, den Western, her kennt. Bei den besagten Cowboys handelt es sich um ehemalige europäische, politische und wirtschaftliche Flüchtlinge, die in das Land eingefallen waren, es den Ureinwohnern entrissen haben, um sich ihren Grund und Boden anzueignen, diese auszugrenzen und zu töten. Außerdem signalisiert man mit dem Tragen eines Cowboy- (dt. Kuhjunge) Kostüms insgeheim den Wunsch nach Führungsqualitäten, denn wenn die Kuhjungen eins konnten, dann eine Herde dummer Viecher vor sich hertreiben und mit ihnen einen Haufen Geld verdienen. So wie Politiker und Vertreter der Kirchen eben. Aus diesem Grunde verurteilen wir nachträglich vom Ohauerha Satireblog auch Gitte Haenning und ihren Texter Rudi von Dovenmühle, die 1963 mit dem Titel: „Ich will nen Cowboy zum Mann“ die Ehe mit einem Verbrecher als legitim besang und verherrlichen. Wir finden, das muss echt nicht sein.

Auch an die Damen möchten wir an dieser Stelle einen Appell richten um ihre Karnevalskostümauswahl 2013 noch einmal zu überdenken. Wer von Ihnen vor hatte, sich in dieser Session als „schöne Europa“ zu verkleiden, die sollte es sich noch einmal überlegen, denn wer will als Frau schon gerne als bodenloses Loch gelten. In diesem Sinne. Bleiben Sie uns gewogen.

Ihr Ohauerha Satireblog Team.

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Meine sehr geehrten Damen bis Herren.

Das nennen wir mal wieder Programmplanung. Da können wir den Kreativen aus den Redaktionen der öffentlich rechtlichen Sendeanstalten einfach nur für applaudieren. So viel journalistisches Feingefühl und Gespür für Timing hätten wir den Kollegen, trotz ihres Studiums, gar nicht zugetraut. Kaum haben sich die Wogen des Shitstorms wegen der verkackten Berichterstattungen von den Demonstrationen gegen die europäische Liquidationskrise und Ausbeutung in Madrid geglättet, schon ziehen neue dunkle Wolken am ach so ardblauen Medienhimmel auf. Hatte man dem Haussender verrenteter Katholiken mal grade so schön via Facebook die öffentliche und jugendliche Meinung gegeigt und gegen die scheinbar zensierte journalistische Un-Tätigkeit protestiert, so ist die nächste „Daumen nach unten“ Kampagne eher hausgemacht. Da sagen wir einfach nur: „Ohauerha!“ Wir packen uns hier in der Redaktion so richtig an den Kopp bei. Grade in Anbetracht der aktuellen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in Europa und den Drohgebärden zu einem anstehenden dritten und letzten Weltkrieg im Nahen Osten fragen wir uns, hätte man da nicht mal ganz schnell um planen sollen? Oder will man den Bürger nun medial sanft auf sein nahes Ende hinweisen und vorbereiten? Anlässe dazu gibt es schließlich genug. Nehmen wir den 21.12.2012. An diesem Tag soll laut Maya Kalender die Welt untergehen. Seit Monaten läuft hierzu schon mal vorbereitend und begleitend auf dem Banken Propaganda Sender n-tv in einer Dauerschleife all paar Tage die Doku mit dem Titel: „Die Welt nach dem Mensch“. Doch schauen wir auf das inszenierte Morden im Nahen Osten. Grade jetzt in der Vorweihnachtszeit meint man, einen Krieg vom Zaun reißen zu müssen, um von den anderen Skandalen und Krisen abzulenken. Wie soll auch sonst in einer ausweglosen Finanzkrisendauerschleife, die uns evolutionär progressiv seit Einführung der Prostitution und Skalverei begleitet, auf andere Art und Weise frisches Geld geschöpft werden? Vor diesem drohenden Weltkriegsszenario, dem sinnlosen Morden zugunsten eines faschistischen Systems, dass sich Gelddiktatur nennt, macht sich langsam die Angst vorm eigenen Ende in der Bevölkerung breit. Und was macht die ARD? Sie springt mit beiden Beinen mit Anlauf und Vorsatz ins nächste Fettnäpfchen. Mit ihrer Themenwoche 2012 vom 17.11 bis 23.11. „Leben mit dem Tod“ tut sich die ARD wieder einmal selbst keinen Gefallen.

Wir fragen uns: „Hätte da nicht ein neues Kochsendungsformat a la „Gemetzeltes vom Krisenherd“ mit einem Promilitaria Anhänger und Filmchenmacher Till Schweiger als nuschelnder Mord-erator ausgereicht? Muss man als GEZ-Zahler denn alles hinnehmen?“

Bleiben Sie mir gewogen und genießen Sie unsere letzte Vorweihnachtszeit.

Apropos Weihnachten. Weihnachten ist echt die Zeit der Geschenke und der Kinder. Die Einen stellen die Geschenke her, die die Anderen geschenkt bekommen.

Ihr Udo Schüller