Mit ‘naher’ getaggte Beiträge

Meine sehr geehrten Damen bis Herren an den Empfängnisgeräten.

Wie wir eben aus noch unbestätigter Quelle erfahren haben, reagieren die Designer der Modebranche ganz spontan auf neue Trendideen und Impulse ihrer Lakaien. Neben knalligen, kräftigen Farben und dem Retro Asia Look hält diese Saison auch wieder ein altbewährter Style ganz spontan Einzug in die Fashionabteilungen von New York bis Paris, von London bis Berlin.

Aus aktuellem Anlass ist „stonewashed“ wieder total angesagt.

Jeans für Kinder und Erwachsene im angesagten Design und zu noch billigeren Preisen. Klar, denn in Bangladesch brechen die Lagerkapazitäten ein. Das freut natürlich den westlichen Nietenhosenfreund, denn billiger kommt man zurzeit nicht an ein neues Beinkleid für die ganze Familie.

Der Einbruch der Jeansstoffpreise ruft sogar die Deutsche Bank und die Allianz Versicherung auf den Plan, die nun versuchen mit den Gewinnen aus ihren erfolgreichen Lebensmittelspekulationen, die einstürzenden Preise auf dem Textilmarkt zu stützen.

Also, lieber Schnäppchenjäger! Auf in die Läden und kaufen, kaufen, kaufen. Das Schicksal der Näherinnen und Näher war Ihnen ja bisher auch egal. Es stört Sie schließlich auch nicht, wenn in unserem Land die Menschen nicht mehr von Ihren Jobs leben können.

Gott Lob gibt es unser Sozialsystem. Danke SPD. Danke Grüne. Danke FPD. Danke CDU/CSU. Danke an alle, die zum persönlichen Vorteil wegschauen und ihnen die Menschen scheißegal sind. Wo anderen Ortes Produktionen einbrechen, kann man wenigstens hierzulande noch aufstocken.

Jeanshosen zu betonharten Knallerpreisen. Da bist Du platt!  

Wegen einbrechenden Lagerkapazitäten in Asien ist stonewashed wieder total angesagt.

Wegen einbrechenden Lagerkapazitäten in Asien ist stonewashed wieder total angesagt.

Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Bleiben Sie uns gewogen.

Ihr Ohauerha Team

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Meine sehr geehrten Damen bis Herren.

Das nennen wir mal wieder Programmplanung. Da können wir den Kreativen aus den Redaktionen der öffentlich rechtlichen Sendeanstalten einfach nur für applaudieren. So viel journalistisches Feingefühl und Gespür für Timing hätten wir den Kollegen, trotz ihres Studiums, gar nicht zugetraut. Kaum haben sich die Wogen des Shitstorms wegen der verkackten Berichterstattungen von den Demonstrationen gegen die europäische Liquidationskrise und Ausbeutung in Madrid geglättet, schon ziehen neue dunkle Wolken am ach so ardblauen Medienhimmel auf. Hatte man dem Haussender verrenteter Katholiken mal grade so schön via Facebook die öffentliche und jugendliche Meinung gegeigt und gegen die scheinbar zensierte journalistische Un-Tätigkeit protestiert, so ist die nächste „Daumen nach unten“ Kampagne eher hausgemacht. Da sagen wir einfach nur: „Ohauerha!“ Wir packen uns hier in der Redaktion so richtig an den Kopp bei. Grade in Anbetracht der aktuellen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in Europa und den Drohgebärden zu einem anstehenden dritten und letzten Weltkrieg im Nahen Osten fragen wir uns, hätte man da nicht mal ganz schnell um planen sollen? Oder will man den Bürger nun medial sanft auf sein nahes Ende hinweisen und vorbereiten? Anlässe dazu gibt es schließlich genug. Nehmen wir den 21.12.2012. An diesem Tag soll laut Maya Kalender die Welt untergehen. Seit Monaten läuft hierzu schon mal vorbereitend und begleitend auf dem Banken Propaganda Sender n-tv in einer Dauerschleife all paar Tage die Doku mit dem Titel: „Die Welt nach dem Mensch“. Doch schauen wir auf das inszenierte Morden im Nahen Osten. Grade jetzt in der Vorweihnachtszeit meint man, einen Krieg vom Zaun reißen zu müssen, um von den anderen Skandalen und Krisen abzulenken. Wie soll auch sonst in einer ausweglosen Finanzkrisendauerschleife, die uns evolutionär progressiv seit Einführung der Prostitution und Skalverei begleitet, auf andere Art und Weise frisches Geld geschöpft werden? Vor diesem drohenden Weltkriegsszenario, dem sinnlosen Morden zugunsten eines faschistischen Systems, dass sich Gelddiktatur nennt, macht sich langsam die Angst vorm eigenen Ende in der Bevölkerung breit. Und was macht die ARD? Sie springt mit beiden Beinen mit Anlauf und Vorsatz ins nächste Fettnäpfchen. Mit ihrer Themenwoche 2012 vom 17.11 bis 23.11. „Leben mit dem Tod“ tut sich die ARD wieder einmal selbst keinen Gefallen.

Wir fragen uns: „Hätte da nicht ein neues Kochsendungsformat a la „Gemetzeltes vom Krisenherd“ mit einem Promilitaria Anhänger und Filmchenmacher Till Schweiger als nuschelnder Mord-erator ausgereicht? Muss man als GEZ-Zahler denn alles hinnehmen?“

Bleiben Sie mir gewogen und genießen Sie unsere letzte Vorweihnachtszeit.

Apropos Weihnachten. Weihnachten ist echt die Zeit der Geschenke und der Kinder. Die Einen stellen die Geschenke her, die die Anderen geschenkt bekommen.

Ihr Udo Schüller